Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Walther Rathenau

Walther Rathenau, geboren 1867 in Berlin, war ein deutscher Industrieller, Politiker (Deutsche Demokratische Partei) und kurzzeitig Außenminister der Weimarer Republik. Als Sohn von Emil Rathenau, dem Gründer der AEG, und promovierter Physiker übernahm Walther Rathenau 1892 die Leitung der Elektrochemischen Werke Bitterfeld. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges war Rathenau 1914 am Aufbau der deutschen Kriegsrohstoffversorgung im Kriegsministerium beteiligt. Nach dem Krieg nahm er als Sachverständiger für wirtschaftspolitische Fragen 1919 für Deutschland an den Verhandlungen zum Versailler Vertrag teil, ebenfalls 1920 an der Konferenz von Spa und 1921 an den Konferenzen von London. Von der politischen Rechten wurde er deswegen als "Erfüllungspolitiker" verunglimpft. Walther Rathenau war einer der Mitgründer der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei. 1920 wurde er Mitglied der Sozialisierungskommission und nahm an der Konferenz in Spa teil. Am 1. Februar 1922 wurde Rathenau zum Reichsaußenminister ernannt. Als deutscher Vertreter schloss er den Vertrag von Rapallo ab, zur gegenseitigen Anerkennung und Zusammenarbeit und zum Verzicht auf Reparationen. Walther Rathenau wurde am 24. Juni 1922 in Berlin von den Offizieren Ernst Werner Techow (Fahrer), Erwin Kern und Hermann Fischer aus einem fahrenden Auto heraus mit einer Maschinenpistole und einer Handgranate ermordet.

Bücher von Walther Rathenau

Rathenau, Walther: Die Geschichte der Wahrheit. Essays von vergangenen und kommenden Dingen

Cover: Die Geschichte der Wahrheit

Klöpfer und Meyer Verlag, Tübingen 2001, ISBN 3421057052,                          , 174 Seiten, 17,38 EUR

Herausgegeben und eingeleitet von Gert Ueding. Walther Rathenaus (1867-1922) berühmte Essays von "kommenden Dingen" handeln vom Menschen und davon, wie er zu einem guten, erfüllten Leben kommt. Und was es denn also auf sich hat mit Moral und Religion, mit Wahrheit und Erkenntnis, mit Philosophie und Politik. Es sind dies alles "Visionen" über das ... mehr lesen
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Rathenau, Walther: Die schönste Stadt der Welt.

Cover: Die schönste Stadt der Welt

Philo Verlag, Berlin 2002, ISBN 3825702243, Gebunden, 91 Seiten, 15,80 EUR

In einem Essay von 1899 erklärt Rathenau seine Liebe zu Berlin, wie der Titel "Die schönste Stadt der Welt" zeigt. Der Essay zeigt eine im Entstehen begriffene Metropole, die den Elan der Gründerjahre nicht immer in großen Konzepten ästhetisch umzusetzen wußte. Humorvoll und bissig kommentiert Rathenau die Veränderungen. ... mehr lesen
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Rathenau, Walther: Walther Rathenau: Gesamtausgabe. Band V: Briefe. Teilband 1: 1871-1913. Teilband 2: 1914-1922

Cover: Walther Rathenau: Gesamtausgabe

Droste Verlag, Düsseldorf 2006, ISBN 3770016203, Gebunden, 2829 Seiten, 182,00 EUR

Herausgegeben von Alexander Jaser, Clemens Picht und Ernst Schulin. Walther Rathenau zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten der Geschichte der deutschen Demokratie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als kulturell und politisch interessierter, schriftstellerisch tätiger Geschäftsmann hatte er ein starkes Bedürfnis, ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen