Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 25.05.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Alexis de Tocqueville

Alexis de Tocqueville, geboren 1805 im französischen Verneuil-sur-Seine, gestorben 1859 in Cannes, war Publizist und Politiker. Er studierte Rhetorik und Philosophie auf der höheren Schule und dem College in Metz. 1826 wurde er Unteruschungsrichter in Versailles. 1831 beauftragte ihn die Regierung, das Rechtssystem und den Strafvollzug in den Vereinigten Staaten von Amerika zu studieren. Tocqueville bereiste die USA mit seinem Freund Gustave de Beaumont. Für ihre Arbeit "Du systeme penitentiaire aux Etats-Unis" erhielten die beiden einen Preis der Academie française. Aus der Amerikareise und den dort gemachten Erfahrungen resultiert das berühmte Hauptwerk "Über die Demokratie in Amerika" (2 Bände, Paris 1835/1840). Zwischen 1839 und 1848 gehörte Alexis de Tocqueville als Deputierter zur gemäßigten Opposition. Nach der Februarrevolution bekämpfte er den Sozialismus und stimmte mit der monarchischen Rechten. Als Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung übernahm er 1849 das Auswärtige Amt. Als einer der letzten Verteidiger des Parlamentarismus opponierte er scharf gegen die Politik des Präsidenten der Republik. Beim Staatsstreich am 2. Dezember 1851 wurde er verhaftet. Er durfte sich nach einiger Zeit ins Privatleben zurückziehen (nach Wikipedia).

Bücher von Alexis de Tocqueville

Tocqueville, Alexis de: Kleine politische Schriften.

Cover: Kleine politische Schriften

Akademie Verlag, Berlin 2006, ISBN 3050041757, Gebunden, 240 Seiten, 49,80 EUR

Herausgegeben von Harald Bluhm. Bislang ist von Alexis de Tocqueville, dem sozialwissenschaftlichen Klassiker, nur ein Teil seiner großen und kleineren Schriften auf Deutsch zugänglich. Vollständig veröffentlicht werden der konzeptionell fundamentale Vortrag "Über die Politischen Wissenschaften" sowie die wegweisende ... mehr lesen
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Tocqueville, Alexis de: Alexis de Tocqueville: Erinnerungen.

Cover: Alexis de Tocqueville: Erinnerungen

Karolinger Verlag, Wien - Leipzig 2010, ISBN 3854181396, Gebunden, 325 Seiten, 28,00 EUR

Aus dem Französischen von Dirk Forster. Alexis Comte de Tocqueville (1805-1859), Konservativer, Liberaler, Demokrat und Demokratie-Skeptiker, bedeutender Historiker, Gründervater der politischen Soziologie und großer Schriftsteller. Neben der "Demokratie in Amerika" und dem "Ancien Regime und die Revolution" zählen ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Ungesetzliche Liaison

25.05.2012: Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen