Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Robert Schindel

Robert Schindel, geboren 1944 in Bad Hall bei Linz, überlebte als Kind jüdischer Kommunisten den Nationalsozialismus in Wien. Von 1961 bis 1967 war Schindel selbst auch aktives Parteimitglied der KPÖ. 1967 holte er sein Abitur nach, studierte Philosophie und engagierte sich in maoistischen Kreisen. Daneben entstanden Arbeiten für Film, Fernsehen und Rundfunk. Ab 1986 arbeitet er als freier Schriftsteller in Wien. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter den Erich-Fried-Preis 1993 und den Eduard-Mörike-Preis 2000. Publikationen, u. a. "Gebürtig". Roman (1992), "Immernie". Gedichte (2000), "Nervös der Meridian". Gedichte (2003).

Bücher von Robert Schindel

Schindel, Robert: Mein mausklickendes Saeculum. Gedichte

Cover: Mein mausklickendes Saeculum

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3518420240, Gebunden, 103 Seiten, 17,80 EUR

Als "Logbücher" legen sich diese Gedichte dem Leser vor, als Sehnlieder, Arien und Stille-Etüden bewegen sie sein Gemüt, als "süße Vögel" ziehen sie über ihn hinweg. Dann wieder gaukeln sie als "Schmetterlinge im unentwegten Landeversuch", und das Denken erscheint für Sekunden als ... mehr lesen
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Schindel, Robert: Wundwurzel. Gedichte

Cover: Wundwurzel

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3518417053, Gebunden, 100 Seiten, 14,80 EUR

Kühn und in alle Richtungen wuchert die Wundwurzel, Robert Schindels neue Lyriksammlung. Manche ihrer Enden ragen weit hinauf bis in die "Zukunftsgebirge", andere seitwärts in die Gegenwart, zu den "ständigen Männern in der Hotellobby" mit den "nicht ungierigen Augen", zur "nie gesehnen blonden ... mehr lesen
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Schindel, Robert: Gebürtig. Roman. Gelesen von Robert Schindel. 9 CDs

Cover: Gebürtig

Skarabäus Verlag, Innsbruck 2005, ISBN 3708231619, CD, 39,00 EUR

Vollständige Hörbuch-Ausgabe, gelesen von Robert Schindel. 9 CDs, 590 Minuten. "Gebürtig", einer der zentralen Romane der österreichischen Nachkriegsliteratur, ist die Geschichte des in die USA emigrierten Schriftstellers Hermann Gebirtig, der als Zeuge in einem Nazi-Prozess nach Wien zurückkehren und sich seiner ... mehr lesen
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Schindel, Robert: Fremd bei mir selbst. Die Gedichte (1965-2003)

Cover: Fremd bei mir selbst

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3518415948, Gebunden, 475 Seiten, 24,90 EUR

Mit einem Nachwort von Marcel Reich-Ranicki. Robert Schindels Gedichte handeln von der Liebe und den Begierden, von den Sünden der Mächtigen und vom Alltäglichen, vom Verlassensein und Sich-Finden, vom Reisen in die Welt hinein und von den vielen Süchten, die Menschen miteinander teilen. In Liedern, Sonetten, Balladen, Elegien und ... mehr lesen
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Schindel, Robert: Kassandra. Roman

Cover: Kassandra

Haymon Verlag, Innsbruck - Wien 2004, ISBN 3852184460, Broschiert, 127 Seiten, 15,90 EUR

Mit zwölf Illustrationen von Leander Keller aus dem Jahr 1970 und einem Vorwort von Robert Menasse aus dem Jahr 2004. Im Umfeld der Wiener Kommune "Hundsblume" (1970-72) wurde als erste Nummer der gleichnamigen Zeitschrift Schindels 1967/68 verfasster Text "Kassandra" veröffentlicht. Geprägt vom avantgardistischen Anspruch der Hundsblume, ... mehr lesen
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Schindel, Robert: Immernie. Gedichte vom Moos der Neunzigerhöhlen

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3518121553, Taschenbuch, 80 Seiten, 8,13 EUR

Lieder, Elegien, Sonette, Balladen, Scherzi, entstanden am Ufer des Tiber, in Berlin, Zürich, Wien, in Slowenien und "in Depressenburg". Schindels Gedichte erzählen vom Lieben und Erinnern, vom Sterben und vom Träumen einer Welt, die ohne Krieg und Wunden ist. Wahlverwandtschaftlich stehen Heine und Brecht, Celan und Huchel Pate, und doch durchweht ... mehr lesen
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10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

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28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

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23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen