Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 10.25 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Johann Georg August Wirth

Johann Georg August Wirth, 1798 in Hof geboren, war ein politischer Schriftsteller des Vormärz. Er studierte Jura Erlangen und war dort Mitglied im Corps Franconia. Nach dem Scheitern seiner Karriere als Jurist zog er 1831 nach München, wo er als Redakteur der regierungstreuen Zeitschrift "Das Inland" arbeitete. Wegen seiner kritischen Texte musste der Verleger Cotta ihr Erscheinen einstellen, und Wirth gründete seinen eigene Zeitschrift, die "Deutsche Tribüne", deren kritische Texte immer wieder die politische Zensur auf den Plan riefen. Schon 1832 wurde seine Zeitschrift vom Bundestag verboten, im Mai desselben Jahres organisierte Wirth das Hambacher Fest mit. Er wurde zusammen mit Philipp Jakob Siebenpfeiffer verhaftet und in einem Hochverratsprozess jedoch freigesprochen. Kurz darauf wurden Wirth und Siebenpfeiffer allerdings wegen Behördenbeleidigung zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Während Siebenpfeiffer in die Schweiz entkam, musste Wirth seine Haft in Kaiserslautern absitzen. Nach seiner Freilassung wurde er unter Polizeiaufsicht gestellt, floh aber 1836 nach Frankreich und von dort in die thurgauische Schweiz. 1840 gab er die in Konstanz erscheinende "Deutsche Volkshalle" heraus und verfasste eine "Geschichte der Deutschen". 1847 zog er nach Karlsruhe. Als Abgeordneter des Fürstentums Schleiz-Lobenstein wurde Johann Georg August Wirth in die deutsche Nationalversammlung gewählt, starb jedoch am 26. Juli 1848, kurz nach ihrer Eröffnung in der Frankfurter Paulskirche.

Bücher von Johann Georg August Wirth

Wirth, Johann Georg August (Hrsg.): Deutsche Tribüne (1831 - 1832).

Cover: Deutsche Tribüne (1831 - 1832)

K. G. Saur Verlag, München 2007, ISBN 3598115431, Gebunden, 1561 Seiten, 126,00 EUR

Neu herausgegeben von Christof Müller-Wirth und Wolfram Siemann. Die von Johann Georg August Wirth herausgegebene "Deutsche Tribüne" ist eine der wichtigsten liberaldemokratischen Zeitungen des deutschen und europäischen Vormärz. Das 1831 gegründete Blatt wurde 1832 vom Deutschen Bund verboten. Sie eröffnet Zugänge ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Ungesetzliche Liaison

25.05.2012: Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen