Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Bücher von Franz Walter
Walter, Franz: Im Herbst der Volksparteien?. Eine kleine Geschichte von Aufstieg und Rückgang politischer Massenintegration

Transcript Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 3837611418, Kartoniert, 132 Seiten, 14,80 EUR
Die Hochzeit der deutschen Volksparteien war sicher zugleich die beste Zeit für die deutsche Gesellschaft im 20. Jahrhundert. Die Volkspartei, ein Produkt von historischen Lernprozessen und Ergebnis sozialer Veränderungen, integrierte unterschiedliche Schichten, Generationen, Kulturen - und sie pazifizierte den zuvor oft antagonistisch ausgetragenen ... mehr lesen
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Walter, Franz: Baustelle Deutschland. Politik ohne Lagerbindung

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3518125559, Taschenbuch, 256 Seiten, 10,00 EUR
Schwarz-Gelb-Grün? Rot-Rot-Grün? Die politische Farbenlehre Deutschlands ist in Bewegung geraten, die "Westausdehnung" der Linkspartei stellt die größte Veränderung der Parteienlandschaft seit 25 Jahren dar. Hinter den Pfeilen in den Grafiken der Meinungsforscher verbergen sich jedoch langfristige Trends: Traditionelle ... mehr lesen
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Walter, Franz: Die ziellose Republik. Gezeitenwechsel in Gesellschaft und Politik

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2006, ISBN 3462037013, Kartoniert, 293 Seiten, 8,95 EUR
Deutschland steckt im Patt der Lager - und findet sich daher unter einer Regierung der Großen Koalition wieder. Die Unschärfe des Neuen im Wechsel irritiert, ängstigt und lähmt die Deutschen, auch ihre politische Führungsschicht. Hierin - und nicht so sehr in den ökonomischen Schwächen - liegen die Wurzeln der ... mehr lesen
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Walter, Franz: Abschied von der Toskana. Die SPD in der Ära Schröder

Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2004, ISBN 3531142682, Kartoniert, 186 Seiten, 19,90 EUR
Seit 1998 regiert die SPD. Aber einen kraftvollen oder gar stolzen Eindruck machen die Sozialdemokraten nicht. Die Partei wirkt vielmehr verwirrt, oft ratlos, auch ermattet und erschöpft. Sie verliert massenhaft Wähler und Mitglieder. Vor allem die früheren kernschichten wenden sich ab. Auch haben die überlieferten Leitbilder keine ... mehr lesen
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Walter, Franz: Die SPD. Vom Proletariat zur Neuen Mitte

Alexander Fest Verlag, Berlin 2002, ISBN 3828601731, Gebunden, 304 Seiten, 24,90 EUR
Die nahezu 150jährige Geschichte der SPD ist ein gutes Stück deutscher Gesellschaftsgeschichte. Der Weg der Partei führt durch verschiedene Epochen und politische System, und in ihrem Zentrum standen immer wieder prägende Persönlichkeiten - von Bebel bis zu Brandt und den "Enkeln" Lafontaine und Schröder. Welche Wandlungen ... mehr lesen
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Dürr, Tobias / Walter, Franz: Die Heimatlosigkeit der Macht. Wie die Politik in Deutschland ihren Boden verlor

Alexander Fest Verlag, Berlin 2000, ISBN 3828601111, Gebunden, 0 Seiten, 17,38 EUR
Erstaunlich stabil sind die deutschen Parteien viele Jahre lang gewesen. Diese Stabilität verdanken sie ihren Milieus. Damit ist es vorbei. Die sozialen Ressourcen der Parteien sind versiegt, ihre Grundlagen und ihr gesellschaftlicher Halt verloren. Durch die Auflösung der angestammten Milieus, so zeigen Franz Walter und Tobias Dürr, haben sich die ... mehr lesen
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Juan Jose Millas: Meine Straße war die Welt
Aus dem Spanischen von Peter Schwaar. In "Als die Welt Kind war" erzählt Juan Jose Millas von dem ...
Georgi Gospodinov: Kleines morgendliches Verbrechen
Aus dem Bulgarischen von Valeria Jäger, Uwe Kolbe und Alexander Sitzmann. Dieser erste deutsche Auswahlband ...
Archiv: Bücherschauen
Dichtung und Tischtennis
18.03.2010: Als tieftraurig und hochkomisch zugleich preist die SZ Jan Faktors Roman mit dem Monster-Titel "Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag". Die FR lobt den Roman ebenfalls, aber mit Vorbehalten gegen seine Lustigkeit. Hingerissen ist sie auch von Nicholson Bakers Lyriker-Roman "Der Anthologist". Die FAZ schwärmt von Hans-Ulrich Treichels Berliner Heimatlosigkeitsroman "Grunewaldsee". Für die heute erschienene Literaturbeilage der Zeit werden wir noch ein paar Tage brauchen.
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Archiv: Bücherbrief
Engel der Nutzlosigkeit
05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen
Archiv: Kolumnen
Emotional labiler Federfetisch
19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen
Kein Schlaf, nur Albträume
02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen
Papa war doch einfach der Beste
09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen



