Mit Beiträgen in latein., griech., niederländ., engl., französ. u. italien. Sprache. Herausgegeben von Werner Busch. Mit 20 Abbildungen. Landschaft als Gegenstand künstlerischer Darstellung gibt es schon seit der Antike. Als selbständige Gattung im Kanon der klassischen Bildgattungen ist die Landschaft jedoch ein Spätling. Das Buch verfolgt den theoretischen Reflex auf landschaftsdarstellung von der Antike bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts: Von Leonardo und Dürer zu Poussin und Caspar David Friedrich, von Monet bis zu Cezanne mißt es die Theorie an der Landschaftspraxis.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.09.2001
Dass über die Rangordnung der Bildgattungen (Historie, Genre, Landschaft, Poträt, Stilleben) viel geschrieben worden ist, wie Karena Lütke erklärt, lässt allein der Umfang dieser Publikation erkennen. Künstler, Theoretiker, Philosophen, entlegene Quellen oft, aus zwei Jahrtausenden sind hier in "mühevoller Arbeit" zeitlich wie geografisch ausgewählt und "kundig und verständlich" kommentiert worden, "und das gleich zweisprachig", berichtet die Rezensentin. Ob es um den Landschaftsbegriff bei Vergil oder Cézanne geht oder um die von der Genesis bis zu Deleuze/ Guattari gespannte Quellengeschichte des Porträts - hier wie dort macht Lütke überraschende Entdeckungen ("selbst über die einzelnen Bände hinweg lassen sich Dialoge spinnen"), trifft auf weniger bekannte oder unerwartete Autoren. So gelungen ist das Unternehmen, dass die Rezensentin es gleichermaßen als "zentralen Fundus" für Kunsthistoriker wie als "großes Vergnügen" für interessierte Laien bezeichnen möchte.
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