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Thomas Hürlimann: Mein Copyright
Von Anja Seeliger, 01.04.2009, 14:45
Aktualisiert am Mittwoch-Nachmittag:
Die FAZ teilt uns mit, dass sie die Sache nicht weiter verfolgt und auf eine Rechnung verzichtet. Was für ein 1. April!
____
Gerade hat Thomas Hürlimann angerufen und uns versichert, dass wir seinen Artikel gern zitieren dürfen. Die FAZ hatte uns dafür 590 Euro in Rechnung gestellt. Er habe keinen Verwertungsvertrag unterschrieben. In einer Mail bestätigte er das dann noch mal.
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Nachtrag 2. April: Gerade erhalte ich eine Mail von Thomas Hürlimann, der uns mitteilt, dass er 2004 doch einen Vertrag unterschrieben hat, worin er die Rechte seiner für die FAZ geschriebenen Texte an diese abgetreten hat. Wir hatten seine Mail im Wortlaut zitiert und löschen sie jetzt auf seinen Wunsch.
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Und Monika Maron schrieb uns vorsorglich: "Hiermit gestatte ich dem Perlentaucher, aus Artikeln und Büchern von mir jederzeit ausführlich zu zitieren. Die Rechteabtretungsklausel der FAZ habe ich nicht unterschrieben.
Mit herzlichen Grüßen
Monika"
Der Perlentaucher bedankt sich sehr herzlich!
9 Kommentare, kommentieren
Stichwörter:
FAZ, Monika Maron, Thomas Hürlimann
Anja Seeliger (Red. Perlentaucher)
02.04.2009 um 12:18:11 Uhr
@ Christoph Schneider
Der TagesAnzeiger zitiert nicht, er hat den ganzen Text abgedruckt und dafür die Nachdruckrechte direkt bei Thomas Hürlimann erworben.
Christoph Schneider
02.04.2009 um 11:52:20 Uhr
Ich würde zu gerne wissen, ob der Tages-Anzeiger, der sowohl aus dem Essay zitiert als auch den ganzen Text verlinkt, von der FAZ ebenfalls eine Rechnung erhalten (und diese auch bezahlt) hat.
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/ Herr-Steinbrueck-Sie-haben-Mundgeruch/story/20585357
Weiss jemand mehr?
Anja Seeliger (Red. Perlentaucher)
02.04.2009 um 09:03:32 Uhr
Erst mal danke an alle für die Glückwünsche!
Zwei Dinge möchte ich noch sagen:
1. Es war kein Aprilscherz.
2. Ich glaube nicht, dass das ein Einzelfall ist. Ich weiß zumindest von einem Kollegen, der eine Presseschau macht, - ähnlich wie der Perlentaucher, aber über Wirtschaft - dass ihm die FAZ eine saftige Rechnung präsentiert hat. Ich weiß auch von einem Künstler, der ebenfalls eine Rechnung bekommen hat, weil er Auszüge aus Kritiken zu seinem Werk auf seine Webseite gestellt hat.
Tyrone Slothrop
01.04.2009 um 21:27:27 Uhr
@edelgart
meines erachtens sollten zitate wie in der perlentaucher-rundschau ganz grundsätzlich durchs zitatrecht gedeckt sein. allenfalls die länge des zitats steht hier wohl zur disposition. aber selbst 1000 zeichen eines 16.000 zeichen umfassenden artikels sollten dadurch doch wohl ohne weiteres noch abgesichert sein. gerade auch für blogger wäre hier klarheit wünschenswert.
Edelgard Mank
01.04.2009 um 21:19:49 Uhr
War dies ein Einzelfall? Was bedeutet dies für die zukünftige Handhabung von Autorentexten? Muß nun der Perlentaucher von jedem Autor und jeder Autorin, bei dem/r abgetretene Rechte unklar sind, eine persönliche Erklärung bzw. Zustimmung einholen? Das kann es doch nicht sein, oder?
nasrin amirsedghi
01.04.2009 um 18:28:57 Uhr
AUCH VON MIR HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!! UND MEIN BESONDERER DANK GILT INSBESONDERE Thomas Hürlimann...
NASRIN AMIRSEDGHI
Tyrone Slothrop
01.04.2009 um 17:51:42 Uhr
Zitat: "Aktualisiert am Mittwoch-Nachmittag:
Die FAZ teilt uns mit, dass sie die Sache nicht weiter verfolgt und auf eine Rechnung verzichtet. Was für ein 1. April!"
Nach Absenden des Kommentars erst gesehen. Dann eben noch Glückwunsch zu diesem Erfolg. (oder war's tatsächlich nur ein Aprilscherz aus Frankfurt?)
Tyrone Slothrop
01.04.2009 um 17:49:44 Uhr
glückwunsch zu diesem support.
angesichts solchen gebarens seitens der faz fällt es sicher nicht nur mir sehr schwer, darin keine kampagnenstrategie zu sehen. offenbar soll auf diesem wege jener erfolg nachgeholt werden, der über den von der faz angestrengten juristischen weg bislang - und mit gutem grund - ausblieb.
ich drück die daumen.
Avantart
01.04.2009 um 17:02:53 Uhr
Ich freue mich, daß Sie diese Unterstützung erfahren, die Autoren behalten einen klaren Kopf, bei der FAZ schießt da wohl wieder jemand desparat über das Ziel hinaus.
Weiterhin gute Stimmung wünsche ich,
C. Müller-Gödecke
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