Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Perlentaucher-Autoren

Imre Kertesz

Imre Kertesz, geboren 1929 in Budapest, wurde 1944 nach Auschwitz deportiert und 1945 in Buchenwald befreit. Sein autobiografischer "Roman eines Schicksallosen", den er Anfang der 70er Jahre abgeschlossen hatte, wurde zunächst von den Verlagen abgelehnt und nach seiner Veröffentlichung 1975 jahrelang ignoriert. Erst nachdem sich die politische Situation in Ungarn geändert hatte, brachte die Neuausgabe dem Autor die lange versagte Anerkennung und schließlich den Nobelpreis für Literatur 2002. Weitere Werke: "Fiasko" (1988), "Kaddisch für ein nicht geborenes Kind" (1989) und "Ich ein anderer" (1997).

Artikel von Imre Kertesz (NaN - von )

Imre Kertesz über den neuen europäischen Antisemitismus

16.08.2006 Ein Gespräch mit Imre Kertesz über seinen neuen autobiografischen Roman in Gesprächen "Dossier K.", die Freiheit des Irrenhauses und den europäischen Antisemitismus nach Auschwitz. mehr lesen

Bücher von Imre Kertesz

Imre Kertesz: Letzte Einkehr. Tagebücher 2001-2009

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Rowohlt Verlag, Reinbek 2013, ISBN 9783498035624, Gebunden, 464 Seiten, 24,95 EUR

Mit einem Prosafragment. Aus dem Ungarischen von Kristin Schwamm. Bei den hier vorgelegten späten Tagebüchern von Imre Kertész handelt es sich um ein unbearbeitetes, ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit gedachtes 'journal intime' von überraschender, oft verstörender Offenheit. Es umfaßt die Jahre seiner äußeren Emigration - die ... mehr lesen

Imre Kertesz: Briefe an Eva Haldimann.

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Rowohlt Verlag, Reinbek 2009, ISBN 9783498035457, Gebunden, 141 Seiten, 16,90 EUR

Aus dem Ungarischen von Kristin Schwamm. In einem Budapester Schwimmbad erfuhr Imre Kertesz 1977 zufällig, dass in der Neuen Zürcher Zeitung eine Rezension seines in Ungarn kaum beachteten Erstlings Roman eines Schicksallosen erschienen war. Die Verfasserin war Eva Haldimann, die, selbst ungarischer Abstammung, das Literaturgeschehen in ihrer ... mehr lesen

Peter Esterhazy/Imre Kertesz/Ingo Schulze: Eine, zwei, noch eine Geschichte/n.

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Berlin Verlag, Berlin 2008, ISBN 9783827007872, Gebunden, 95 Seiten, 12,00 EUR

Imre Kertesz schreibt eine Geschichte. Peter Esterhazy schreibt eine zweite. Ingo Schulze schreibt noch eine. Zum ersten Mal sind die drei Geschichten, die sich klug und bewegend aufeinander beziehen, in einem Band zu lesen.... mehr lesen

Imre Kertesz: Opfer und Henker.

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Transit Buchverlag, Berlin 2007, ISBN 9783887472207, Gebunden, 86 Seiten, 14,80 EUR

Aus dem Ungarischen von Christian Polzin, Ilma Rakusa; Agnes Relle und Kristin Schwamm. In "Weltbürger und Pilger" bietet Imre Kertesz eine moderne Interpretation der Geschichte aus dem Alten Testament; es geht um die Konkurrenz von Lebenskunst und Apathie, von melancholischer Eleganz und gewalttätigem Neid, eine Konkurrenz, die ... mehr lesen

Imre Kertesz: Dossier K.. Eine Ermittlung

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Rowohlt Verlag, Reinbek 2006, ISBN 9783498035303, Gebunden, 288 Seiten, 19,90 EUR

Mit 80 schwarz-weiß Abbildungen. Imre Kertesz gilt als einer der großen künstlerischen und denkerischen Deuter der Welt nach Auschwitz. Sein Werk wird meist autobiografisch gelesen, doch ist es zugleich notwendig komponiert nach den Gesetzen von Stil, Vorstellungskraft, Fiktion. Wie steht es mit seinem Leben in Verbindung? Unter ... mehr lesen

Imre Kertesz: Kaddisch für ein nichtgeborenes Kind. 3 CDs

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Patmos Verlag, Düsseldorf 2006, ISBN 9783491911949, CD, 22,95 EUR

Laufzeit 3 Stunden 20 Minuten. "Nein" antwortet B. auf die harmlose Frage eines Bekannten, ob er Kinder habe. Unerbittlich weigerte sich B. in seiner Ehe, ein Kind zu zeugen. In einem großen Monolog begründet er, warum er nach Auschwitz kein neues Leben in die Welt setzen wollte. Spricht das Kaddisch, das jüdische Totengebet, ... mehr lesen

Imre Kertesz: Detektivgeschichte.

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Rowohlt Verlag, Reinbek 2004, ISBN 9783498035259, Gebunden, 138 Seiten, 12,90 EUR

Aus dem Ungarischen von Angelika und Peter Mate. Ein Umsturz, irgendwo in Lateinamerika. Eine Diktatur wird errichtet. Dem Polizisten Antonio Martens bietet sich eine Chance zu unverhofftem Aufstieg: Er wird zum Corps berufen, wo er auf den ebenso charismatischen wie undurchsichtigen Vorgesetzten Diaz und seinen sadistischen Spießgesellen Rodriguez ... mehr lesen

Imre Kertesz: Der Spurensucher. 3 CDs

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Hörbuch Hamburg, Hamburg 2003, ISBN 9783899031270, CD, 22,90 EUR

Ungekürzte Lesung von Walter Kreye. Aus dem Ungarischen von György Buda. Nach Jahrzehnten ist es soweit. An einem heißen Sommertag macht sich der Mann in Begleitung seiner Frau auf, um Buchenwald, die Stätte seiner Erniedrigung und Leiden, zu besuchen. Er schlüpft dazu in die Rolle des überlegenen Fremden. Sie soll ihm ... mehr lesen

Imre Kertesz: Die exilierte Sprache. Essays und Reden

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Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 9783518414491, Gebunden, 257 Seiten, 19,90 EUR

Aus dem Ungarischen von György Buda, Geza Dereky, Krisztina Koenen und anderen. Mit einem Vorwort von Peter Nadasz. Bald nach der europäischen Wende, nachdem sein erzählerisches Werk endlich die erste Würdigung erfahren hatte, begann Kertesz, sich auch in der Form von Reden und Essays zur ethischen und kulturellen Bedeutung des Holocaust ... mehr lesen

Imre Kertesz: Ich - ein anderer. 3 Cds gelesen von Dieter Mann

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DHV - Der Hörverlag, München 2003, ISBN 9783899401189, CD, 23,90 EUR

Aus dem Ungarischen von Ilma Rakusa. Eine Chronik des Wandels nennt der ungarische Autor Imre Kertesz sein knappes, fast fragmentarisches Werk, in dem er den Veränderungen seines Lebens in den Jahren 1991 bis 1995 nachspürt. Es ist ein Buch der Befreiung und des Aufbruchs, ein Buchauch der Fragen und Zweifel. Als Kertesz nach der politischen ... mehr lesen

Imre Kertesz: Liquidation. Roman

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Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 9783518414934, Gebunden, 150 Seiten, 17,90 EUR

Aus dem Ungarischen übersetzt von Laszlo Kornitzer und Ingrid Krüger. Für den Verlagslektor Keserü wird zehn Jahre nach der Wende das "Liquidation" betitelte Theaterstück, das er aus dem Nachlass seines Freundes B. gerettet hat, zum Gegenstand obsessiver Erinnerungsarbeit. B., in Auschwitz geboren, hat sich 1990 überraschend ... mehr lesen

Imre Kertesz: Der Spurensucher. Erzählung

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Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 9783518223574, Gebunden, 130 Seiten, 11,80 EUR

Aus dem Ungarischen von György Buda. Nach Jahrzehnten ist es soweit. An einem heißen Sommertag macht sich der Mann in Begleitung seiner Frau auf, um Buchenwald, die Stätte seiner Erniedrigung und Leiden, zu besuchen. Er schlüpft dazu in die Rolle des überlegenen Fremden. Sie soll ihm erlauben, standzuhalten und abzurechnen, ... mehr lesen

Imre Kertesz: Die englische Flagge. Erzählung

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Rowohlt Verlag, Reinbek 2002, ISBN 9783498035181, Gebunden, 94 Seiten, 12,90 EUR

Vom ungarischen Aufstand 1956 erzählt Imre Kertesz und jener "Katastrophenzeit", als sich in Ungarn der Übergang "vom totalen Krieg zum totalen Frieden" vollzog; von einer "Ortsbegehung", zu der ein Fremder mit einem geheimnisvollen "Auftrag" nach vielen Jahren an den "Tatort" unsäglicher Verbrechen zurückkehrt, deren Opfer er einst ... mehr lesen

Imre Kertesz: Schritt für Schritt. Drehbuch zum 'Roman eines Schicksallosen'

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Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 9783518122921, Kartoniert, 184 Seiten, 9,00 EUR

Der "Roman eines Schicksallosen" ist das "wohl abgründigste aller großen Werke der Holocaust-Literatur" (NZZ). Lange Zeit hat der Autor es abgelehnt, zu der anstehenden Verfilmung des Romans selbst das Drehbuch zu schreiben - bis er die Aufgabe doch übernahm. Die Arbeit am Drehbuch gab Kertesz nun die Freiheit, sein Material auszudehnen ... mehr lesen

Imre Kertesz: Roman eines Schicksallosen. Gelesen von Imre Kertesz und Ulrich Matthes

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Hör Verlag, München 2000, ISBN 9783895848148, Kassette, 0 Seiten, 21,47 EUR

3 MCs mit ca. 270 Minuten Laufzeit. Imre Kertész selbst liest im Wechsel mit Ulrich Matthes eine persönliche auswahl aus seinem Jahrhundertroman. Kertész` "Roman eines Schicksallosen" gilt als eines der wichtigsten Zeugnisse des Holocausts. Gemeinsam mit dem Jugendlichen György wird der Hörer in die Welt der Vernichtungslager gestoßen, lebt und ... mehr lesen

Imre Kertesz: Fiasko. Roman

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Rowohlt Verlag, Berlin 1999, ISBN 9783871342127, Gebunden, 480 Seiten, 22,90 EUR

Aus dem Ungarischen von György Buda und Agnes Relle. Ein Mann um die Fünfzig, Überlebender von Auschwitz, muss mit dem Fiasko fertigwerden, dass sein Erstlingswerk, der "Roman eines Schicksallosen", vom Verlag abgelehnt wurde. In seinem winzigen Arbeitszimmer eingesperrt, erfindet er sich einen Helden, dem er die Bürde ... mehr lesen

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