Der Aphorismusforschung mangelt es trotz großer Fortschritte in den achtziger und neunziger Jahren nach wie vor an literarhistorischer Klärung. So verstehen sich die vorliegenden Studien als Bausteine zu einer Geschichte des deutschsprachigen Aphorismus im 20. Jahrhundert. Es sind Beiträge zum expressionistischen Aphorismus, zum Aphorismus in der Zeit des Nationalsozialismus, zu literarischen Kleinformen an den Gattungsgrenzen von Lyrik und Aphorismus in der Literatur nach 1945.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.08.2001
Der mit dem Kürzel rh. zeichnende Rezensent freut sich in seiner Kurzkritik, dass endlich der bisher vernachlässigte deutsche Aphorismus im 20. Jahrhundert untersucht wird. Friedemann Spickers "drei umfangreiche Studien" befassen sich mit dem expressionistischen Aphorismus, dem Aphorismus im Nationalsozialismus und dem Verhältnis von Aphorismus und Lyrik nach 1945, erklärt der Rezensent. Das Ergebnis scheint ihn zu befriedigen, denn er freut sich schon auf das "imposante" literaturwissenschaftliche Bauwerk des Autors, zu dem diese Studien nur Bausteine seien.
Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Dörte Hansen: Broder Broder Bahnsen wollte nie etwas anderes als Bauer werden, Nachfolger seines Vaters, der ihm den "Kuhverstand" vererbt hat, das Gespür für Tiere. Aber den Hof bekommt sein…