Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Peter Esterhazy

Peter Esterhazy, geboren 1950 in Budapest, stammt aus einer alten aristokratischen Familie, die nach der Machtergreifung der Kommunisten 1948 enteignet und deportiert wurde. Esterhazy studierte Mathematik an der Universität Budapest und arbeitete anschließend vier Jahre als Systemorganisator im Ministerium für die Hütten- und Maschinenbauindustrie. Seit 1978 ist er freiberuflicher Schriftsteller. Esterhazy wird zur postmodernen Generation ungarischer Literaten gezählt und kehrte sich bereits mit seinem ersten Novellenband "Fancsiko und Pinta"« (1976) strikt von der Tradition des sozialistischen Realismus ab. Breite Beachtung fand er für den als sein "Opus magnum" bezeichneten Roman "Harmonia Cælestis" (2000) über die Geschichte der Familie Esterhazy. Die Familienchronik führte in Ungarn monatelang die Bestsellerlisten an und wurde neben dem Sandor-Marai-Preis auch mit dem Ungarischen Literaturpreis ausgezeichnet. In der zwei Jahre später veröffentlichten "Verbesserten Ausgabe" setzt sich Esterhazy mit der Spitzeltätigkeit seines Vaters auseinander. Esterhazy ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt in Budapest.

Bücher von Peter Esterhazy

Esterhazy, Peter: Ein Produktionsroman. (Zwei Produktionsromane)

Cover: Ein Produktionsroman

Berlin Verlag, Berlin 2010, ISBN 3827004071, Gebunden, 538 Seiten, 36,00 EUR

Aus dem Ungarischen von Terezia Mora. Ein Roman aus zwei Teilen. Teil I ist die grandiose Parodie eines "Produktionsromans", jener Gattung, in der die Autoren der kommunistischen Hemisphäre gemäß der Doktrin des sozialistischen Realismus das Leben der Arbeiterklasse optimistisch "widerzuspiegeln" hatten. Esterhazy ... mehr lesen
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Esterhazy, Peter: Keine Kunst. Erzählung

Cover: Keine Kunst

Berlin Verlag, Berlin 2009, ISBN 3827008158, Gebunden, 252 Seiten, 22,00 EUR

Aus dem Ungarischen von Terezia Mora. 1985 hatte Esterhazy in den "Hilfsverben des Herzens" vom Sterben seiner Mutter erzählt. Jetzt erweckt er sie wieder zum Leben. Fast jeden Tag sieht er sie, während er diese Erzählung schreibt, sie essen zu Mittag, reden. Und er erfährt neue Geschichten - über die fünfziger ... mehr lesen
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Esterhazy, Peter / Kertesz, Imre / Schulze, Ingo: Eine, zwei, noch eine Geschichte/n.

Cover: Eine, zwei, noch eine Geschichte/n

Berlin Verlag, Berlin 2008, ISBN 3827007879, Gebunden, 95 Seiten, 12,00 EUR

Imre Kertesz schreibt eine Geschichte. Peter Esterhazy schreibt eine zweite. Ingo Schulze schreibt noch eine. Zum ersten Mal sind die drei Geschichten, die sich klug und bewegend aufeinander beziehen, in einem Band zu lesen. ... mehr lesen
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Esterhazy, Peter: Deutschlandreise im Strafraum.

Cover: Deutschlandreise im Strafraum

Berlin Verlag, Berlin 2006, ISBN 3827006449, Gebunden, 184 Seiten, 12,90 EUR

Aus dem Ungarischen von György Buda. Der Autor geht auf Forschungsreise durch unser Land, um die deutsche Fußballseele zu erkunden. Die rauen Ascheplätze der westdeutschen Provinz, das Schicksal des BC Hartha in der Nähe von Dresden oder die schöne Existenz der Heidi Klum - all das entdeckt der Autor mit fremden Augen und ... mehr lesen
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Esterhazy, Peter: Einführung in die schöne Literatur.

Cover: Einführung in die schöne Literatur

Berlin Verlag, Berlin 2006, ISBN 3827005396, Gebunden, 892 Seiten, 48,00 EUR

Aus dem Ungarischen von Bernd-Rainer Barth, György Buda, Zsuzsanne Gahse, Angelika Mate, Peter Mate, Terezia Mora und Hans-Henning Paetzke. Als die Einführung 1986 erschien, bedeutete dies einen Wendepunkt in der ungarischen Literatur: Esterhazy vollendete eine durch die Diktatur zerstörte Entwicklung der Moderne - schon das erste ... mehr lesen
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Esterhazy, Peter: Eine Frau. 4 CDs

Cover: Eine Frau

Hörbuch Hamburg, Hamburg 2004, ISBN 3899031733, Hörbuch, 24,90 EUR

4 CDs mit 269 Minuten Laufzeit. Aus dem Ungarischen von Zsuzsanna Gahse. Gelesen von Ulrich Pleitgen. In 97 kurzen Kapiteln erzählt Peter Esterhazy von 97 Frauen, über die Unregelmäßigkeiten des Herzens, die Illusionen der Liebe, die Spiele der Begierde. Jedes Kapitel beginnt mit dem Satz: "Es gibt eine Frau." Dann folgt: ... mehr lesen
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Esterhazy, Peter: Fancsiko und Pinta.

Cover: Fancsiko und Pinta

Hörbuch Hamburg, Hamburg 2004, ISBN 3899031741, Hörbuch, 23,90 EUR

3 CDs mit 216 Minuten Laufzeit. Aus dem Ungarischen übersetzt von Zsuzsanna Gahse. Gelesen von Walter Kreye. Das Buch erschien 1976 in Ungarn als erste Veröffentlichung des damals 26-jährigen Peter Esterhazy. Wir sehen die fünfziger Jahre, die sechziger, diese Familie, alles kommt uns vertraut vor - nur die Beleuchtung ist eine andere, ... mehr lesen
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Esterhazy, Peter: Die Hilfsverben des Herzens. Roman

Cover: Die Hilfsverben des Herzens

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3518223747, Gebunden, 131 Seiten, 11,80 EUR

Aus dem Ungarischen von Hans-Henning Paetzke. Peter Esterhazy, der zuletzt für seinen Monumentalroman Harmonia Caelestis gerühmt worden ist, beschreibt in dem bereits 1985 erschienenen Roman Die Hilfsverben des Herzens den Tod der Mutter. In dem erwachsenen Sohn löst er Trauer aus, Trauer, die sich nicht "traurig", sondern in einem Sturm ... mehr lesen
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Esterhazy, Peter: Verbesserte Ausgabe.

Cover: Verbesserte Ausgabe

Berlin Verlag, Berlin 2003, ISBN 3827004977, Gebunden, 372 Seiten, 22,00 EUR

Kurz vor Abschluss seiner "Harmonia Caelestis" war Esterhazys Antrag auf Akteneinsicht beim "Amt für Geschichte" - dem ungarischen Pendant zur Gauck-Behörde - bewilligt worden. Aber statt einer Stasi-Akte über ihn und seine Familie werden ihm vier vergilbte Agentendossiers vorgelegt, in denen er die Handschrift seines Vaters Matyas erkennt: ... mehr lesen
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Esterhazy, Peter: Fancsiko und Pinta. Geschichten auf ein Stück Schnur gefädelt.

Cover: Fancsiko und Pinta

Berlin Verlag, Berlin 2002, ISBN 3827004063, Gebunden, 142 Seiten, 14,00 EUR

Aus dem Ungarischen von Zsuzsanna Gahse. Wer "Harmonia Caelestis" gelesen hat, glaubt mit Recht, "die Familie" zu kennen. Ja, wir kennen schon diese Mutter und diesen Vater in Fancsiko und Pinta, sie ist "meine Mutter" und er ist "mein Vater". Oder nicht? Es gibt nur eine Mutter und einen Vater. Wir kennen sogar ... mehr lesen
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Esterhazy, Peter: Harmonia Caelestis. Roman

Cover: Harmonia Caelestis

Berlin Verlag, Berlin 2001, ISBN 3827004055, Gebunden, 800 Seiten, 34,77 EUR

Übersetzt von Terezia Mora. Die Esterhazys, eine der großen Aristokratenfamilien Europas, haben sich über Jahrhunderte in die ungarische und habsburgische Geschichte eingeschrieben. Buch I dieses Romans heißt "Numerierte Sätze aus dem Leben der Familie Esterhazy". Es bietet ein barockes Füllhorn an Legenden, Chroniken, Registern, Mythen und Episoden, ... mehr lesen
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Esterhazy, Peter: Thomas Mann mampft Kebab am Fuße des Holstentors. Geschichten und Aufsätze

Cover: Thomas Mann mampft Kebab am Fuße des Holstentors

Residenz Verlag, Salzburg und Wien 1999, ISBN 3701711704, gebunden, 156 Seiten, 19,43 EUR

Der Ort und die Literatur, das sind zwei der großen Themen Esterhazys, um die sich auch die Texte dieses Bandes zentrieren. Deutlich wird dabei, wie ernst es ihm ist mit der Sprache, seinem Land und mit der Dichtung, die seine Welt ausmacht. Er ist einer, der sich einmischt, etwas sagen will und auch zu sagen hat: zu Liebe und Verlust, zu Politik und ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen