Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 25.05.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

John Wilmot Earl of Rochester

John Wilmot, der zweite Graf von Rochester, wurde 1647 in Ditchley, Oxfordshire geboren. Mit 12 Jahren studierte er in Oxford und begann einen wie es heißt "liederlichen Lebenswandel". Nach der Grand Tour durch Italien und Frankreich wurde er der gefeierte Liebling des Hofs von Charles II. Rochester heiratete die Erbin Elizabeth Malet, hatte aber viele Mätressen. Samuel Johnson beschrieb sein Leben als "Ablauf fröhlicher Trunkenheit und krasser Sinnlichkeit, gelegentlich unterbrochen von Studien, die womöglich noch krimineller waren, mit einer erklärten Verachtung für Anstand und Ordnung, einer völligen Missachtung jeglicher Moral und einer entschiedenen Ablehnung aller religiösen Vorstellungen. Sein Leben war wertlos und nutzlos. Er zerstörte seine Jugend und Gesundheit durch zügellose Wollust."
Rochester kämpfte mit großem Mut in der Seeschlacht von Vagen gegen die Holländer. Berühmt wurde er jedoch wegen seiner scharfen Zunge und seiner Gedichte. Wegen eines obszönen Spottgedichts auf Charles II. wurde er vom Hof verbannt. Er ließ sich als "Doctor Bendo" nieder und gab vor, ein Mediziner mit Erfahrung in der Behandlung von Geschlechtskrankheiten zu sein. Die Legende sagt, er sei tatsächlich "nicht ohne Erfolg" gewesen. Als er 1680, im Alter von 33 Jahren im Sterben lag, soll er dem Atheismus abgeschworen haben.

Bücher von John Wilmot Earl of Rochester

Rochester, John Wilmot Earl of: Der beschädigte Wüstling. Satiren, Lieder und Briefe

Cover: Der beschädigte Wüstling

MännerschwarmSkript Verlag, Hamburg 2005, ISBN 3935596707, Gebunden, 192 Seiten, 18,00 EUR

Aus dem Englischen übersetzt, herausgegeben und eingeleitet von Christine Wunnicke. Der Earl of Rochester (1647-1677) war einer jener Menschen, die sehnsuchtsvolle Phantasien von längst vergangenen Zeiten in uns wecken. Er war gerade 13 Jahre alt, als England 1660 den puritanischen Alptraum beendete und mit Charles II. zur Monarchie zurückkehrte. ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Ungesetzliche Liaison

25.05.2012: Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen