Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 25.05.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Eduard von Keyserling

Eduard Graf von Keyserling, geboren 1855 auf Schloss Paddern bei Hasenpoth (Aizpute) in Kurland, wuchs als zehntes von zwölf Geschwistern in der patriarchalischen Adelsgesellschaft der elterlichen Güter auf. Das 1874 begonnene Studium (Jura, Philosophie und Kunstgeschichte) in Dorpat musste er 1877 wegen einer Inkorrektheit abbrechen und war damit in seiner Gesellschaft geächtet. In Wien setzte er das Studium fort und lernte dort Ludwig Anzengruber kennen. Bis 1895 verwaltete der gesellschaftlich isolierte Keyserling die mütterlichen Güter Paddern und Telsen. Nach dem Tod der Mutter und der Übergabe der Güter an die Majoratsherren zog er mit zwei Schwestern nach München. Durch eine Syphilisinfektion erkrankte er 1897 an einem Rückenmarksleiden und erblindete mit 45 Jahren. Keyserling starb 1918 in München.

Bücher von Eduard von Keyserling

Keyserling, Eduard von: Schwüle Tage. Erzählungen

Cover: Schwüle Tage

Manesse Verlag, Zürich 2005, ISBN 3717520628, Gebunden, 444 Seiten, 22,90 EUR

Mit einem Nachwort von Martin Mosebach. Ein Leben wie der Duft überreifer Früchte: süßlich und schwer, nah an der Schwelle zum Verderben; ein solches Leben haben Keyserlings Helden gemein. Subtil-ironisch entwirft er in den vier Erzählungen dieses Bandes, "Schwüle Tage", "Bunte Herzen", "Nicky" ... mehr lesen
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Keyserling, Eduard von: Im stillen Winkel. Erzählungen

Cover: Im stillen Winkel

Manesse Verlag, Zürich 2006, ISBN 3717520989, Gebunden, 250 Seiten, 17,90 EUR

Erneut sind es subtile Seelendramen, die Keyserling vor der Kulisse einer intensiv empfundenen Natur stimmungsvoll und mit sicherem Blick für die Psychologie seiner Figuren in Szene setzt: In"Seine Liebeserfahrung", der ersten Erzählung, umspielt er den eitlen Narzißmus eines angehenden Schriftstellers mit ironischer Heiterkeit. ... mehr lesen
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Keyserling, Eduard von: Feiertagsgeschichten. Erzählungen und Betrachtungen

Cover: Feiertagsgeschichten

Steidl Verlag, Göttingen 2008, ISBN 3865216668, Gebunden, 173 Seiten, 14,00 EUR

Sie tragen herrliche Namen: Gräfin Alexandrine, Helmar von Alderkaß, Baronin Sidonie. Und wir lesen von ihrem Herzenskummer - er wirkt seltsam unstofflich und zugleich betörend. Nach einer Weile gestatten sie Blicke hinter ihre vornehmen Fassaden, und wir schauen tief in ihre Seelen hinein: Keyserlings Helden wollen das ganz große ... mehr lesen
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Keyserling, Eduard von: Wellen. Roman

Cover: Wellen

Manesse Verlag, Zürich 2011, ISBN 3717522663, Gebunden, 254 Seiten, 19,95 EUR

Mit Nachwort von Florian Illies. Knisternde Sommerkleider, Meeresschaum und glitzernder Sand - ein entlegener Badeort an der Ostsee und seine malerischen Dünen sind Schauplatz von Keyserlings berühmtestem Roman. In flirrender Hitze entspinnt sich ein Beziehungsgeflecht von hoher atmosphärischer Dichte und subtiler Dramatik. Generalin ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Ungesetzliche Liaison

25.05.2012: Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen. Mehr lesen

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Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen