Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 25.05.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Wolf Biermann

Wolf Biermann, geboren am 15. November 1936 in Hamburg, ist der Sohn eines kommunistischen Werftarbeiters, der 1943 im KZ Auschwitz ermordet wurde. 1953 übersiedelte Biermann nach Berlin (Ost) und studierte Politische Ökonomie. Nach einer von Hanns Eisler geförderten Tätigkeit als Regieassistent beim "Berliner Ensemble" (1957-59) absolvierte er ein Philosophiestudium (1963). 1961 prägte Biermann - in Analogie zu Brechts Selbstbezeichnung als "Stückeschreiber" - für sich den Begriff "Liedermacher". In seinen seit 1960 entstandenen Texten reflektiert er den Widerspruch zwischen kommunistischer Theorie und sozialistischer Praxis. Sein Ausschluß aus der SED (1963) war die Folge. Nach einer erfolgreichen Tournee durch die Bundesrepublik Deutschland (1965) erhielt er Auftrittsverbot. Nach einem weiteren offiziell genehmigten Tournee-Konzert in Köln (1976) wurde Biermann wegen "Staatsfeindlichkeit" ausgebürgert - ein Schritt, der zu scharfen kulturpolitischen Auseinandersetzungen in der DDR führte. Biermann wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Georg-Büchner-Preis (1991).

Bücher von Wolf Biermann

Biermann, Wolf: Paradies uff Erden. Ein Berliner Bilderbogen

Cover: Paradies uff Erden

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 1999, ISBN 3462028316, gebunden, 160 Seiten, 17,38 EUR

Ein Berlin-Buch der besonderen Art - das Portrait einer Stadt in neuen Liedern und Gedichten von Wolf Biermann. ... mehr lesen
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Biermann, Wolf / Dylan, Bob: Eleven Outlined Epitaphs / Elf Entwürfe für meinen Grabspruch. Englisch / Deutsch

Cover: Eleven Outlined Epitaphs / Elf Entwürfe für meinen Grabspruch

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2003, ISBN 3462033069, Gebunden, 156 Seiten, 16,90 EUR

Als junger Mann, bevor er der große Sänger und Musiker wurde, den wir heute kennen, schrieb Bob Dylan 1963 ein langes Gedicht mit dem Titel "Eleven Outlined Epitaphs". Kaum ein Dylan-Liebhaber kennt es, es wurde halb vergessen und bald ganz überflutet von den immer besser und immer populärer werdenden Songs des Sängers, der ... mehr lesen
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Biermann, Wolf: Großer Gesang des Jizchak Katzenelson vom ausgerotteten Jüdischen Volk. 2 CDs

Cover: Großer Gesang des Jizchak Katzenelson vom ausgerotteten Jüdischen Volk

Zweitausendeins Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3934011225, CD, 14,90 EUR

Vor zehn Jahren lieferte ich meine Nachdichtung dieses Poems über die Shoa und trug es zum ersten Mal auf einer Bühne vor, das war 1994 im Hamburger Schauspielhaus. Es sind Gesänge, die nicht gesungen werden. Das Buch mit dem Poem über das Warschauer Ghetto und den Aufstand hat sich seitdem so verbreitet, dass der hebräische ... mehr lesen
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Biermann, Wolf: Das ist die feinste Liebeskunst. 40 Shakespeare-Sonette

Cover: Das ist die feinste Liebeskunst

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2004, ISBN 346203443X, Gebunden, 159 Seiten, 16,90 EUR

Frei und treu zugleich arbeitete Wolf Biermann, wie Luther sagen würde, als "Dolmetzsch". Authentisch und dennoch autark transportierte Biermann 40 besonders starke Sonette des vielleicht genialsten Dichters der Menschheit in die Sprache unserer Zeit. Die 40 Übersetzungen werden jeweils neben dem Original präsentiert, ergänzt ... mehr lesen
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Biermann, Wolf: Das ist die feinste Liebeskunst. 12 Shakespeare-Sonette. Ein Liederzyklus. CD

Cover: Das ist die feinste Liebeskunst

Zweitausendeins Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3934011233, CD, 13,99 EUR

Wolf Biermann übersetzt und singt Shakespeare. Die neue CD. Nur bei uns. Wolf Biermann schreibt über seine Shakespeare-Übersetzung: "William Shakespeare, das Theatergenie der Menschheit, schrieb nebenbei auch streng geformte Liebesgedichte: 154 Sonette. Ich brachte vierzig dieser Gedichte in mein Deutsch. Aus zwölf dieser ... mehr lesen
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Biermann, Wolf: Heimat. Neue Gedichte

Cover: Heimat

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2006, ISBN 3455400361, Gebunden, 272 Seiten, 17,95 EUR

Am alten Baum sind frische Früchte gewachsen, die nun gepflückt wurden und abgepackt... Etliche dieser Texte sind weit weg von Deutschland gewachsen, im Languedoc, im Roussillon, dem Land der Troubadoure. Neue politische Gedichte schrieb ich über die gottlose Gläubigkeit eines Atheisten, hoffnungsgebrochene Verse über Israel, ... mehr lesen
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Biermann, Wolf: Berlin, du deutsche Frau. Gedichte

Cover: Berlin, du deutsche Frau

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2008, ISBN 3455401252, Gebunden, 119 Seiten, 17,95 EUR

Eine Auswahl der schönsten Berlin-Gedichte von Wolf Biermann. "Berlin ist meine erste Liebe seit 1955. Und die Stadt wurde meine alte Liebe, weil ich mich immer wieder neu in sie verliebt habe. Ach! solch eine kapriziöse Dauergeliebte muss der Poet bei mancher Gelegenheit neu besingen, verdichten und im Streit auch zerdichten. Sie will ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Ungesetzliche Liaison

25.05.2012: Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen