Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Vollständige Hörbuch-Ausgabe, gelesen von Robert Schindel. 9 CDs, 590 Minuten. "Gebürtig", einer der zentralen Romane der österreichischen Nachkriegsliteratur, ist die Geschichte des in die USA emigrierten Schriftstellers Hermann Gebirtig, der als Zeuge in einem Nazi-Prozess nach Wien zurückkehren und sich seiner Vergangenheit stellen muss. Schindel entfaltet daraus ein Panorama vom Leben nach dem Holocaust. Ob es die Söhne und Töchter der Täter, der Zuschauer oder der Opfer sind, sie alle verbindet die Befangenheit und die Verstrickung in Scham und Lüge, die sich wie eine "gläserne Wand" zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Juden und Nicht-Juden, zwischen Überlebende und Nachgeborene stellt. Melancholisch und provokant, ironisch und traurig, leidenschaftlich und nüchtern erzählt Robert Schindel nicht nur von der Allgegenwärtigkeit des Vergessens und Verdrängens und dem Schmerz der Erinnerung an die Jahrhundertkatastrophe Holocaust, sondern versucht zugleich, den "Wortlosigkeiten auf die Spur zu kommen": dem Verschwiegenen, dem Geschwätzigen oder dem Nichtmitteilbaren.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.06.2005
Auch wenn die technische Seite dieses Hörbuchs zu wünschen übrig lässt, ist der Rezensent mit dem Kürzel "czz" trotzdem begeistert von diesem vor 13 Jahren erstmals erschienen "polyphon-polymorphen Roman", der nun trotz seines beachtlichen Umfangs in vollständiger Länge als Hörbuch vorliegt. Der Kritiker kürt Robert Schindel zu einem "notorischen Genie der Performance". Das "charakteristische Lispeln " des Schriftstellers wirke nicht störend, sondern gebe dem Text einen Schwung, den er im Bereich des Prosavortrags für einzigartig hält. Für "czz" ist diese Hörfassung des Romans ein "hinterhältig-amüsantes Meisterstück", das sich unabhängig von der gedruckten Vorlage zu entdecken lohnt.
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