Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 10.02.2012, 17.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Wolfdietrich Schnurre

Wolfdietrich Schnurre wurde 1920 in Frankfurt am Main als Sohn eines Bibliothekars geboren. 1928 zog er mit seinen Elter nach Berlin. Er wuchs im Nordosten der Stadt auf und erlebt dort menschliche politische Unruhen und Streiks. Nach Volksschule und Gymnasium nahm er als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil, zuletzt in einer Strafkompanie. 1946 wurde Schnurre zunächst Redaktionsvolontär beim Ullstein Verlag und zog nach dem Verbot des sowjetischen Kulturoffiziers, in westlichen Zeitschriften zu publizieren, nach West-Berlin. 1946-1949: Film- und Theaterkritiker der "Deutschen Rundschau", der "Neuen Zeitung", der "Welt", der "Welt am Sonntag" und beim "Neuen Film".
1947: Zusammen mit Hans Werner Richter und Alfred Andersch Mitbegründer der literarischen "Gruppe 47". Er veröffentlichte in der Presse Kurzgeschichten im Stil der anglo-amerikanischen "short story", aber auch Novellen, Erzählungen und Gedichte, in denen er sein Kriegs- und Nachkriegserleben dokumentiert. Ab 1950 lebte Schnurre als freier Schriftsteller in West-Berlin. In seinen Geschichten schilderte Schnurre immer wieder Erlebnisse der Kriegs- und Nachkriegszeit. Er erhielt den Fontane-Preis der Stadt Berlin. 1959 wurde er Mitglied der "Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung". 1962 veröffentlichte er den Bildband "Berlin. Eine Stadt wird geteilt". Austritt aus dem P.E.N.-Zentrum aus Protest gegen deren Schweigen zum Berliner Mauerbau.
1964/65: Schwere Erkrankung an Polyneuritis. 1965: Seine Frau Eva, geborene Mertz, nahm sich das Leben. Der Tod der Frau, über die er sagte "aus unserer Ehe sind elf Bücher hervorgegangen, keins denkbar ohne meine Frau, keins denkbar ohne Berlin," traf ihn schwer. 1966 heiratete Schnurre die Grafikerin Marina, geborene Kamin. 1983 wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. 1989 starb Wolfdietrich Schnurre im Alter von 68 Jahren in Kiel.

Bücher von Wolfdietrich Schnurre

Schnurre, Wolfdietrich: Funke im Reisig. Erzählungen 1945 - 1965

Cover: Funke im Reisig

Berlin Verlag, Berlin 2010, ISBN 3827009383, Gebunden, 410 Seiten, 26,00 EUR

Im Mittelpunkt seiner Erzählungen steht "der Mensch, wie er ist: geschunden, verfolgt, schuldbeladen, heimgesucht und verflucht", sie sind eine Verbrüderung mit den Schwachen, den Unbedeutenden und den Randfiguren der Gesellschaft, zwischen den Zeilen lugt der Krieg noch hervor. Schnurre schreibt moralisch über die Gesellschaft ... mehr lesen
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Schnurre, Wolfdietrich: Der Schattenfotograf. Roman

Cover: Der Schattenfotograf

Berlin Verlag, Berlin 2010, ISBN 3827009316, Gebunden, 532 Seiten, 28,00 EUR

Mit einem Vorwort von Wilhelm Genazino. Zunächst glauben wir, ein Tagebuch zu lesen. Am Beginn steht ein Datum (August 1976), am Schluss ebenso (10. Januar 1977), und das Autobiographische fehlt nicht: die Kindheit mit dem Vater, der Krieg, Krankheit, Schmerz und Tod, aber auch das Glück. Über die Familie, das Lesen, das Wissen und das ... mehr lesen
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Berner, Rotraut Susanne / Schnurre, Wolfdietrich: Die Prinzessin kommt um vier. Eine Liebesgeschichte. (Bis 6 Jahre)

Cover: Die Prinzessin kommt um vier

Aufbau Verlag, Berlin 2000, ISBN 3351040008, Gebunden, 32 Seiten, 12,76 EUR

Kuscheltiere haben im Bilderbuch Konjunktur: Es wimmelt nur so von Häschen, Hündchen und herzigen Katzenkids. Was aber ist zum Beispiel mit einer garstigen Hyäne? Wolfdietrich Schnurre schreibt ihr einen großen Auftritt. Er zeigt uns ein seltsames gestreiftes Wesen, das sich in der Gefangenschaft des Zoos herzzerreißend nach Zärtlichkeit sehnt. ... mehr lesen
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Schnurre, Wolfdietrich: Kasimir hat einen Vogel. (Ab 4 Jahre)

Aufbau Verlag, Berlin 2000, ISBN 3351040105, Gebunden, 32 Seiten, 16,36 EUR

Illustrationen von Manfred Bofinger. Was soll man bloß machen, wenn es morgens an der Haustür klingelt und ein Vogel kommt auf Besuch? Kasimir Grünspan staunt nicht schlecht und lässt den Gast verblüfft herein. Der Vogel fühlt sich sauwohl beim Schneider Kasimir und - bleibt. Sein Lieblingsplatz ist Kasimirs Kopf. Armer ... mehr lesen
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