Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
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Bücher von Götz Aly
Aly, Götz: Unser Kampf. 1968

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3100004213, Gebunden, 256 Seiten, 19,90 EUR
Götz Aly war einer der in Berlin aktiv mitkämpfenden sogenannten 68er. Er tritt also in der Rolle als Zeitzeuge auf und als Historiker. Daher darf man erwarten, dass er einen Rückblick der besonderen Art liefert. Seine Thesen lautet: Die 68er waren ihren Vätern näher, als ihnen heute lieb ist. Aly sieht in der 68er-Bewegung ... mehr lesen
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Aly, Götz / Sontheimer, Michael: Fromms. Wie der jüdische Kondomfabrikant Julius F. unter die deutschen Räuber fiel

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3100004221, Gebunden, 256 Seiten, 21,90 EUR
Die Geschichte der Firma "Fromms Act" und ihres Gründers Julius Fromm ist ein eindrucksvolles Stück politischer Sittenkunde der Deutschen im 20. Jahrhundert. Götz Aly und Michael Sontheimer erzählen, wie der Sohn armer jüdischer Wirtschaftsmigranten aus Russland 1923 in Berlin mit der Massenproduktion von Kondomen ... mehr lesen
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Aly, Götz: Volkes Stimme. Skepsis und Führervertrauen im Nationalsozialismus

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3596168813, Kartoniert, 224 Seiten, 12,95 EUR
Über die positive bzw. negative Stimmung der Deutschen während des Zweiten Weltkrieges ist bislang nur spekuliert worden. Da für die fragliche Zeit keine demoskopischen Untersuchungen vorliegen, wird in dem Buch anhand konkreter Indikatoren historische Demoskopie betrieben mit dem Ziel, das Politbarometer für die Jahre 1939 bis 1945 ... mehr lesen
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Aly, Götz: Hitlers Volksstaat. Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3100004205, Gebunden, 464 Seiten, 22,90 EUR
Götz Aly betrachtet aus einem Blickwinkel, der sie als Gefälligkeitsdiktatur zeigt. Hitler, die Gauleiter, Minister und Staatssekretäre agierten als klassische Stimmungspolitiker. Sie fragten sich täglich, wie sie die Zufriedenheit der deutschen Mehrheitsbevölkerung sichern konnten. Auf der Basis von Geben und Nehmen ... mehr lesen
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Aly, Götz: Im Tunnel. Das kurze Leben der Marion Samuel 1931 - 1943

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3596163641, Taschenbuch, 150 Seiten, 7,90 EUR
Marion Samuel starb im Alter von elf Jahren in Auschwitz. Die "Stiftung Erinnerung" benannte nach ihr einen Preis, um dieses junge Mädchen stellvertretend für die vielen Tausend im Holocaust untergegangenen Kinder vor dem Vergessen zu bewahren. Im vergangenen Jahr wurde dieser Preis dem Historiker Götz Aly für seine wissenschaftliche ... mehr lesen
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Aly, Götz: Rasse und Klasse. Nachforschungen zum deutschen Wesen

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3100004191, Gebunden, 254 Seiten, 18,90 EUR
Götz Aly eröffnet in seinen Essays ungewohnte Perspektiven auf das 20. Jahrhundert: So zum Beispiel wurde die 40jährige Menschenrechtspolitik des kaiserlichen Deutschland zum Schutz der rumänischen Juden völlig vergessen, weil sie nicht in das gängige Bild passte. So wurde der Begriff "Sozialismus" im Namen der NSDAP als ... mehr lesen
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Aly, Götz / Gerlach, Christian: Das letzte Kapitel. Der Mord an den ungarischen Juden

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart 2002, ISBN 342105505X, Gebunden, 481 Seiten, 35,00 EUR
Zum Mord an den ungarischen Juden 1944 führten deutsche Verfolgungserfahrung, der Vernichtungswille der ungarischen Rechten und kühle politische Erwägungen. Dieses Buch schildert und erklärt auch das ungeheure Tempo dieser Vernichtungsaktion. Bis zur Besetzung Ungarns durch die Deutschen am 19. März 1944 konnten die 800.000 ... mehr lesen
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Aly, Götz / Roth, Karl Heinz: Die restlose Erfassung. Volkszählen, Identifizieren, Aussondern im Nationalsozialismus

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3596147670, Kartoniert, 175 Seiten, 9,66 EUR
Die NS-Vernichtungspolitik wäre ohne administrative Erfassungs- und Sortiertechniken nicht möglich gewesen. Aly und Roth konfrontieren den Leser mit der paradoxen Erkenntnis, dass der Rückfall in die Barbarei mit den Methoden einer modernen Bürokratie vorbereitet wurde. ... mehr lesen
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Archiv: Bücherschauen
Vexierspielkünstler
20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen
Archiv: Bücherbrief
Engel der Nutzlosigkeit
05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen
Archiv: Kolumnen
Emotional labiler Federfetisch
19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen
Kein Schlaf, nur Albträume
02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen
Papa war doch einfach der Beste
09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen



