Diana Pflichthofer

Die Psycho-Industrie

Wie das Geschäft mit unserer Psyche funktioniert und was es so gefährlich macht
Cover: Die Psycho-Industrie
Goldegg Verlag, Wien 2024
ISBN 9783990604236
Gebunden, 250 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Welche Diagnose ist es bei Ihnen? ADHS? Sind Sie hochsensibel? Oder eher neurodivers? Keine Frage: Wer davon betroffen ist, weiß wie hart es sein kann, im Alltag damit umzugehen. Umso verwerflicher ist es, dass diese Befunde gerade in Mode sind und inflationär gestellt werden. Und zwar nicht nur von professionellen Psychotherapeuten, sondern auch von selbsternannten Coaches, Beratern und Heilern, die angeblich die dazu passende Therapie im Angebot haben. Diana Pflichthofer ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Sie wundert sich schon lange über Mode-Diagnosen und selbst ernannte Therapeuten, die wie Hobby-Psychologen beraten und mehr schaden als nutzen. Mit ihrem Buch will Pflichthofer die Praktiken dieser Hochstapler-Psychologie aufdecken und eine Orientierung für diejenigen bieten, die professionelle Hilfe suchen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 26.09.2024

Mit Verzweiflung kann man ordentlich Geld verdienen - das lernt Rezensent Volkart Wildermuth bei der Lektüre von Diana Pflichthofers Buch über "Die Psychoindustrie". Auf dem Marktplatz der psychischen Erkrankungen tummeln sich Heilpraktiker, Coaches und andere Heiler, die entweder gar keine oder eine sehr unbestimmte Ausbildung haben, ärgert sich Pflichthofer laut Kritiker. Aber auch Ärzte ohne Facharztausbildung geben zur besten Sendezeit im Fernsehen Tipps für die Behandlung psychischer Probleme. Wildermuth kann der Kritik im Einzelnen oft viel abgewinnen, aber er mag dann doch nicht einsehen, dass nur Pflichthofers Ansatz, die Psychoanalyse, der einzige ist, mit dem seelische Probleme behandelt werden können. Einen guten Rat nimmt der Kritiker jedenfalls mit: Wer Hilfe sucht, sollte sich den Hintergrund seines Therapeuten genau angucken.

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