Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Juri Andruchowytsch

Juri Andruchowytsch, geboren 1960 in Iwano-Frankiwsk/Westukraine, dem früheren galizischen Stanislau, studierte in Lemberg und Moskau und lebt nach Aufenthalten in Westeuropa und den USA heute wieder in Iwano-Frankiwsk.
Er debütierte als Lyriker, publizierte Essays und zahlreiche Artikel zu aktuellen Themen. 1985 war er Mitbegründer der legendären literarischen Performance-Gruppe "Bu-Ba-Bu" (Burlesk-Balagan-Buffonada). Seine drei Romane "Rekreacij" (1992), "Moskoviada" (1993), "Perverzija" (1999) wurden ins Polnische und Russische übersetzt. "Mein Europa" (mit Andrzej Stasiuk) erschien 2004 und 2005 der Roman "Zwölf Ringe", für den er mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Völkerverständigung 2006 ausgezeichnet wurde.

Bücher von Juri Andruchowytsch

Andruchowytsch, Juri: Perversion. Roman

Cover: Perversion

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 3518422499, Gebunden, 334 Seiten, 22,90 EUR

Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr. Stanislaw Perfecki, ein Held des ukrainischen Underground, Dichter und Happening-Künstler, wird zu einem internationalen Symposion über den postkarnevalistischen Irrsinn der Welt in Venedig erwartet. Unterwegs in die Lagunenstadt gerät er in die Fänge von Bohemiens im dekadenten München, ... mehr lesen
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Andruchowytsch, Juri: Werwolf Sutra. Gedichte

Cover: Werwolf Sutra

Das Wunderhorn Verlag, Heidelberg 2009, ISBN 3884233297, Gebunden, 89 Seiten, 17,80 EUR

Aus dem Ukrainischen von Stefaniya Ptashnyk und anderen. Juri Andruchowytsch, der in der deutschen Öffentlichkeit für eine neue, unabhängige Ukraine steht, begann als rebellische Lyriker in den 1980er Jahren. Die von ihm mitbegründete Gruppe BuBaBu (Burlesk-Balagan-Buffonada) galt als poetischer Aufbruch im Geist der Moderne. Bereits ... mehr lesen
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Andruchowytsch, Juri: Geheimnis . Sieben Tage mit Egon Alt

Cover: Geheimnis

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3518420119, Gebunden, 387 Seiten, 24,80 EUR

Interview. Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr. Wo bist du glücklich gewesen? Warum hast du beim Fußball geweint? Wessen Bücher würdest du auswendig lernen? Fragen eines deutschen Journalisten an einen ukrainischen Schriftsteller, der ein Jahr in Berlin verbringt. Sieben Tage lang sprechen Egon Alt und Juri Andruchowytsch ... mehr lesen
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Andruchowytsch, Juri: Engel und Dämonen der Peripherie. Essays

Cover: Engel und Dämonen der Peripherie

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3518125133, Kartoniert, 207 Seiten, 10,00 EUR

Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr. Ein bisschen Sisyphos, ein bisschen Sacher-Masoch lautet die Selbstbeschreibung des bekanntesten ukrainischen Schriftstellers im Jahr 2007. Die orange Revolution liegt weit zurück, fast alle Hoffnungen sind begraben, fangen wir wieder von vorn an Bei den frühen, prägenden Lektüren, Hesse, ... mehr lesen
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Andruchowytsch, Juri: Moscoviada. Roman

Cover: Moscoviada

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3518418262, Gebunden, 224 Seiten, 22,80 EUR

Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr. Otto von F., Literaturstudent aus der Westukraine, lebt in Moskau, dem "fauligen Herzen des halbtoten Imperiums". Im Wohnheim des Gorki-Instituts hocken die poetischen Hoffnungen aus der sowjetischen Provinz aufeinander, künftige Vertreter der jungen Nationalliteraturen, die Gedichte in ... mehr lesen
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Andruchowytsch, Juri: Zwölf Ringe. Roman

Cover: Zwölf Ringe

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3518416812, Gebunden, 307 Seiten, 22,90 EUR

Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr. Karl-Joseph Zumbrunnen, österreichischer Fotograf mit galizischen Wurzeln, reist in den neunziger Jahren immer wieder durch die Ukraine. Die Geburtswehen eines neuen Staates, die Ungleichzeitigkeit von brutal geschmackloser Kommerzialisierung, rückwärtsgewandter Huzulenfoklore, Resowjetisierung ... mehr lesen
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Andruchowytsch, Juri / Stasiuk, Andrzej: Mein Europa. Zwei Essays über das sogenannte Mitteleuropa

Cover: Mein Europa

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 351812370X, Kartoniert, 145 Seiten, 9,00 EUR

Aus dem Ukrainischen von Sofia Onufriv und aus dem Polnischen von Martin Pollack. Ja, Europa, dein Herz schlägt iregendwo zwischen Dijon und Paris, und dein schönes Haupt ist die Iberische Halbinsel auf dem blauen Kissen des Wassers. Dein unersättlicher Bauch ist Deutschland. Und ich? Das heißt wir? Sind wir etwa deine Lenden? ... mehr lesen
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Andruchowytsch, Juri: Das letzte Territorium. Essays

Cover: Das letzte Territorium

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3518124463, Broschiert, 193 Seiten, 10,00 EUR

Aus dem Ukrainischen von Alois Woldan. Die Ukraine, der zweitgrößte europäische Staat, ist auf unserer literarischen Landkarte nicht einmal in Umrissen vorhanden. Juri Andruchowytsch nimmt die begrenzten Kenntnisse seines Publikums in Westeuropa und in den USA ernst und bringt ihm in einer Reihe Essays diese unbekannte Region nahe. Jeder, ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

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Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen