Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 08.02.2012, 16.40 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

J. M. G. Le Clezio

Jean Marie Gustave Le Clezio wurde 1940 in Nizza als Sohn eines Briten und einer Französin geboren. Seine Mutter stammt aus einer bretonischen Familie, die im 18. Jahrhundert nach Sankt Mauritius ausgewandert war. Viele seiner Bücher setzen sich mit dieser Insel und der Rolle seiner Familie auseinander. Er studierte Literaturwissenschaft und war nach dem Studium als Lektor in Bristol, London und Aix-en-Provence tätig. Er hat in Nigeria, Thailand, Mexiko und Panama gelebt, wo er sich mit der Indio-Kultur beschäftigt hat. Le Clezios Bücher spiegeln diese Weltläufigkeit wider. Le Clezio hat im Alter von 7 Jahren angefangen zu schreiben. Seit seinem Erstling "Le proces verbal" hat er über dreißig Bücher veröffentlicht - zumeist Romane. Erzählungen , Essaybände und Nacherzählungen indianischer Sagen ergänzen sein Oeuvre. Im Oktober 2008 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur zugesprochen. In der Begründung heißt es, dass Le Clezio ein Autor "neuer Aufbrüche, poetischer Abenteuer und sinnlicher Ekstase und ein Erforscher der Menschlichkeit jenseits und diesseits der herrschenden Zivilisation" sei.

Bücher von J. M. G. Le Clezio

Le Clezio, J. M. G.: Lied vom Hunger. Roman

Cover: Lied vom Hunger

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2009, ISBN 3462041363, Gebunden, 224 Seiten, 18,95 EUR

Aus dem Französischen von Uli Wittmann. Hunger ist die Grundmelodie ihres Lebens. Ethel lernt ihn während des Zweiten Weltkriegs kennen, aber nicht nur den Hunger nach Brot, sondern auch den nach Glück, nach Gerechtigkeit und Wahrheit. Ethel Brun wächst zwischen den beiden Weltkriegen in Paris auf. Mittelpunkt der Familie Brun, die ... mehr lesen
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Le Clezio, J. M. G.: Raga - Besuch auf einem unsichtbaren Kontinent.

Cover: Raga - Besuch auf einem unsichtbaren Kontinent

Das Wunderhorn Verlag, Heidelberg 2009, ISBN 3884233106, Gebunden, 124 Seiten, 16,80 EUR

Aus dem Französischen von Beate Thill. Mit Neugier und Empathie sucht der Autor die Nähe zu den Einheimischen und lässt sich von ihnen durch die Insel führen. Le Clezio ist ein erfahrener Reisender und Kosmopolit, wohl wissend, dass der Kontakt zwischen ihm als Europäer und den pazifischen Bewohnern nach jahrhundertelanger kolonialer ... mehr lesen
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Le Clezio, J. M. G.: Der Afrikaner .

Cover: Der Afrikaner

Carl Hanser Verlag, München 2007, ISBN 3446209484, Gebunden, 136 Seiten, 14,90 EUR

Eine Afrikareise in der Kindheit wurde für Le Clezio, einem der bedeutendsten zeitgenössischen französischen Schriftsteller, zur Initiation. Hier lernte er eine Welt kennen, die ihn mit ihren fremden Lebensformen, den exotischen Gerüchen und Farben in ihren Bann schlug und nie wieder loslassen sollte. Und so erzählt er von der ... mehr lesen
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Le Clezio, J. M. G.: Revolutionen. Roman

Cover: Revolutionen

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2006, ISBN 3462036807, Gebunden, 555 Seiten, 24,90 EUR

Nizza in den 1950er Jahren. Der fünfzehnjährige Jean Marro besucht oft seine blinde alte Tante Catherine, die ihm Geschichten von der Insel Mauritius erzählt, dem verlorenen Paradies der Marros. Tante Catherine ist für Jean der Schlüssel zu einer lebendigen Vergangenheit, die Verbindung zu dem Bretonen Jean Eudes Marro, der ... mehr lesen
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Le Clezio, J. M. G.: Fisch aus Gold. Roman

Cover: Fisch aus Gold

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2003, ISBN 3462032194, Gebunden, 256 Seiten, 19,90 EUR

Aus dem Französischen von Uli Wittmann. Le Clezio erzählt die Geschichte Laïlas, einer illegalen Einwanderin. Als kleines Kind wird Laïla, die aus dem Süden Marokkos stammt, geraubt und nach Rabat verkauft. Von ihrer Vergangenheit bleiben ihr nur zwei Ohrringe in der Form einer Mondsichel, dem Zeichen ihres Stammes, den Hilal. Nach ... mehr lesen
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Le Clezio, J. M. G.: Ein Ort fernab der Welt. Roman

Cover: Ein Ort fernab der Welt

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2000, ISBN 3462028863, gebunden, 566 Seiten, 24,54 EUR

Aus dem Französischen von Uli Wittmann. Im Jahr 1891 fahren die Brüder Archambau nach Mauritius in die Heimat der Familie. Auf der Schiffsreise, die über Aden führt, wo der Arzt Jacques den todkranken Dichter Rimbaud behandelt, brechen die Pocken aus. Die Passagiere, Europäer und indische Kulis, dürfen deshalb in Mauritius nicht an Land, sondern ... mehr lesen
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Seefahrergeschichten

08.02.2012: Die SZ feiert Michael Ondaatjes Geschichte seiner Schiffspassage von Sri Lanka nach England "Katzentisch". Auch Petur Gunnarssons Kindheitserinnerungen "Punkt Punkt Kommas Strich" kann sie sehr empfehlen. Als großes Vermächtnis würdigt die NZZ die "Römische Sozialgeschichte" des ungarischen Althistorikers Geza Alföldy. Sehr beeindruckt ist sie auch von Norbert Hummelts neuem Gedichtband "Pans Stunde". Mehr lesen

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