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Außer Atem: Das Berlinaleblog
Alle ontologischen Anker gelichtet: 'Closed Curtain' von Jafar Panahi und Kamboziya Partovi (Wettbewerb)
Von Lukas Foerster, 12.02.2013, 16:15

Der Richterspruch hat nach wie vor Bestand, allen Protesten zum Trotz: zu sechs Jahren Haft (bislang wohl vollzogen als Hausarrest) wurde der iranischer Regisseur Jafar Panahi im Jahr 2010 verurteilt, außerdem wurden ihm zwanzig Jahre Berufsverbot erteilt. Das hielt ihn nicht davon ab, 2010 einen gemeinsam mit Mojtaba Mirtahmasb inszenierten Film in den Wettbewerb von Cannes zu schmuggeln, der einen schlagenden, mit Blick auf das Urteil folgerichtigen Titel trägt; Filme drehen darf Jafar Panahi nicht mehr, also: "This Is Not a Film". Zwei Jahre später setzt sich Panahis Geisterexistenz auf internationalen Filmfestivals fort, mit einer weiteren kollaborativ entstandenen Regiearbeit: "Closed Curtain" heißt der Film, Kambuzia Partovi der Co-Regisseur.
Beide Filme gehen vom Eingesperrtsein aus. In "This Is not a Film" imaginierte Panahi in seiner Wohnung ein nicht vollendetes Filmprojekt, verwandelte sein Zuhause in ein Filmset, dessen Unzulänglichkeit ihm ... mehr lesen
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closed curtain, iran, jafar panahi, kambozia partovi, parde, wettbewerb 2013
Das Biest will raus: Die Pressekonferenz zu Panahis Wettbewerbsbeitrag
Von Thekla Dannenberg, 12.02.2013, 16:05


Trotz offizieller Anfrage der Bundesregierung hat der iranische Regisseur Jafar Panahi zur Premiere seines Films natürlich nicht anreisen dürfen. Aber sein Ko-Regisseur und Hauptdarsteller Kamboziya Partovi und seine Schauspieler-Kollegin Maryam Moghadan waren da, und sie konnten auf der Pressekonferenz zumindest einige Fragen beantworten, auch wenn die Veranstaltung immer ein wenig Gefahr lief, von den exiliranischen Journalisten gekapert zu werden, die ihr eigenes Süppchen mit dem Regime in Teheran kochen. Und wenn auch seltsamerweise nicht geklärt wurde, wie es Panahi zur Zeit geht, so wurde doch festgestellt, dass der Hund wohlauf ist, diese im Film wunderbar lebendige Allegorie auf die künstlerische Schaffenskraft, von den Behörden für unrein gehalten und trotzdem nicht totzukriegen: Das kleine Biest will raus, nein, es muss raus. Der Hunde lebt jedenfalls bei Partovi und erst einmal besteht keine ... mehr lesen
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Enges Drehbuchkorsett: Asghar Farhadis 'Nader And Simin, A Separation'
Von Lukas Foerster, 15.02.2011, 14:30

Für nicht wenige Beobachter war der iranische Beitrag "Nader And Simin, A Separation" bereits vor dem Festival der große Favorit für den goldenen Bären, hauptsächlich aufgrund der Causa Jafar Panahi, die sich die Berlinale etwas verspätet zueigen gemacht hat. Nachdem der neue Film Asghar Farhadis, eines in- und außerhalb seiner Filme politisch zurückhaltenden Kollegen Jafar Panahis, nun der Presse vorgeführt wurde, gibt es wenig Grund, diese Einschätzung zu revidieren. Besonders viel Schwung bringt "Nader And Simin" freilich dennoch nicht in den Wettbewerb.
Die Titelfiguren Nader und Simin gehören der urbanen oberen Mittelschicht an und stehen kurz vor der Trennung. Sie möchte ins Ausland, er nicht, die jugendliche, bebrillte Tochter Termeh (sehr überzeugend gespielt von Sarina Farhadi, der Tochter des Regisseurs) steht dazwischen. Noch während über die Einzelheiten der Trennung diskutiert wird, tritt eine zweite, sozial deutlich niedriger gestellte Familie ... mehr lesen
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