Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Imre Kertesz

Imre Kertesz, geboren 1929 in Budapest, wurde 1944 nach Auschwitz deportiert und 1945 in Buchenwald befreit. Sein autobiografischer "Roman eines Schicksallosen", den er Anfang der 70er Jahre abgeschlossen hatte, wurde zunächst von den Verlagen abgelehnt und nach seiner Veröffentlichung 1975 jahrelang ignoriert. Erst nachdem sich die politische Situation in Ungarn geändert hatte, brachte die Neuausgabe dem Autor die lange versagte Anerkennung und schließlich sogar den Nobelpreis für Literatur 2002. Weitere Werke: "Fiasko" (1988), "Kaddisch für ein nicht geborenes Kind" (1989) und "Ich ein anderer" (1997).

Bücher von Imre Kertesz

Kertesz, Imre: Fiasko. Roman

Cover: Fiasko

Rowohlt Verlag, Berlin 1999, ISBN 3871342122, Gebunden, 480 Seiten, 22,90 EUR

Aus dem Ungarischen von György Buda und Agnes Relle. Ein Mann um die Fünfzig, Überlebender von Auschwitz, muss mit dem Fiasko fertigwerden, dass sein Erstlingswerk, der "Roman eines Schicksallosen", vom Verlag abgelehnt wurde. In seinem winzigen Arbeitszimmer eingesperrt, erfindet er sich einen Helden, dem er die Bürde ... mehr lesen
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Kertesz, Imre: Roman eines Schicksallosen. Gelesen von Imre Kertesz und Ulrich Matthes

Hör Verlag, München 2000, ISBN 389584814X, Kassette, 0 Seiten, 21,47 EUR

3 MCs mit ca. 270 Minuten Laufzeit. Imre Kertész selbst liest im Wechsel mit Ulrich Matthes eine persönliche auswahl aus seinem Jahrhundertroman. Kertész` "Roman eines Schicksallosen" gilt als eines der wichtigsten Zeugnisse des Holocausts. Gemeinsam mit dem Jugendlichen György wird der Hörer in die Welt der Vernichtungslager gestoßen, lebt und ... mehr lesen
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Kertesz, Imre: Der Spurensucher. Erzählung

Cover: Der Spurensucher

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3518223577, Gebunden, 130 Seiten, 11,80 EUR

Aus dem Ungarischen von György Buda. Nach Jahrzehnten ist es soweit. An einem heißen Sommertag macht sich der Mann in Begleitung seiner Frau auf, um Buchenwald, die Stätte seiner Erniedrigung und Leiden, zu besuchen. Er schlüpft dazu in die Rolle des überlegenen Fremden. Sie soll ihm erlauben, standzuhalten und abzurechnen, ... mehr lesen
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Kertesz, Imre: Die englische Flagge. Erzählung

Cover: Die englische Flagge

Rowohlt Verlag, Reinbek 2002, ISBN 3498035185, Gebunden, 94 Seiten, 12,90 EUR

Vom ungarischen Aufstand 1956 erzählt Imre Kertesz und jener "Katastrophenzeit", als sich in Ungarn der Übergang "vom totalen Krieg zum totalen Frieden" vollzog; von einer "Ortsbegehung", zu der ein Fremder mit einem geheimnisvollen "Auftrag" nach vielen Jahren an den "Tatort" unsäglicher Verbrechen zurückkehrt, deren Opfer er einst ... mehr lesen
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Kertesz, Imre: Die exilierte Sprache. Essays und Reden

Cover: Die exilierte Sprache

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3518414496, Gebunden, 257 Seiten, 19,90 EUR

Aus dem Ungarischen von György Buda, Geza Dereky, Krisztina Koenen und anderen. Mit einem Vorwort von Peter Nadasz. Bald nach der europäischen Wende, nachdem sein erzählerisches Werk endlich die erste Würdigung erfahren hatte, begann Kertesz, sich auch in der Form von Reden und Essays zur ethischen und kulturellen Bedeutung des Holocaust ... mehr lesen
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Kertesz, Imre: Schritt für Schritt. Drehbuch zum 'Roman eines Schicksallosen'

Cover: Schritt für Schritt

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3518122924, Kartoniert, 184 Seiten, 9,00 EUR

Der "Roman eines Schicksallosen" ist das "wohl abgründigste aller großen Werke der Holocaust-Literatur" (NZZ). Lange Zeit hat der Autor es abgelehnt, zu der anstehenden Verfilmung des Romans selbst das Drehbuch zu schreiben - bis er die Aufgabe doch übernahm. Die Arbeit am Drehbuch gab Kertesz nun die Freiheit, sein Material auszudehnen ... mehr lesen
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Kertesz, Imre: Ich - ein anderer. 3 Cds gelesen von Dieter Mann

Cover: Ich - ein anderer

DHV - Der Hörverlag, München 2003, ISBN 3899401182, CD, 23,90 EUR

Aus dem Ungarischen von Ilma Rakusa. Eine Chronik des Wandels nennt der ungarische Autor Imre Kertesz sein knappes, fast fragmentarisches Werk, in dem er den Veränderungen seines Lebens in den Jahren 1991 bis 1995 nachspürt. Es ist ein Buch der Befreiung und des Aufbruchs, ein Buchauch der Fragen und Zweifel. Als Kertesz nach der politischen ... mehr lesen
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Kertesz, Imre: Liquidation. Roman

Cover: Liquidation

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3518414933, Gebunden, 150 Seiten, 17,90 EUR

Aus dem Ungarischen übersetzt von Laszlo Kornitzer und Ingrid Krüger. Für den Verlagslektor Keserü wird zehn Jahre nach der Wende das "Liquidation" betitelte Theaterstück, das er aus dem Nachlass seines Freundes B. gerettet hat, zum Gegenstand obsessiver Erinnerungsarbeit. B., in Auschwitz geboren, hat sich 1990 überraschend ... mehr lesen
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Kertesz, Imre: Der Spurensucher. 3 CDs

Cover: Der Spurensucher

Hörbuch Hamburg, Hamburg 2003, ISBN 389903127X, CD, 22,90 EUR

Ungekürzte Lesung von Walter Kreye. Aus dem Ungarischen von György Buda. Nach Jahrzehnten ist es soweit. An einem heißen Sommertag macht sich der Mann in Begleitung seiner Frau auf, um Buchenwald, die Stätte seiner Erniedrigung und Leiden, zu besuchen. Er schlüpft dazu in die Rolle des überlegenen Fremden. Sie soll ihm ... mehr lesen
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Kertesz, Imre: Detektivgeschichte.

Cover: Detektivgeschichte

Rowohlt Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3498035258, Gebunden, 138 Seiten, 12,90 EUR

Aus dem Ungarischen von Angelika und Peter Mate. Ein Umsturz, irgendwo in Lateinamerika. Eine Diktatur wird errichtet. Dem Polizisten Antonio Martens bietet sich eine Chance zu unverhofftem Aufstieg: Er wird zum Corps berufen, wo er auf den ebenso charismatischen wie undurchsichtigen Vorgesetzten Diaz und seinen sadistischen Spießgesellen Rodriguez ... mehr lesen
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Kertesz, Imre: Kaddisch für ein nichtgeborenes Kind. 3 CDs

Cover: Kaddisch für ein nichtgeborenes Kind

Patmos Verlag, Düsseldorf 2006, ISBN 349191194X, CD, 22,95 EUR

Laufzeit 3 Stunden 20 Minuten. "Nein" antwortet B. auf die harmlose Frage eines Bekannten, ob er Kinder habe. Unerbittlich weigerte sich B. in seiner Ehe, ein Kind zu zeugen. In einem großen Monolog begründet er, warum er nach Auschwitz kein neues Leben in die Welt setzen wollte. Spricht das Kaddisch, das jüdische Totengebet, ... mehr lesen
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Kertesz, Imre: Dossier K.. Eine Ermittlung

Cover: Dossier K.

Rowohlt Verlag, Reinbek 2006, ISBN 3498035304, Gebunden, 288 Seiten, 19,90 EUR

Mit 80 schwarz-weiß Abbildungen. Imre Kertesz gilt als einer der großen künstlerischen und denkerischen Deuter der Welt nach Auschwitz. Sein Werk wird meist autobiografisch gelesen, doch ist es zugleich notwendig komponiert nach den Gesetzen von Stil, Vorstellungskraft, Fiktion. Wie steht es mit seinem Leben in Verbindung? Unter ... mehr lesen
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Kertesz, Imre: Opfer und Henker.

Cover: Opfer und Henker

Transit Buchverlag, Berlin 2007, ISBN 3887472209, Gebunden, 86 Seiten, 14,80 EUR

Aus dem Ungarischen von Christian Polzin, Ilma Rakusa; Agnes Relle und Kristin Schwamm. In "Weltbürger und Pilger" bietet Imre Kertesz eine moderne Interpretation der Geschichte aus dem Alten Testament; es geht um die Konkurrenz von Lebenskunst und Apathie, von melancholischer Eleganz und gewalttätigem Neid, eine Konkurrenz, die ... mehr lesen
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Esterhazy, Peter / Kertesz, Imre / Schulze, Ingo: Eine, zwei, noch eine Geschichte/n.

Cover: Eine, zwei, noch eine Geschichte/n

Berlin Verlag, Berlin 2008, ISBN 3827007879, Gebunden, 95 Seiten, 12,00 EUR

Imre Kertesz schreibt eine Geschichte. Peter Esterhazy schreibt eine zweite. Ingo Schulze schreibt noch eine. Zum ersten Mal sind die drei Geschichten, die sich klug und bewegend aufeinander beziehen, in einem Band zu lesen. ... mehr lesen
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Kertesz, Imre: Briefe an Eva Haldimann.

Cover: Briefe an Eva Haldimann

Rowohlt Verlag, Reinbek 2009, ISBN 3498035452, Gebunden, 141 Seiten, 16,90 EUR

Aus dem Ungarischen von Kristin Schwamm. In einem Budapester Schwimmbad erfuhr Imre Kertesz 1977 zufällig, dass in der Neuen Zürcher Zeitung eine Rezension seines in Ungarn kaum beachteten Erstlings Roman eines Schicksallosen erschienen war. Die Verfasserin war Eva Haldimann, die, selbst ungarischer Abstammung, das Literaturgeschehen in ihrer ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen