3D-Drucken, das heißt dreidimensionale, komplexe Gegenstände schichtweise aus Flüssigkeiten oder Pulver aufzubauen, und schon bald werden 3D-Drucker in Werkstätten, Büros und Wohnungen stehen. Direkt vor Ort werden wir in der Lage sein, Schmuck, Kleinmöbel, Prototypen, Ersatzteile oder sogar Speisen zu drucken. Wenn wir im Hotel unsere Zahnbürste vergessen haben, so werden wir sie uns in Zukunft einfach ausdrucken. Auf diese Weise entwickeln sich neue Fertigungsabläufe, vor allem aber auch komplett neue Formensprachen und Geschäftsmodelle. Selbst bisher mittels traditioneller Fertigungsverfahren nicht realisierbare Formen und Konstruktionen sind jetzt schon druckbar.
Das Buch sieht zwar aus wie für den Coffeetable gemacht, liefert aber in technischer wie theoretischer Hinsicht "solide Informationen", versichert Rezensent Tilman Baumgärtel. Vor allem hat er in diesem Band einen sehr guten Überblick darüber gefunden, was 3D-Drucker heute tatsächlich können und was Fantasien von Gestalter-Nerds sind. Faszinierend findet Baumgärtel, was die Hochleistungsgeräte der Industrie schaffen, wenn sie individualisierte Prothesen oder Ähnliches erstellen. Weniger begeistert ist er von den Heim-Druckern, die bei Preisen von 800 Euro nur leblos-stumpfe Produkte aus schlichtem Kunststoff herstellen können und dafür auch noch einen halben Tag benötigen - eigentlich nur Kram, den die Menschheit nicht unbedingt braucht.
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