Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 24.05.2012, 14.09 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Hildegard Knef

Hildegard Knef, 1925 in Ulm geboren, startete ihre Karriere als Trickfilmzeichnerin bei der Ufa. 1946 übernahm sie ihre erste wichtige Rolle in dem Film "Die Mörder sind unter uns", in dem sie eine ehemalige KZ-Inhaftierte spielte, die ihren Freund, einen Kriegsheimkehrer daran hindert, ihren Peiniger zu töten. Für großes Auf- und Hinsehen sorgte sie 1951 mit ihrem sekundenlangen Nackt-Auftritt als Prostituierte in "Die Sünderin". Nach niederschmetternden Kritiken, Verdikten der Kirche und gewaltsamen Protesten musste der Film abgesetzt werden. Doch dies machte die Knef international nur umso bekannter. In der Folge spielte sie in zahlreichen Hollywood-Produktionen wie "Schnee am Kilimandjaro". Auch als Chansonsängerin hatte sie dank ihrer unverwechselbar rauchig-verruchten Stimme große Erfolge zu verzeichnen. Für Schlagzeilen sorgte auch immer wieder ihr Privatleben. Nach einer Krebsdiagnose Anfang der 70er Jahre musste sie 1973 eine Brustoperation überstehen. Zwei Jahre später spielte sie jedoch schon wieder in der Romanverfilmung "Jeder stirbt für sich allein" von Hans Fallada mit. Nach ihrer Rückkehr aus Los Angeles im Jahr 1989 lebte Hildegard Knef - abgesehen von einigen wenigen öffentlichten Auftritten - zurückgezogen in Berlin, wo sie im Jahr 2002 im Alter von 76 Jahren starb.

Bücher von Hildegard Knef

Knef, Hildegard: Das Urteil. 2 CDs gelesen von der Autorin

Cover: Das Urteil

Roof Music, Bochum 2003, ISBN 3936186375, CD, 22,90 EUR

Nach der 55. OP die Diagnose Brustkrebs: Das Urteil. Eine beeindruckende Geschichte, die eine starke, kämpferische, zynische Knef zeigt und die Abgründe ihre Leiden nur erahnen lässt. "Alles, was ich bei diesem Buch überwinden musste, war meine Eitelkeit. Kein hoher Preis, wenn man bedenkt, dass manche Autoren ihre Freiheit und ihr ... mehr lesen
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Knef, Hildegard: Romy Schneider. Betrachtung eines Lebens

Cover: Romy Schneider

Moewig Verlag, Hamburg 2007, ISBN 3868031006, Kartoniert, 176 Seiten, 14,90 EUR

Mit einem Vorwort von Curt Riess. Als Romy Schneider am 29. Mai 1982 in Paris verstarb, wurde Hildegard Knef, die Seelenverwandte, von einer deutschen Illustrierten gebeten, eine Serie über das Leben und Schaffen von Romy Schneider zu schreiben. Hildegard Knef, das Multitalent, selber Filmikone, gelang mit dieser Biografie eine einfühlsame ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Faktenhuber

24.05.2012: Aichinger hören, empfiehlt die Zeit. Bei Felicitas Hoppe hält sie sich die Ohren zu: Das klappert. Die SZ stellt eine Alkibiades-Biografie vor. Die NZZ sucht mit Adorno den Konvergenzpunkt von Philosophie und Soziologie. Gründliche Ermittlung bescheinigt die FR dem Reporterteam Koldehoff/Timm im Kunstfälscherprozess Beltracchi. Die FAZ zieht höchste finanzpolitische Autorität heran, um Thilo Sarrazin Unfug vorzuwerfen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen