Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Annemarie Schimmel

Annemarie Schimmel, geboren 1922 in Erfurt, galt als die bedeutendste deutsche Islamwissenschaftlerin des 20. Jahrhunderts. Als Professorin lehrte sie unter anderem in Ankara, an der Harvard-Universität in Cambridge, Massachusetts, USA und an der Universität Bonn. Sie wurde 1995 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Die Verleihung war in der Öffentlichkeit umstritten, da Schimmel in einem Fernsehinterview Verständnis für die vom iranischen Ayatollah Khomeyni verhängte Morddrohung gegen den Schriftsteller Salman Rushdie geäußert hatte. Annemarie Schimmel starb 2003 in Bonn.

Bücher von Annemarie Schimmel

Attar, / Schimmel, Annemarie: Vogelgespräche und andere klassische Texte. Vorgestellt von Annemarie Schimmel

Cover: Vogelgespräche und andere klassische Texte

C. H. Beck Verlag, München 1999, ISBN 340644881X, Gebunden, 357 Seiten, 24,90 EUR

Wer war Faridaddin Attar, dem 114 Werke, entsprechend der Zahl der Koransuren, zugeschrieben werden? Wer war dieser Dichter, dessen Werke zur klassischen Literatur des Sufismus zählen, der die persische mystische Literatur so nachhaltig beeinflußte? Über sein Leben geben die bisher erschlossenen Quellen wenig preis: Er soll in Nischapur ... mehr lesen
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Schimmel, Annemarie: Sufismus. Eine Einführung in die islamische Mystik

Cover: Sufismus

C. H. Beck Verlag, München 2000, ISBN 3406460283, Paperback, 125 Seiten, 7,90 EUR

Die wandernden und tanzenden Derwische sind die augenfälligsten Vertreter des Sufismus, der sich im 8. Jahrhundert aus islamischen Wurzeln entwickelte und bis heute in zum Teil international organisierten Orden und Bruderschaften fortlebt. Annemarie Schimmel führt in die zentralen Begriffe der islamischen Mystik ein und schreitet die Stationen ... mehr lesen
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Schimmel, Annemarie: Im Reich der Großmoguln. Geschichte, Kunst, Kultur

Cover: Im Reich der Großmoguln

C. H. Beck Verlag, München 2000, ISBN 3406464866, Gebunden, 459 Seiten, 34,90 EUR

Annemarie Schimmel schildert in dieser Kulturgeschichte den Aufstieg, das Herrschaftssystem, die Macht- und Prunkentfaltung, schließlich den langsamen Zerfall des Mogulreiches, das 1857 im britischen Kolonialreich aufging. Nach einem historischen Überblick geht sie auf das Leben am Hofe, auf Ränge und Stellungen im streng hierarchisch ... mehr lesen
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Schimmel, Annemarie: Morgenland und Abendland. Mein west-östliches Leben

Cover: Morgenland und Abendland

C. H. Beck Verlag, München 2002, ISBN 3406495648, Gebunden, 320 Seiten, 24,90 EUR

Für die renommierte Orientalistin Annemarie Schimmel waren der Orient und seine Sprachen, der Islam und seine Mystik niemals nur nüchterne Forschungsobjekte. Wie alles Orientalische seit ihrer Kindheit Teil ihres Lebens und sie selbst zur herausragenden Vermittlerin zwischen Orient und Okzident wurde, schildert sie in ihrer Autobiografie. ... mehr lesen
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Schimmel, Annemarie: Ein Buch namens Freude. Gedichte von Frauen aus der islamischen Welt

Cover: Ein Buch namens Freude

C. H. Beck Verlag, München 2004, ISBN 3406522416, Gebunden, 140 Seiten, 19,90 EUR

Herausgegeben von Gudrun Schubert. Ausgewählt, übersetzt und mit einer Einleitung von Annemarie Schimmel. Dieser Band, an dem Annemarie Schimmel bis kurz vor ihrem Tod gearbeitet hat, versammelt rund 100 Gedichte, die sie aus dem Arabischen, Türkischen, Persischen, Usbekischen, Urdu und Sindhi übersetzt hat. Das Spektrum reicht ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen