Bücherschau der Woche

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Literaturbeilagen

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Vorgeblättert

John Stuart Mill: Ausgewählte Werke Bd.1

04.10.2012. Der Begriff der Menschenrechte entfaltet sich erst in dem der Gleichberechtigung der Frauen. Vordenker der so gedachten Freiheit war John Stuart Mill. Er entwickelte seine Theorie zusammen mit Harriet Taylor. Die erste deutsche Mill-Ausgabe wird von Ulrike Ackermann und Hans Jörg Schmidt ediert.

Bild zum ArtikelJohn Stuart Mill: Ausgewählte Werke
Herausgegeben von Ulrike Ackermann und Hans Jörg Schmidt
Band 1: John Stuart Mill und Harriet Taylor
Freiheit und Gleichberechtigung

Murmann Verlag, Hamburg 2012
640 Seiten, gebunden, € 54,00

Erscheint am 8. Oktober 2012


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Klappentext: John Stuart Mill gilt als der wichtigste Vordenker der liberalen Philosophie und der klassischen Nationalökonomie. Im Zentrum seines Werkes steht die Freiheit als moralische und gesellschaftliche Aufgabe des autonomen Individuums. Um Mills Freiheitsphilosophie nachzuzeichnen, versammelt die von Ulrike Ackermann und Hans Jörg Schmidt herausgegebene Werkausgabe seine wichtigsten Schriften zu Politik, Gesellschaft und Moralphilosophie in einer wissenschaftlich fundierten Leseausgabe. Eine Vielzahl der Texte der auf fünf Bände angelegten Ausgabe werden dafür zum ersten Mal in deutscher Sprache  vorgelegt, lange Zeit vergriffene Texte wieder zugänglich gemacht. Sie geben auch für die gegenwärtige Debatte um Freiheit und Verantwortung wichtige Denkanstöße.
Der erste Band bietet mit dem erstmals übersetzten Briefwechsel zwischen John Stuart Mill und Harriet Taylor eine Einführung in Leben und Werk Mills. Die höchst moderne Arbeits-, Freundschafts- und Liebesbeziehung der beiden blieb bis zu ihrem Tod eine Provokation im viktorianischen England und Taylors Einfluss auf Mills Schaffen in der bisherigen Rezeptionsgeschichte weitgehend unbeachtet. In "Freiheit und Gleichberechtigung" werden ihre Werke erstmalig zusammengeführt und damit ihr wechselseitiger Diskussions- und Schaffensprozess beleuchtet. In den gemeinsam verfassten Werken wie "Über die Freiheit " oder dem erst nach Taylors Tod erschienenen Essay "Die Unterwerfung der Frauen" werden Mills zentrale Gedanken zur Freiheit besonders deutlich: Die Gleichberechtigung der Geschlechter war für Mill die unbedingte Voraussetzung für die Entfaltung des persönlichen Lebens und die Autonomie des Individuums in einer liberalen Gesellschaft.

Zu den Herausgebern:
Ulrike Ackermann ist promovierte Sozialwissenschaftlerin. Im Jahr 2002 gründete und leitete sie das Europäische Forum an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Als freie Autorin veröffentlichte sie unter anderem die Bücher "Welche Freiheit" (Hg., 2007), "Eros der Freiheit" (2008) und "Freiheit in der Krise" (Hg., 2009). Heute ist sie Professorin in Heidelberg und leitet seit 2009 das John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung an der SRH Hochschule Heidelberg.
Hans Jörg Schmidt ist promovierter Kulturwissenschaftler. Er studierte Germanistik, Politikwissenschaft und evangelische Theologie sowie Geschichte in Heidelberg, Groningen und Dresden. 2009 übernahm er die Geschäftsführung des John Stuart Mill Instituts für Freiheitsforschung an der SRH Hochschule Heidelberg. Publikationen sind unter anderen Die deutsche Freiheit (2010) und Kulturgeschichte des Marktes (2011).

Leseprobe

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Archiv: Vorgeblättert

Linda Le: Flutwelle

21.07.2014 . Ein Tag, vier Personen, eine Geschichte, vier Blickwinkel. Van ist soeben in Bobigny zu Grabe getragen worden. Seine Frau Lou hat ihn vielleicht absichtlich, vielleicht unabsichtlich überfahren. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Flutwelle" der vietnamesisch-französischen Schriftstellerin Linda Lê. Mehr lesen

Wendy Lower: Hitlers Helferinnen

14.07.2014 . Mit Wehrmacht und SS zogen auch Hunderttausende von Frauen nach Osten, um jung und ehrgeizig den deutschen Vernichtungsfeldzug zu unterstützen. Sie dienten als Bürokräfte, Krankenschwestern oder KZ-Aufseherinnen. Lesen Sie hier einen Auszug aus Wendy Lowers Buch "Hitlers Helferinnen. Mehr lesen

Claudia Pineiro: Ein Kommunist in Unterhosen

30.06.2014 . Ein Mädchen erlebt in Argentinien im Sommer 1976 das Ende Ihrer Kindheit. Die politische Realität der Militärdiktatur bricht in Form von Zensur, Geheimnissen und Verdächtigungen in die Vorstadtwelt der Familie, der Vater verliert seine Arbeit. Lesen Sie hier einen Auszug aus Claudia Piñeiros neuem Roman "Ein Kommunist in Unterhosen". Mehr lesen

Jean-Luc Seigle: Der Gedanke an das Glück und an das Ende

23.06.2014 . Albert, seine Frau Suzanne und der jüngere Sohn Gilles leben in einem französischen Dorf, Henri der Ältere kämpft in Algerien. Albert erhängt sich, nachdem im Fernsehen ein Film über den Algerienkrieg gezeigt wird, in dem auch sein Sohn vorkommt. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Der Gedanke an das Glück und an das Ende" des französischen Schriftstellers Jean-Luc Seigle.
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Martin Caparrós: Die Ewigen

26.05.2014 . Der argentinische Autor Martín Caparrós erzählt in seinem neuen Roman "Die Ewigen" von Nito, der, als er herausfindet, wie sein Vater starb, sich an dem Schuldigen rächen will und ihm in einem Brief erläutert, wann und auf welche Weise er ums Leben kommen wird. Er erzählt vom Sterben so gut, dass ein Pastor sich dieses Talent bald zunutze macht. Lesen Sie hier einen Auszug.
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Robert Warshow: Die unmittelbare Erfahrung

12.05.2014 . Robert Warshow war einer der bedeutendsten Filmkritiker und Kulturtheoretiker der USA. In seinem Essay "Das Erbe der Dreißiger" denkt er über Massenkultur, persönliche Erfahrung und die Rolle der amerikanischen Intellektuellen nach. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Band "Die unmittelbare Erfahrung". Mehr lesen

Luiz Ruffato: Feindliche Welt

17.04.2014 . Der brasilianische Schriftsteller Luiz Ruffato schrieb einen fünfbändigen Romanzyklus mit dem Titel "Vorläufige Hölle". Schauplatz des zweiten Bandes mit dem Titel "Feindliche Welt" ist Zé Pintos Gasse, ein Armenviertel der Textilindustriestadt Cataguases im Landesinneren Brasiliens. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Leila Guerriero: Strange Fruit

14.04.2014 . Die argentinische Journalistin Leila Guerriero erzählt in "Strange fruit" von einer Gruppe junger Studenten, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Toten in den Massengräbern der Diktatur zu identifizieren - und mit ihren Methoden mittlerweile im Kongo wie im Kosovo gefragt ist. Lesen Sie hier den Auszug aus dem Reportagenband. Mehr lesen

Chimamanda Ngozi Adichie: Americanah

07.04.2014 . Die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie erzählt in "Americanah" die Liebesgeschicht von Ifemelu, die nach Amerika geht, und von Obinze, den es nach London verschlägt. In Lagos treffen sie sich nach Jahren wieder, jedoch hat Obinze nun Frau und Kind. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman "Americanah". Mehr lesen

Geert Buelens: Europas Dichter und der Erste Weltkrieg

31.03.2014 . Sommer 1914: Millionen Männer zogen singend an die Front, und die Dichter standen dabei in vorderster Linie. Englische war poets und deutsche Expressionisten, französische Dadaisten und russische Futuristen, flämische, ungarische und baltische Autoren kämpften mit  Waffe und Worten. Lesen Sie hier einen Auszug aus Geert Buelens' Untersuchung "Europas Dichter und der Erste Weltkrieg". Mehr lesen

Javier Cercas: Outlaws

24.03.2014 . Javier Cercas erzählt aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte von Ignacio, Zarco und der verführerischen Tere, einer Bande verlorener Jugendlicher, die zu Gangstern werden. Ignacio steigt aus, um sein Leben zu retten, und trifft Jahre später vor Gericht auf Zarco, als sein Strafverteidiger. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman "Outlaws". Mehr lesen

Zsófia Bán: Als nur die Tiere lebten

10.03.2014 . Die ungarische Autorin Zsófia Bán erzählt in 15 Geschichten von Emigration, Entwurzelung und den emotionalen Schocks, die ein Leben in ein Davor und Danach teilen. Lesen Sie hier zwei Geschichten aus dem Band "Als nur die Tiere lebten". Mehr lesen

Yahya Hassan: Gedichte

07.03.2014 . Yahya Hassan hat mit seinen stakkatohaften, den Islam und die dänischen Institutionen kritisierenden Gedichten die dänische Öffentlichkeit gründlich aufgewühlt. Auch in Deutschland wurde schon viel über ihn berichtet. Nun erscheinen seine Gedichte auf Deutsch - hier eine kleine Auswahl. Mehr lesen

Leonardo Padura: Ketzer

06.03.2014 . London 2007, Havanna 1939, Amsterdam 1648. Was gibt es gemeinsames zwischen diesen Stationen? Leonardo Padura erzählt vom Schicksal jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland, einem verschwundenen und wieder aufgetauchten Bild Rembrandts und dem Havanna heute. Sein Held Mario Conde bringt Licht ins Dunkel der Geheimnisse. Lesen Sie hier einen Auszug aus Leonardo Paduras Roman "Ketzer". Mehr lesen

Robert Kindler: Stalins Nomaden

03.03.2014 . Völkermord und Staatsterror kennzeichnen das 20. Jahrhundert. Unter Stalin durfte es keine Nomaden geben, sie waren nicht kontrollierbar. Sowjetisierung durch Hunger - so nennt Robert Kindler das Projekt der Bolschewiki, die multiethnische Bevölkerung in Kasachstan durch Sesshaftmachung, Kollektivierung und die Inszenierung von Chaos und Elend zu unterwerfen. Lesen Sie hier einen Auszug aus der Studie "Stalins Nomaden". Mehr lesen

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