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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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Robert Neumann: Die Kinder von Wien

Olga Martynova: Mörikes Schlüsselbein

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Kasuistische Fingerübung: Pia Marais' 'Layla Fourie' (Wettbewerb)
Von Elena Meilicke, 12.02.2013, 09:01

Südafrika, eine nächtliche Landstraße: Layla, alleinerziehende Mutter eines kleinen Sohnes, fährt seit Stunden Auto, es ist stockfinster, der Scheinwerfer rast über den Asphalt. Da steht plötzlich ein Auto quer auf der Fahrbahn, der kleine Sohn macht im Schlaf ein Geräusch, Layla ist eine Zehntelsekunde abgelenkt – und hat einen Mann angefahren, einen weißen, älteren, der kurz darauf stirbt.
Aus diesem Unfall mit (nicht einmal lupenreiner) Fahrerflucht konstruiert der Film von Pia Marais im folgenden geradezu genüßlich die nicht enden wollenden moralischen Prüfungen seiner Hauptfigur. "Layla Fourie", das ist wieder mal ein Film aus dem Genre "Mutterbestrafungsphantasie": Mater dolorosa in Südafrika. Wie eine Marienbildnis bewegt sich Darstellerin Rayna Campell auch durch den Film: ganz still und passiv schaut sie mit schmerzvollen Augen auf das, was sie angerichtet hat. Gelegenheiten, das Ausmaß ihrer Tat zu bedenken, hat sie viele. ... mehr lesen
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apartheid, deutschland, layla fourie, pia marais, südafrika, wettbewerb 2013
Aristokraten in Limpopo: Ntshavheni Wa Lurulis 'Elelwani' (Forum)
Von Thekla Dannenberg, 10.02.2013, 08:45

Es gibt viele bittere Wendungen, die das neue Südafrika genommen hat. Eine besteht darin, dass die Wiederbelebung der traditionellen afrikanischen Kulturen, die so lange Zeit verboten, verhöhnt oder ausgebeutet wurden, zu einer neuen Entrechtung der Frauen geführt hat. Nadine Gordimer beschreibt in ihrem Roman "Keine Zeit wie diese" sehr beeindruckend Frauen, die nach dem Tod ihres Mannes mittel- und obdachlos dastehen, da ihnen nach traditionellem Zulu-Recht kein Anteil am Erbe zusteht; es geht voll und ganz an den Bruder des Verstorbenen über. Auch der Regisseur Ntshavheni wa Luruli erzählt in seinem Film "Elelwani" von der Zerrissenheit südafrikanischer Frauen, die sich im Namen der neuen Vielfalt in die alte Unfreiheit begeben (müssen). Der erste überhaupt in der Sprache der Venda, in Tshivenda, gedrehte Film basiert auf ... mehr lesen
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elelwani, forum 2013, ntshavheni wa luruli, südafrika, titus maumela, venda
Absolute Seh-Souveränität: Harry Patramanis' 'Fynbos' (Forum)
Von Elena Meilicke, 08.02.2013, 14:55

Thom Anderson denkt in seinem Videoessay "Los Angeles Plays Itself" (2003) (Youtube) unter anderem darüber nach, warum modernistische Architektur im Hollywoodkino so schlecht wegkommt: es wohnen immer die Bösen in den Richard-Neutra- und Frank-Lloyd-Wright-Häusern.
Ein solches Haus – weiß, gerade, spektakulär, mit Flachdach und Fassaden aus Glas – spielt auch die Hauptrolle in "Fynbos". Südafrika, westlich von Kapstadt: eingenestelt in einem Tal vor atemberaubender Bergkulisse liegt die Villa Fynbos, umgeben von üppiger Vegetation. Ein Paradies auf Erden, das zum Verkauf steht. Aber auch ein Fremdkörper in der archaischen Landschaft, ein Raumschiff, eine fast dämonische Präsenz. Mitten im Bau ist das Geld ausgegangen, ein Teil des Hauses ist unfertig geblieben, wird versteckt unter großen Plastikplanen, die nachts im Wind flattern.
Richard muss das Haus unbedingt loswerden, sonst droht ihm der Ruin, verzweifelt versucht er, ... mehr lesen
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architektur, forum 2013, fynbos, harry patramanis, südafrika
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