Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Wolfgang Welsch

Wolfgang Welsch wurde 1944 in Berlin geboren. Nach dem Abitur besucht er die Schauspielschule, schreibt systemkritische Gedichte und liest sie öffentlich. Nach einer gescheiterten Flucht aus der DDR wird er von 1964-1971 in Bautzen und Brandenburg inhaftiert. 1971 wird er durch die Bundesregierung freigekauft. Ein 1972 begonnenes Studium der Soziologie, Philosophie, Politik als Doktorand an der Justus-Liebig-Universität Giessen schließt Welsch 1977 mit einer Promotion über das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) ab. Zur gleichen Zeit beginnt er mit dem Aufbau einer Fluchthelferorganisation, mit der er bis 1987 über zweihundert Akademiker aus der DDR schleusen kann. Das MfS beschließt die "Liquidation dieses Staatsfeindes". Mehrere Mordanschläge werden auf ihn im In- und Ausland verübt. Die Jahre verbringt er wegen fortgesetzter Morddrohungen in Costa Rica/Mittelamerika. Wolfgang Welsch lebt heute als freier Autor und Publizist in Sinsheim/Baden.

Bücher von Wolfgang Welsch

Welsch, Wolfgang: Ich war Staatsfeind Nr. 1. Als Fluchthelfer auf der Todesliste der Stasi

Cover: Ich war Staatsfeind Nr. 1

Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3821816767, Gebunden, 445 Seiten, 25,46 EUR

Nach einem Fluchtversuch in den Westen wurde Wolfgang Welsch zu zehn Jahren Haft verurteilt und unter der Regierung Brandt 1971 frei gekauft. Sieben Jahre Gefängnis Bautzen, Misshandlungen bis zur Scheinhinrichtung lagen hinter ihm. Sein Hass auf dieses System machte aus dem jungen Lyriker einen der erfolgreichsten Fluchthelfer: Mehr als 200 Ostdeutsche ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen