Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Lion Feuchtwanger

Lion Feuchtwanger wurde 1884 in München als Sohn eines jüdischen Margarinefabrikanten geboren. Er studierte in München und Berlin Geschichte, Philosophie, Philologie und Germanistik und promovierte 1907 über Heinrich Heines "Der Rabbi von Bacharach". Sein Dokotorgrad wurde ihm später von den Nationalsozialisten aberkannt.
Wegen der Machtergreifung der Nationalsozialisten kehrte Feuchtwanger 1933 nach einer Vortragsreise in den USA nicht nach Deutschland zurück, sondern siedelte nach Sanary-sur-Mer über, einem Zentrum des deutschsprachigen Exils in Südfrankreich. Im Mai 1940 musste er nach dem Überfall Deutschlands auf Frankreich wie viele andere Deutsche in das Internierungslager Les Milles, wo er bereits bei Kriegsausbruch 1939 für einige Wochen interniert worden war. Später wurde er in ein provisorisches Zeltlager nahe Nimes verlegt, aus dem ihn Angestellte des amerikanischen Konsulats in Marseilles herausschmuggelten. Über Spanien und Portugal konnten er und seine Frau Marta Feuchtwanger nach Kalifornien fliehen, wo er bis zu seinem Tod lebte. Feuchtwanger war Mitbegründer des Aurora-Verlages 1944 in New York. Lion Feuchtwanger starb 1958 in Los Angeles.
Feuchtwanger schrieb Romane (u.a. "Jud Süß", 1925), Erzählungen (u.a. "Panzerkreuzer Potemkin", 1946), Dramen und Essays. In der "Wartesaal-Trilogie" (ab 1927) setzt er sich mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus auseinander.

Bücher von Lion Feuchtwanger

Feuchtwanger, Lion: Erfolg. Hörspiel. 5 CDs

Cover: Erfolg

Audio Verlag, Berlin 2008, ISBN 389813752X, CD, 25,99 EUR

5 CDs, 356 Minuten. Sprecher: Axel Corti, Hannelore Elsner u. a. Provinzialismus, Korruption und aufstrebender Nationalismus bestimmen das München der 20er Jahre. Das erfährt Dr. Martin Krüger, Direktor der staatlichen Sammlungen, bitter am eigenen Leib. Mit seiner Vorliebe für expressionistische Kunst ist er den politischen Mächten ... mehr lesen
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Feuchtwanger, Lion: Jud Süß, 6 CDs. Hörspiel

Cover: Jud Süß, 6 CDs

Audio Verlag, Berlin 2008, ISBN 3898135721, CD, 27,99 EUR

Sprecher: Hans Korte, Axel Corti, Nina Hoger. Bearbeiter: Walter Andreas Schwarz. Regie: Hartmut Kirste. Produktion: Südwestrundfunk.  6 CDs 409 Minuten. Der jüdische Bankier Jospeh Oppenheimer ist reich und mächtig. Als graue Eminenz am Hofe des Stuttgarter Herzogs Karl Alexander zieht er im verborgenen die Fäden. Das Bündnis ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen