Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 25.05.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Gellu Naum

Gellu Naum, 1915 in Bukarest geboren, studierte dort und an der Sorbonne in Paris Philosophie. Durch seinen Freund Victor Brauner kam er in Kontakt mit der Gruppe der Surrealisten um Andre Breton. Zurück in Rumänien, bildete er zusammen mit Gherasim Luca, Dolfi Trost und Virgil Teodorescu eine eigene Gruppe von rumänischen Surrealisten, deren Aktivitäten Breton zur Äußerung bewog, das Zentrum der Welt sei nach Bukarest gezogen. Nach dem Verbot der Gruppe 1948 folgten für Naum lange Jahre des Schweigens, in denen ihm verboten war zu veröffentlichen. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Übersetzer. Nachdem 1968 das Publikationsverbot aufgehoben und "Athanor" erschienen war, setzte langsam seine Anerkennung als einmaliger poetischer Geist ein, die ihm auch internationale Aufmerksamkeit einbrachte. 1999 erhielt er gemeinsam mit seinem Übersetzer Oskar Pastior den Preis für Europäische Poesie der Stadt Münster. Gellu Naum starb 2001 in Bukarest.

Bücher von Gellu Naum

Naum, Gellu: Pohesie. Sämtliche Gedichte

Urs Engeler Editor, Basel 2006, ISBN 3938767103, Gebunden, 856 Seiten, 44,00 EUR

Aus dem Rumänischen von Oskar Pastior und Ernest Wichner. Als Oskar Pastior 1968 Rumänien verließ, um in Deutschland zu bleiben, hatte er unter dem Wenigen, das er mit sich führte, einen Gedichtband von Gellu Naum: «Athanor», einen geistigen Ofen zur Erzeugung des Steins der Poesie. Seither hat Pastior Naum übersetzt, im ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Ungesetzliche Liaison

25.05.2012: Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen