Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 20.03.2010, 13.13 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Alexandra Lavizzari

Alexandra Lavizzari, geboren 1953 in Basel, studierte Ethnologie und Islamwissenschaft. Aufenthalte in Nepal, Pakistan und Thailand. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Rom. Lavizzari schreibt für NZZ und Bund und ist Autorin kunstgeschichtlicher und literaturkritischer Werke.

Bücher von Alexandra Lavizzari

Lavizzari, Alexandra: Fast eine Liebe. Annemarie Schwarzenbach und Carson McCullers

Cover: Fast eine Liebe

Edition Ebersbach, Berlin 2008, ISBN 3938740558, Gebunden, 143 Seiten, 18,00 EUR

Die junge amerikanische Schriftstellerin Carson McCullers lernt die neun Jahre ältere Schweizer Reiseschriftstellerin Annemarie Schwarzenbach im Juni 1940 in einem New Yorker Hotel kennen. Für die vor Optimismus überbordende Carson, die am Anfang einer fulminanten Karriere steht, ist es Liebe auf den ersten Blick. Sie hatte ein Gesicht, ... mehr lesen
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Lavizzari, Alexandra: Lulu, Lolita und Alice. Das Leben berühmter Kindsmusen

Cover: Lulu, Lolita und Alice

Edition Ebersbach, Berlin 2005, ISBN 3934703933, Gebunden, 232 Seiten, 28,00 EUR

A. Lavizzari begibt sich auf die Suche nach Kindfrauen, die als Musen das Schreiben der männlichen Schriftsteller beeinflusst haben. Sie findet Kindsbräute im wahrsten Sinne des Wortes wie Sophie von Kühn, die zwölfeinhalb Jahre zählte, als Novalis sie als seine Zukünftige erwählte. Virginia Clemm war dreizehn, ... mehr lesen
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Lavizzari, Alexandra: Gwen John. Rodins kleine Muse. Roman

Cover: Gwen John

Zytglogge Verlag, Bern 2001, ISBN 3729606204, Gebunden, 373 Seiten, 22,50 EUR

Ähnlich Camille Claudel zwei Jahrzehnte zuvor, gerät Gwen John in der Zeit, in der sie Rodin für die nie vollendete 'Muse a Whistler' Modell steht, in eine demütigende, emotionale Abhängigkeit vom Bildhauer, die sich lähmend auf ihre Künstlerkarriere auswirkt. Im Unterschied zu Claudel, die an ihrer Liebe zu Rodin schließlich zerbrach, gelingt ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Bücher von Lesern empfohlen

Buch: Das andere Ende der LeinePatricia B. McConnell: Das andere Ende der Leine
Aus dem Englischen von Gisela Rau. Dies ist eigentlich kein Buch über Hundeerziehung, sondern eines über ...

Buch: Sozialistische GesetzlichkeitMichael Stolleis: Sozialistische Gesetzlichkeit
Dieses Buch bietet eine erste Gesamtdarstellung der Staats-, Verwaltungs- und Völkerrechtslehre in der DDR. ...

Archiv: Bücherschauen

Vexierspielkünstler

20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Engel der Nutzlosigkeit

05.03.2010: Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010: Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen

Kein Schlaf, nur Albträume

02.12.2009: In seinem Roman "Tokio im Jahr Null" lässt David Peace neben allen anderen Untätern auch noch einen Serienmörder umgehen. Das ergibt einen einzigen Albtraum. Die Frage ist allerdings: wessen? Mehr lesen

Papa war doch einfach der Beste

09.10.2009: In Neapel brennt der Müll, im Nordosten Italiens wird das schmutzige Geld in respektable Geschäftsgewinne verwandelt. Massimo Carlotto beschreibt in seinem Krimi "Wo die Zitronen blühen" die Anmaßungen einer Patrizierschicht, die ganze Städte ihrem Privilegiensystem unterworfen hat. Mehr lesen