Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Lion Feuchtwanger

Jud Süß, 6 CDs

Hörspiel

Cover: Jud Süß, 6 CDs

Audio Verlag, Berlin 2008
ISBN-10 3898135721
ISBN-13 9783898135726
CD, 27,99 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Sprecher: Hans Korte, Axel Corti, Nina Hoger. Bearbeiter: Walter Andreas Schwarz. Regie: Hartmut Kirste. Produktion: Südwestrundfunk.  6 CDs 409 Minuten. Der jüdische Bankier Jospeh Oppenheimer ist reich und mächtig. Als graue Eminenz am Hofe des Stuttgarter Herzogs Karl Alexander zieht er im verborgenen die Fäden. Das Bündnis der beiden Männer zerbricht jedoch, als der Herzog Oppenheimers Tochter nachstellt und sie in den Tod treibt. Oppenheimer entwirft einen Rachefeldzug, der den Herzog ruinieren und ihn selbst zu einer schicksalhaften Entscheidung zwingen wird...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.07.2008

"Ohne Beispiel" ist, so Christian Deutschmann, das "Kunststück", das Lion Feuchtwanger mit seinem Roman "Jud Süß" gelang. Er entwirft darin im historischen Kontext des 18. Jahrhunderts mit seinem Helden Joseph Oppenheimer eine hoch ambivalente Figur des erfolgreichen Juden. Auf den ersten Blick entspricht Oppenheimer vielen antisemitischen Klischees, es werden diese aber im Verlauf der tragischen Entwicklung nicht einfach widerlegt, sondern durch Komplexität ausgehebelt. Das Erfreuliche: In der in den achtziger Jahren entstandenen, nun auf CD veröffentlichten Hörpspielversion bleibt trotz aller Kürzungen und Veränderungen diese Komplexität, bleiben auch, freut sich Deutschmann, der "Ernst" und die "Sprachgewalt" des Buches gewahrt. Die geschickte Regie und die einprägsamen Stimmen beugen jeder Verwechslungsgefahr im figurenreichen Personal vor. Das ganze ist, versichert der Rezensent, keine Minute langweilig. Eine Schwäche benennt er aber doch: Allzu "abrupt" erfolgt in dieser Fassung die "Wandlung" der Titelfigur.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren