Aus den Tiefen der Geschichte führen Skispuren bis zur Extremerfahrung des 90 km langen Vasalaufs: Der schwedische Skilanglaufwettbewerb ist ein Klassiker - und selbst geübte Läufer*innen wie Antje Rávik Strubel sind viele Stunden unterwegs. Lang genug, um ihrem anhaltenden "Skileiden" auf die Spur zu kommen und über unterschiedliche Aspekte des Skifahrens nachzudenken - über Einsamkeit und Gruppenzwang, Expertentum und Mode, darüber, dass die erste Frau in Hosen eine Skifahrerin war und österreichische Radfahrer den alpinen Skiwettkampf erfanden. Über das Schwinden des Schnees und die existenzielle Verbindung zwischen dem Laufen, dem Schreiben und dem Tod.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.02.2026
Rezensent Andreas Platthaus hält Antje Ravic Strubels Buch über ihre Teilnahme am schwedischen Skilanglauf-Event Vasaloppet vor einigen Jahren für ein abgeklärtes Gedankenspiel. Die gut neunstündige Loipenerfahrung rekapituliert die Autorin laut Platthaus geistreich mit einem Gedankenpotpourri über Sport, Literatur, Leben und Klimawandel. Das passt gut zur Eröffnung der Winterspiele 2026, findet der Rezensent. Ein kühles, allerdings ganz und gar nicht glattes, sondern kritisches Lektürevergnügen, meint er.
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