Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Harald Welzer

Harald Welzer, geboren 1958, ist Soziologe und Sozialpsychologe. Er ist Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research in Essen und Forschungsprofessor für Sozialpsychologie an der Universität Witten-Herdecke. Arbeitsschwerpunkte: Erinnerungs- und Gedächtnisforschung, Tradierungsforschung, Psychologische Holocaust- und Gewaltforschung.

Bücher von Harald Welzer

Neitzel, Sönke / Welzer, Harald: Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben

Cover: Soldaten

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 3100894340, Gebunden, 512 Seiten, 22,95 EUR

Dieses Buch legt auf der Basis von 150.000 Seiten Abhörprotokollen erstmals eine überzeugende Mentalitätsgeschichte des Krieges vor. In von Briten und Amerikanern eigens eingerichteten Lagern wurden deutsche Kriegsgefangene aller Ränge und Waffengattungen heimlich abgehört. Sie sprachen über militärische Geheimnisse, ... mehr lesen
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Leggewie, Claus / Welzer, Harald: Das Ende der Welt, wie wir sie kannten. Klima, Zukunft und die Chancen der Demokratie

Cover: Das Ende der Welt, wie wir sie kannten

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3100433114, Gebunden, 278 Seiten, 19,95 EUR

Finanz- und Wirtschaftskrise, Klimawandel, schwindende Ressourcen und der Raubbau an der Zukunft der kommenden Generationen bilden einen beispiellosen sozialen Sprengstoff. Die Analyse der sich auftürmenden Krisen zeigt, wie Demokratien dabei unter die Räder kommen, wenn sie nicht radikal erneuert werden und den Weg aus der Leitkultur der ... mehr lesen
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Welzer, Harald: Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird

Cover: Klimakriege

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3100894332, Gebunden, 335 Seiten, 19,90 EUR

Aus den Völkermorden des 20. Jahrhunderts ist bekannt, wie schnell Menschen soziale Fragen mit radikalen und tödlichen Lösungen beantworten. Harald Welzer zeigt, wofür im 21. Jahrhundert getötet werden wird. Jenseits der Bemühungen um die Ursachen des Klimawandels gilt es aktuell zu verhindern, dass Menschen zur Flucht ... mehr lesen
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Heidbrink, Ludger (Hrsg.) / Welzer, Harald (Hrsg.): Das Ende der Bescheidenheit. Zur Verbesserung der Geistes- und Kulturwissenschaften

Cover: Das Ende der Bescheidenheit

C. H. Beck Verlag, München 2007, ISBN 3406559549, Paperback, 192 Seiten, 11,90 EUR

Angesichts der fundamentalen gesellschaftlichen Veränderungen unserer Gegenwart ist die kritische Kompetenz der Geistes- und Kulturwissenschaften notwendiger denn je. Die Leistungen, die sie erbringen, müssen und können aber wesentlich entschiedener vertreten werden. So wirft dieser Band auch kritische Blicke auf die eigenen Disziplinen ... mehr lesen
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Welzer, Harald (Hrsg.): Der Krieg der Erinnerung. Holocaust, Kollaboration und Widerstand im europäischen Gedächtnis

Cover: Der Krieg der Erinnerung

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3596172276, Taschenbuch, 293 Seiten, 10,95 EUR

Der Vernichtungsfeldzug der Nationalsozialisten hat tiefe Spuren im europäischen Gedächtnis hinterlassen. In diesem Buch wird erstmals untersucht, wie die Erfahrung von Krieg, Kollaboration, Komplizenschaft und Verfolgung zwischen den Generationen weitergegeben wird und welche Gestalt die Kriegserinnerung heute in verschiedenen europäischen ... mehr lesen
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Welzer, Harald: Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden

Cover: Täter

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3100894316, Gebunden, 323 Seiten, 19,90 EUR

Über den Holocaust ist viel geschrieben worden, aber die wichtigste Frage, ist bis heute nicht beantwortet: Wie waren all die ganz normalen Männer, gutmütigen Familienväter und harmlosen Durchschnittsmenschen imstande, massenhaft Menschen zu töten? Es gab keine Personengruppe, die sich der Aufforderung zum Morden verschlossen ... mehr lesen
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Markowitsch, Hans J. / Welzer, Harald: Das autobiographische Gedächtnis. Hirnorganische Grundlagen und biosoziale Entwicklung

Cover: Das autobiographische Gedächtnis

Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3608944060, Gebunden, 302 Seiten, 29,50 EUR

Das Gedächtnis ist es, was den Menschen von anderen Lebewesen unterscheidet. Genauer muß man sagen: Es ist das autobiographische Gedächtnis, das den Menschen zum Menschen macht. Es handelt sich um das Vermögen, "Ich" sagen zu können und damit eine einzigartige Person zu meinen, die eine besondere Lebensgeschichte, ... mehr lesen
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Moller, Sabine / Tschuggnall, Karoline / Welzer, Harald: Opa war kein Nazi. Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis

Cover: Opa war kein Nazi

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3596155150, Taschenbuch, 246 Seiten, 10,90 EUR

Unter Mitarbeit von Olaf Jensen und Torsten Koch. Was wird in Familien "ganz normaler" Deutscher über Nationalsozialismus und Holocaust überliefert? Die Autoren haben in Familiengesprächen und Interviews untersucht , was Deutsche aus der NS-Vergangenheit erinnern, wie sie darüber sprechen und was davon an die Kinder- und Enkelgeneration ... mehr lesen
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Welzer, Harald: Das kommunikative Gedächtnis. Eine Theorie der Erinnerung

Cover: Das kommunikative Gedächtnis

C. H. Beck Verlag, München 2002, ISBN 340649336X, Broschiert, 246 Seiten, 19,90 EUR

Mit 25 Abbildungen. Das Gedächtnis ist nicht das, wofür wir es halten. Lange Zeit dachte man, es sei ein untrügliches Archiv, eine Art Computer, in dem Erlebnisse und Ereignisse gespeichert werden, die es nur abzurufen gilt. Welch ein Irrtum! Das Gedächtnis weiß nicht nur mehr als wir wissen, sondern es ist zudem auch noch ... mehr lesen
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Welzer, Harald (Hrsg.): Das soziale Gedächtnis. Geschichte, Erinnerung, Tradierung

Cover: Das soziale Gedächtnis

Hamburger Edition, Hamburg 2001, ISBN 3930908662, Gebunden, 300 Seiten, 25,00 EUR

Internationale Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den unterschiedlichsten Disziplinen widmen sich der Topografie des Gedächtnisses. Am Beispiel sozialer Erinnerungspraktiken wird die Frage nach dem Spannungsfeld von Geschichte und Erinnerung ins Zentrum gerückt. Die Untersuchung beiläufiger und absichtsloser Praktiken der Bildung von Vergangenheit ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Dies pralle Leben

02.01.2012: Albrecht Selge flaniert durch Berlin. Christina Maria Landerl streift durch Wien. Josh Weil liebt seinen Deutz-Traktor. Mary Bauermeister experimentiert mit Karlheinz Stockhausen. Doug Saunders erkundet die Geburtsstätte der neuen Mittelschicht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Januar. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen