Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Wolfdietrich Schnurre

Kasimir hat einen Vogel

(Ab 4 Jahre)

Aufbau Verlag, Berlin 2000
ISBN-10 3351040105
ISBN-13 9783351040109
Gebunden, 32 Seiten, 16,36 EUR

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Klappentext

Illustrationen von Manfred Bofinger. Was soll man bloß machen, wenn es morgens an der Haustür klingelt und ein Vogel kommt auf Besuch? Kasimir Grünspan staunt nicht schlecht und lässt den Gast verblüfft herein. Der Vogel fühlt sich sauwohl beim Schneider Kasimir und - bleibt. Sein Lieblingsplatz ist Kasimirs Kopf. Armer Kasimir! Jetzt trägt er Tag und Nacht einen Hut, damit die scharfen Krallen nicht so schrammen. Sonst ist der Vogel aber rücksichtsvoll, nur leider ziemlich menschenscheu. Das gibt Probleme mit Kasimirs Schneiderkünsten. Die Leute beschweren sich: Wer einen Vogel hat, kann doch kein Schneider sein! Das macht Kasimir traurig. Er liebt seinen Beruf und inzwischen auch den Vogel. Was soll Kasimir jetzt bloß tun?

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.09.2002

Ein schönes Buch ist nach Ansicht des Rezensenten mit dem Kürzel gew. diese neuaufgelegte Erzählung von Wolfdietrich Schnurre ein schönes Buch, die Manfred Bofinger gelungen illustriert hat. Das erste Mal ist die Geschichte 1959 erschienen, damals nicht in einem Kinderbuch - in diesem Kontext landete die Geschichte erst einige Jahre später. Seither hat diese einfache, aber wirkungsvolle Erzählung "ganz selbstverständlich den Weg in die Köpfe von Erwachsenen und Kindern gefunden, um sich dort einzunisten und ihren subversiven Charakter zu entfalten", schwärmt der Rezensent. Auch die melancholischen Illustrationen gefallen ihm sehr gut, sie bringen nach "gew"'s Meinung das Leitmotiv der Geschichte, die "isolierte Zweisamkeit" ihrer beiden Helden wunderbar zum Ausdruck.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.12.2000

Vor Kasimirs Tür steht ein Vogel und den hat er dann. Aus der Redensart wird ein Problem, das nach einer Entscheidung verlangt. Es handelt sich, so der Rezensent Jakob Werth, um eine "skurrile, mehrdeutige Geschichte", die auch die unsentimentale Geschichte "einer großen Freundschaft" ist. Die Zeichnungen Manfred Bofingers findet der Rezensent "meisterhaft", sie fügen dem Text die Dimension einer "weiteren Lesemöglichkeit" hinzu.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren