Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Robert Walser

Robert Walser wurde 1878 in Biel geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine Banklehre und arbeitete als Commis in verschiedenen Banken und Versicherungen in Zürich. Seine ersten Gedichte, die 1898 erschienen, ließen ihn rasch zu einem Geheimtip werden und verschafften ihm den Zugang zu literarischen Kreisen. Nach Erscheinen seines ersten Buches folgte er 1905 seinem Bruder Karl nach Berlin, der dort als Maler und Bühnenbildner den Durchbruch erzielt hatte. In rascher Folge publizierte Walser nun seine drei Romane. Infolge einer psychischen Krise geriet Walser Anfang 1929 gegen seinen Willen in die Psychiatrie, deren Rahmen er nie mehr verlassen konnte. 1933 von der Berner Klinik Waldau nach Herisau verlegt, gab er das Schreiben vollständig auf und lebte dort noch 24 Jahre als vergessener anonymer Patient. Robert Walser starb 1956 auf einem Spaziergang im Schnee.

Bücher von Robert Walser

Walser, Robert: Aus dem Bleistiftgebiet. Band 5 und 6: Mikrogramme 1925-33

Cover: Aus dem Bleistiftgebiet

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3518408518, Gebunden, 744 Seiten, 65,45 EUR

Herausgegeben von Bernhard Echte und Werner Morlang. Nach 16 Jahren mühevoller Dechiffrierarbeit wird die Edition aus dem Bleistiftgebiet mit Band 5 und 6 fortgesetzt. Es ist damit gelungen, alle unbekannten Texte, die das Konvolut der insgesamt 526 Blätter enthält, publikationsfähig zu machen ? ein Ergebnis, das ursprünglich völlig ausgeschlossen ... mehr lesen
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Walser, Robert: Dichteten diese Dichter richtig?. Eine poetische Literaturgeschichte

Cover: Dichteten diese Dichter richtig?

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3458344896, Taschenbuch, 382 Seiten, 12,00 EUR

Herausgegeben von Bernhard Echte. "Ich darf vielleicht versichern, dass ich beim Lesen verhältnismäßig originell bin", bekennt Walser zu Beginn seines Prosastücks "Lektüre". Bernhard Echte hat in diesem Band erstmals Walsers Betrachtungen zu Schriftstellern und ihren Werken zusammengestellt. Das Spektrum dieser Texte könnte breiter nicht sein: ... mehr lesen
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Walser, Robert: Gwundrig. 1 CD. Gesprochen von Anne Bennent

Cover: Gwundrig

Hörsturz Booksound, Wien 2002, ISBN 3221701721, CD, 18,90 EUR

62 Minuten Laufzeit. Sprecherin: Anne Bennent. Musik: Otto Lechner. ... mehr lesen
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Walser, Robert: Feuer. Unbekannte Prosa und Gedichte

Cover: Feuer

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3518413562, Gebunden, 141 Seiten, 16,90 EUR

Aufgrund der Intensivierung der Forschung über Robert Walser sind unbekannte Gedichte und bisher nicht eruierte Feuilletons entdeckt worden. Die über zwanzig Prosatexte zeigen, wie er in seinen Zeitungsfeuilletons den Raum "unter dem Strich" nutzte. Er wendet sich in ihnen der Gegenwart zu und distanziert sich zugleich von ihr. ... mehr lesen
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Walser, Robert: Europas schneeige Pelzboa. Texte zur Schweiz

Cover: Europas schneeige Pelzboa

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3518414542, Gebunden, 350 Seiten, 23,00 EUR

Herausgegeben von Bernhard Echte. Dass Robert Walser zu den unpolitischen Autoren zähle, gilt selbst Liebhabern seines Werks für ausgemacht. Ebenso zählt zu den gängigen Ansichten über die Schweiz, daß sie unpolitisch, weil neutral sei. In beiden Fällen handelt es sich um Vorurteile, die in Frage zu stellen sich lohnt. ... mehr lesen
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Bhend, Käthi / Walser, Robert: Einer, der nichts merkte. (Ab 6 Jahre)

Cover: Einer, der nichts merkte

Atlantis Verlag, Zürich 2003, ISBN 3715204672, Gebunden, 36 Seiten, 18,00 EUR

Herr Binggeli ist ein seltsamer Kauz. Alles ist ihm schnuppe, er vergißt alles, selbst als er seinen Kopf verliert, merkt er nicht, was passiert ist. "Glaubst du das?", fragt Robert Walser am Schluss seiner Geschichte vieldeutig. ... mehr lesen
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Walser, Robert: Geschwister Tanner - Kritische Edition des Erstdrucks. Kritische Robert Walser-Ausgabe (KWA), Abteilung I, Band 2

Cover: Geschwister Tanner - Kritische Edition des Erstdrucks

Stroemfeld Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3866000243, Gebunden, 340 Seiten, 38,00 EUR

Herausgegeben von Wolfram Groddeck(Leitung), Barbara von Reibnitz und Matthias Sprünglin. Die Kritische Robert Walser-Ausgabe (KWA) dokumentiert mit den beiden ersten Bänden, dem kritisch edierten und philologisch kommentierten Erstdruck und der Faksimile-Edition des bisher unpublizierten Manuskripts von "Geschwister Tanner" Robert ... mehr lesen
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Walser, Robert: Geschwister Tanner - Kritische Manuskriptedition. Kritische Robert Walser-Ausgabe (KWA), Abteilung IV, Band 1

Cover: Geschwister Tanner - Kritische Manuskriptedition

Stroemfeld Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3866000227, Gebunden, 412 Seiten, 86,00 EUR

Großformat, mit circa 290 Handschriften-Faksimiles und CD-Rom. Herausgegeben von Wolfram Groddeck, Barbara von Reibnitz und Matthias Sprünglin. Die Kritische Robert Walser-Ausgabe (KWA) dokumentiert mit den beiden ersten Bänden, dem kritisch edierten und philologisch kommentierten Erstdruck und der Faksimile-Edition des bisher unpublizierten ... mehr lesen
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Walser, Robert: Die Ruine. 1 CD

Cover: Die Ruine

Christoph Merian Verlag, Basel 2011, ISBN 385616457X, CD, 12,90 EUR

1 CD, 35 Minuten. Gelesen von Hans-Dieter Jendreyko. In den letzten Schaffensjahren Robert Walsers entstanden, stellt die "Die Ruine" eine kühne Komposition verschiedener Erzählstränge dar. Bindeglied und Allegorie des gesamten Textes ist jene Ruine, wo sich die Erzählungen schließlich treffen. Auf dem Weg dahin streift ... mehr lesen
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Walser, Robert: Im Bureau. Kleine Prosa. 1 CD

Cover: Im Bureau

Diogenes Verlag, Zürich 2011, ISBN 3257803141, CD, 17,90 EUR

1 CD, 76 Minuten. Gelesen von Stefan Suske. Obgleich im Leben eine sehr bekannte Erscheinung, ist der Commis doch noch niemals zum Gegenstand einer schriftlichen Erörterung gemacht worden. Er ist vielleicht zu alltäglich, zu unschuldig, zu wenig blass und verdorben, zu wenig interessant, der junge schüchterne Mann mit der Schreibfeder ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen