Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 25.05.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Attila Jozsef

Attila Jozsef wurde 1905 als Sohn eines Seifensieders und einer Waschfrau in Budapest geboren. Sein Vater verließ die Familie, als Attila Jozsef drei Jahre alt war, seine Mutter starb 1919. Im Alter von neunzehn Jahren trat Jozsef in die heute nach ihm benannte Universität von Szeged ein, aus der er 1925 aufgrund eines revolutionären Gedichts (Tiszta szivel - Mit einem reinen Herzen) exmatrikuliert wurde, studierte dann kurz in Österreich und ebenso kurz in Paris an der Sorbonne. 1931 trat er in die illegale Kommunistische Partei Ungarns ein, aus der er zwei Jahre später unter dem Vorwand, er habe faschistische Ansichten, ausgeschlossen wurde. Attila Jozsef, der sein Leben lang an der Verkennung durch seine Zeitgenossen und an Depressionen litt, warf sich im Winter 1937, im Alter von 32 Jahren, in Balatonszarzo vor einen Zug. Heute ist der bedeutendste ungarische Literaturpreis nach ihm benannt.

Bücher von Attila Jozsef

Jozsef, Attila: Ein wilder Apfelbaum will ich werden. Szeretnem, ha vadalmafa lennek. Gedichte 1916-1937. Deutsch - ungarisch

Cover: Ein wilder Apfelbaum will ich werden. Szeretnem, ha vadalmafa lennek

Ammann Verlag, Zürich 2005, ISBN 3250104884, Gebunden, 503 Seiten, 29,90 EUR

Aus dem Ungarischen übersetzt, ausgewählt und herausgegeben von Daniel Muth. Mit einem Vorwort von Ferenc Fejtö und einem Nachwort von György Dalos. Attila Jozsef ist einer der bedeutendsten Dichter der europäischen Moderne, zusammen mit Mandelstam, Pessoa, Machado, Kavafis, Rilke, Eliot u.a. Er ist die Dichterpersönlichkeit, ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Ungesetzliche Liaison

25.05.2012: Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen