Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Von Lesern empfohlene Bücher

Robert Neumann: Die Kinder von Wien

Olga Martynova: Mörikes Schlüsselbein

Im Kino
Erotik des Sehens
Von Lukas Foerster, Elena Meilicke
12.09.2012. Philip Scheffners Dokumentarfilm "Revison" über den Tod zweier Roma geht von einer dürren Zeitungsnachricht aus und entwickelt eine unheimliche Wucht. Andrés Baiz' Spiegel-Horrorfilm "Das verborgene Gesicht" enthält eine doppelte Metapher aufs Kino.

"Revision" beginnt mit einem Kriminalfall, einer dürren Zeitungsnachricht: im Sommer 1992 werden zwei Roma auf einem Gerstenfeld in Mecklenburg-Vorpommern, nahe der deutsch-polnischen Grenze, erschossen. Angeblich haben zwei Freizeit-Jäger die illegalen Einwanderer im Morgengrauen mit Wildschweinen "verwechselt", das ganze soll ein "Jagdunfall" zu sein. Es gibt einen Prozess, Vertagungen, Gutachten, Berufung und schließlich einen Freispruch, weil man die Munition aus den Leichen nicht einwandfrei einem der beiden möglichen Schützen zuweisen kann.
Wo die Justiz scheitert und zu keinem Ergebnis kommt, versucht der Filmemacher Philip Scheffner eine Revision im Medium des Films. Revision ist ein juristischer Begriff, in dem das Sehen steckt: das Wieder-sehen, das Noch-einmal-sehen, die Rückschau. So strengt "Revision" ein alternatives Verfahren an: eine Neuverhandlung, in deren Zentrum jene "Inaugenscheinnahme" steht, die das Gericht unterlassen hatte, eine Neuverhandlung, in der es ums Hören und Sehen geht, eine Neuverhandlung, in der einem letztlich Hören und Sehen vergehen.
Ortsbegehungen, in Mecklenburg und Rumänien. Der Tatort in statischen, wiederkehrenden Einstellungen, das Feld, grell-grün und ansonsten unauffällig, spurenlos. Heute stehen hier Windräder und produzieren saubere Energie, unaufhörlich fahren die Rotorenblättern durchs Bild, stumm kriechen ihre Schatten übers Feld. Weil der Ort nichts verrät, befragt Scheffner alle jene Menschen noch einmal, die in Deutschland von Amts wegen mit dem Fall befasst waren: Feuerwehrmänner und Polizisten, Rechtsanwalt und Staatsanwalt, ein Pastor, ein Pathologe, ein Journalist. Und er spricht mit den Familien der beiden Toten, um ihnen einen Namen, ein Gesicht und eine Geschichte zu geben: Grigore Velcu und Eudache Calderar.
Die Gespräche, die Scheffner führt, sind ganz erstaunliche Hybridwesen: einerseits betreiben sie Mimikry an die Verfahrensförmigkeit des Rechts, andererseits stellen sie die Virtualität und Fiktionalität jeder nachträglichen Rekonstruktion aus. So beginnt jedes Interview mit einer Aussage darüber, wie der Interviewte die Geschichte von Grigore Velcu und Eudache Calderar beginnen würde, an welchen Punkt für ihn die Geschichte anfängt: "Es war einmal eine glückliche Familie...", beginnt einer, ein anderer erzählt vom Polizeinotruf. "Revision" praktiziert ein multiperspektivisches, vielstimmiges Erzählen, das in der Schwebe hält, konjunktivisch und relativ ist. Auf der anderen Seite folgen die Interviews einem stets gleichen Prozedere, einem regelrechten Protokoll. Mit einem ingeniösen Trick macht Scheffner die Aussagen rechtsförmig und erhebt seine Gesprächspartner in den Status von Zeugen: er spielt ihnen die eigene Aussage auf Tonband vor, filmt sie beim Zuhören und lässt sie anschließend die Aussage bestätigen, etwa so, wie man ein Vernehmungsprotokoll abzeichnen würde.
Die sorgfältige Konstruktion der Interviews und das eigens entwickelte Verfahren des "gefilmten Zuhörens" (ein Begriff von Scheffner selbst) machen deutlich, dass "Revision" ein ganz und gar durchdachter und durchkonzeptionierter Film ist, ein Film, der seine Informationen nur allmählich preisgibt und langsam seine These entfaltet - für die virtuose Dramaturgie zeichnet Merle Kröger verantwortlich. Das Erstaunliche ist, dass dieses gemessene und kontrollierte, auch nüchterne und spröde Erzählen (ein Eindruck, der viel mit Scheffners Off-Kommentar zu tun hat) einen zwingenden Sog, eine unheimliche Wucht entwickelt. Dieser Wucht auf die Spur zu kommen, ist gar nicht so leicht, denn in den Bildern steckt sie nicht: die sind oft leer und nichtssagend, immer wieder das grüne Feld und typische Ansichten eines deutschen Dorfes, glatter Wohlstand mit wohlverputzten Fassaden, brave Amtsvertreter in tristen Behördenstuben.
Nein, die Wucht ist ein Effekt einzig und allein der filmischen Montage, sie ist Effekt der Art und Weise, wie "Revision" Disparates, räumlich und zeitlich Getrenntes zusammenführt. Die Montage macht es unmöglich, den Tod von Velcu und Calderar als bedauerlichen Einzelfall und isoliertes Ereignis abzutun, sondern politisiert ihn, stellt ihn in Zusammenhang mit europäischer Abschottungs- und Grenzsicherungspolitik, mit deutschem Fremdenhass und Anti-Ziganismus: im August 1992 das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen, 1993 folgt die Einschränkung des Rechts auf Asyl. Wenn der Film bei Scheffner zum Mittel einer Revision und Neuverhandlung wird, die neben das Juridische tritt und über es hinausgeht, dann auch und vor allem deshalb, weil er eine besondere Kunst der Ereignisverknüpfung ist.
Elena Meilicke
---
Die zentrale Szene des Films, nach einem knappen Drittel der Laufzeit: Eine Umarmung im Badezimmer, Fabiana (Martina García) wirft ihre Arme um ihren Freund Adrián (Quim Gutiérrez), einen erfolgreichen spanischen Dirigenten, der nach Kolumbien gekommen ist, um ein Sinfonieorchester in Bogota zu leiten. Ihr unsicheres Lächeln kann man zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschlüsseln, anschließend richtet sie ihre Augen starr zur Seite: Fabiana blickt in einen Spiegel, die Kamera folgt ihrem Blick, stürzt sich in ihre Reflektion und findet an deren Stelle ein anderes, das "verborgene Gesicht".
Wer Angst vor Spoilern hat, hört am besten sofort auf zu lesen.
Denn über "Das verborgene Gesicht" lässt sich kaum sinnvoll schreiben, wenn man dem Film nicht auf die andere Seite des Spiegels folgt. Hin zu einer zweiten Frau, Belén (Clara Lago), die man vorher nur einmal kurz gesehen hat, medial vermittelt über eine Videoaufzeichnung: Belén ist Adriáns Ex, die er aus Spanien nach Südamerika mitgebracht hatte; und ganz am Anfang des Films hatte sie mit ihm per Videobotschaft Schluss gemacht. Eine Neue - Fabiana, eine Kolumbianerin, die nichts dagegen hätte, mit ihrem neuen Freund nach Europa zu ziehen - ist schnell gefunden und hilft dem Stardirigenten bald über den Verlust hinweg, dass Belén nach ihrem Auszug aus dem gemeinsamen Haus spurlos verschwunden ist, sorgt höchstens für kleine Irritationen.
Die kruden Drehbuchmanöver, die Belén auf die andere Seite des Spiegels verfrachten, sind nicht der Rede wert - interessant ist höchstens, dass ein deutscher Exilant mit zwielichtiger Vergangenheit eine Rolle spielt. Die Situation, die sich daraus ergibt und die der Film nacheinander aus zwei Perspektiven aufbereitet, ist umso griffiger: Während Adrián und Fabiana ihre Beziehung beginnen, werden sie von Belén beobachtet, die in einem geheimen Teil des weitläufigen Hauses Adriáns, in einem von außen unsichtbaren und schalldicht versiegelten Verschlag, eingesperrt ist. Zwei Fenster (und eine Mikrofonanlage) lassen Belén am Leben ihres Ex und ihrer Nachfolgerin teilhaben - von der anderen Seite her stellen sich die Fenster als eben jene Spiegel dar, die alle neugierigen Blicke zurück auf den Betrachter werfen und die nicht umsonst in Psychoanalyse wie Filmtheorie eine derart wichtige Rolle spielen. 
Der Horrorfilm verlegt sich, da der Blick gesperrt ist, auf andere sensuelle Register. Mit lauten Schreien in den Abfluss, Hämmern gegen Heizungsrohre und Manipulationen der Wasserversorgung versucht Belén auf sich aufmerksam zu machen; Adrián merkt nichts, Fabiana erlebt die Todesangst ihrer verhinderten romantischen Kontrahentin als unheimlichen Geistereffekt. Doch man muss sich nichts vormachen: den generischen Ablenkungsmanövern zum Trotz ist "Das verborgene Gesicht" ein Film über das Sehen, genauer gesagt über eine (masochistische?) Erotik des Sehens. Praktischerweise befinden sich die beiden Schleusen, die den lichtdurchfluteten, geradezu unverschämt adrett kulturbürgerlich eingerichteten offiziellen Teil des Hauses mit seinem (freilich auch auf eine ein wenig adrette Art) staubig-düsteren Anderen verbindet, im Schlafzimmer und Badezimmer des ersteren. Belén beobachtet Adrián und Fabiana nicht beim Abendessen, sondern beim Sex, in der Dusche, in der Badewanne. Eine zentrale Attraktion des Films sind denn auch Martina Garcías kleine Brüste; wobei man fairerweise hinzufügen sollte, dass Quim Gutiérrez, der männliche Hauptdarsteller, auch nicht schlecht aussieht.
Es ist ein mindestens amüsanter Schachzug, dass der Regisseur Andrés Baiz die dem Film von Anfang an eingeschriebene voyeuristische Struktur im Gefolge des Eintauchens in den Badezimmerspiegel reflexiv wendet - und dann doch nicht bei einer Haneke'schen Medien- und Gesellschaftskritik, sondern in einem Melodram landet; in einem Melodram, das nicht von der sadistischen Macht, sondern von der grundsätzlichen Ohnmacht eines Blicks ausgeht, der nicht erwidert werden kann. Abstrakter kann man den Film als eine doppelte Metapher aufs Kino lesen. Fabiana und Belén verkörpern zwei grundlegende Aspekte der Kinorezeption, die beide mit der Entmächtigung des blickenden Subjekts zu tun haben: Die erste ist die naive, geblendete Zuschauerin des Spezialeffekte-Kinos, die nur langsam beginnt, den Illusionsapparat zu hinterfragen; die zweite durchschaut den Apparat, aber sie bleibt ihm, als eine Sehende, die selbst nicht angesehen werden kann, ebenfalls und sogar noch hilfloser ausgeliefert.
Obwohl das "Haunted House"-Thema eine reichhaltige literarische und filmhistorische Traditionslinie aufruft, funktioniert das alles eher als Ideenfilm denn als Genrefilm: Angsteinflößend ist wenig an "Das verborgene Gesicht" (und blutrünstig schon gleich gar nicht), aber die erotische Konstellation, die der Film eröffnet - die eine Frau, die in den Spiegel hinein-, die andere, die aus ihm hinausblickt -, die lässt einen nicht sogleich wieder los.
Lukas Foerster
Revision - Deutschland 2012 - Regie: Philip Scheffner - Länge: 106 min.
Das verborgene Gesicht - Kolumbien / Spanien 2011 - Originaltitel: La Cara Oculta - Regie: Andrés Baiz - Darsteller: Quim Gutiérrez, Martina García, Clara Lago, Alexandra Stewart, Marcela Mar, Humberto Dorado, Juan Alfonso Baptista - Länge: 95 min.
Archiv: Im Kino
Elena Meilicke, Jochen Werner: Hyper, Hyper
15.05.2013. Großraumdissenkino statt Mittelstufenliteraturverfilmung bietet Baz Luhrmanns "Der große Gatsby". Ulrich Seidls Trilogieabschluss "Paradies: Hoffnung" gönnt uns das Nichteintreten des Allerschlimmsten. Und das ist auch mal schön. Mehr lesen
Lukas Foerster, Thomas Groh: Populärmythische Schmiere
08.05.2013. In J. J. Abrams "Star Trek Into Darkness" wird der Zierrat als Zierrat kenntlich - eine reine Leistung nach üblichen Parametern liefert der Blockbuster dennoch ab. Peter Mettlers essayistischer Dokumentarfilm "The End of Time" belohnt eine eher entspannte Rezeptionshaltung. Mehr lesen
Thomas Groh, Jochen Werner: Revolution in der Wiederholungsschleife
01.05.2013. Brian de Palmas Erotikthriller "Passion" montiert einen deutschen Kriminalinspektor, amerikanische Businesszicken und dann und wann ein rotes Telefonhäuschen mit italienischer Slasherästhetik in den Potsdamer Platz hinein. Benoît Delépine und Gustave Kervern drücken ihren ältlichen Helden in "Der Tag wird kommen" den anarchistischen Vorschlaghammer in die Hand. Mehr lesen
Lukas Foerster, Thomas Groh: Haptisches Verstümmelungskino
25.04.2013. Der Splatterfilm ist im Mainstream angekommen: Fede Alvarez' "The Evil Dead" wird nicht mehr auf Schulhöfen unter der Hand getauscht, sondern läuft in Multiplexen neben RomKoms und Pixar-Filmen. Neu auf DVD: Alma Har'els "Bombay Beach", ein ethnografischer Dokumentarfilm, dem der empathische Blick leider nicht genug ist. Mehr lesen
Elena Meilicke, Nikolaus Perneczky: Gute Mutter, böse Mutter
17.04.2013. In Andrés Muschiettis Horrorfilm "Mama" sucht ein anorektischer Muttergeist das hedonistische Hipsterleben eines jungen Paares heim. Kein Land in Sicht ist derweil in Moussa Tourés Flüchtlingsdrama "Die Piroge". Mehr lesen
Lukas Foerster, Jochen Werner: Atombombengefühle
10.04.2013. Sally Potters "Ginger & Rosa" erzählt eine Coming-of-age-Geschichte in zerbrechlich wirkenden Bildern entlang der Kubakrise. In der Werkschau, die das Berliner Kino Arsenal den Filmen des Frankokanadiers Denis Côté widmet, kann man das Kreatürliche in sich selbst entdecken.
Mehr lesen
Thomas Groh, Jochen Werner: Ein Film wie eine Scherbe
04.04.2013. Joachim Triers "Oslo, 31. August" erzählt von der problematischen Rekonvaleszenz eines Drogenabhängigen und verweigert sich dabei simplen Erklärungsmustern. Eher nicht in der Kinogegenwart, dafür auf DVD entdecken kann man freie, lässige, lakonische deutsche Filme wie Ulrich Schamonis "Chapeau Claque". Mehr lesen
Lukas Foerster, Thomas Groh: Bärtige Männer in der Trutzburg
27.03.2013. Tomas Vinterbergs reaktionärer Film "Die Jagd" wird gespeist aus dem Widerwillen gegen die Zumutungen der demokratisch-freiheitlichen Moderne. Dann doch lieber "Peak": Hannes Lang wirft einen essayistischen Blick auf die gutgelaunten Oberflächen des alpinen Kapitalismus - und auf dessen morsche Rückseite.
Mehr lesen
Lukas Foerster, Elena Meilicke: Unheilsatmosphäre
20.03.2013. Harmony Korines Teeniebopper-Fantasie "Spring Breakers" hat die dringliche Qualität eines intensiv erlebten (Alp-)Traums. Einen mittelständischen Betrieb, der sein Geschäft mit dem Tod macht, lernt man in Thomas Heises neuem Film "Gegenwart" kennen. Mehr lesen
Lukas Foerster, Jochen Werner: Das Geld ist weg
14.03.2013. Judd Apatow ergründet in seinem neuen, in Deutschland unglücklich "Immer Ärger mit 40" betitelten Film die Schwierigkeiten, zwei grundverschiedene Leben miteinander zu synchronisieren. In Bryan Singers "Jack and the Giants" wartet man vergebens auf den Überschlag ins entfesselt Fantastische. Mehr lesen
Thomas Groh, Nikolaus Perneczky: Zweimal als Farce
06.03.2013. Pablo Larraíns "No" erzählt davon, wie ein Werbefachmann das Pinochet-Regime zu Fall brachte und leistet dabei historische Rekonstruktionsarbeit an der filmischen Oberfläche. In Sam Raimis Klassiker-Wiederaufnahme "Die fantastische Welt von Oz" fängt man sich derweil Digital-Diabetes ein. Mehr lesen
Lukas Foerster, Thomas Groh: Gründlich auf die Zwölf
27.02.2013. Nick Loves Polizeifilm "The Crime" ist verliebt in die kraftmeierischen Posen seines bulligen Protagonisten. Mel Gibsons Karriere ist derweil, wenn man Adrian Grunbergs Actionkomödie "Get the Gringo" zum Maßstab nehmen kann, im Untotenstadium angekommen. Mehr lesen
Thomas Groh, Elena Meilicke: Äffische Posen
20.02.2013. Wo sind Energie, Eleganz, Exzess? Lang und dünn sind nicht nur die Hauptfiguren in Tom Hoopers durchgesungenem Musical "Les Misérables". In Paul Thomas Andersons "The Master" liefert sich ein leidender Zweiter-Weltkriegs-Veteran (Joaquin Phoenix) einem dämonischen Zuchtmeister (Philip Seymour Hoffman) aus und wird am Ende von einer Frau kuriert. Mehr lesen
Lukas Foerster, Thomas Groh: Silhouettenspiele
30.01.2013. In "Zero Dark Thirty" fächert Kathryn Bigelow das Bilderregime der letzten zehn Jahre auf. Steven Spielberg spürt Abraham Lincoln unterdessen mit den Methoden eines schummrigen Piktorialismus nach. Vorenthaltene Bilder: Der gekürzte Schwarzenegger-Film wird nicht besprochen. Mehr lesen
Thomas Groh, Nikolaus Perneczky: Zittriges Eigenleben
23.01.2013. Tim Burtons Horrorfilm-Hommage "Frankenweenie" begeistert durch charmante und romantische Verstöße gegen das Dogma des geglättet perfektionistischen Bilds. Ruben Östlund ist zwar nicht der Sarrazin des schwedischen Kinos, sein neuer Film "Play" hat trotzdem wenig Interesse daran, die Welt besser zu verstehen. Mehr lesen





