Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ludger Heidbrink (Hrsg.), Harald Welzer (Hrsg.)

Das Ende der Bescheidenheit

Zur Verbesserung der Geistes- und Kulturwissenschaften

Cover: Das Ende der Bescheidenheit

C. H. Beck Verlag, München 2007
ISBN-10 3406559549
ISBN-13 9783406559549
Paperback, 192 Seiten, 11,90 EUR

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Klappentext

Angesichts der fundamentalen gesellschaftlichen Veränderungen unserer Gegenwart ist die kritische Kompetenz der Geistes- und Kulturwissenschaften notwendiger denn je. Die Leistungen, die sie erbringen, müssen und können aber wesentlich entschiedener vertreten werden. So wirft dieser Band auch kritische Blicke auf die eigenen Disziplinen und schlägt neue Töne an. Die Autorinnen und Autoren sind allesamt Geistes- und Kulturwissenschaftler, die mitten im Leben und im Beruf stehen. Sie verkünden das Ende der intellektuellen, politischen und definitorischen Bescheidenheit und formulieren zentrale Kriterien einer Orientierung der Kulturwissenschaften entlang aktueller gesellschaftlicher Problemlagen.
Mit Beiträgen von Josef Früchtl, Petra Gehring, Michael Jeismann, Albrecht Koschorke, Michael Pauen, Claudia Schmölders, Wolfgang Ullrich, Barbara Vinken, Cornelia Vismann, Elisabeth von Thadden, Uwe Justus Wenzel und anderen.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Das Ende der Bescheidenheit - mehr zum Buch bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.06.2007

Valentin Groebner kann sich über diesen Sammelband, in dem Kultur- und Geisteswissenschaftler über die Zukunft ihrer Zunft nachdenken, nur wundern, versammeln die Beiträge doch vor allem die Laster, über die die Herausgeber in ihrem Vorwort klagen. So hat der Rezensent statt konkreter Vorschläge zur Verbesserung der Geisteswissenschaften, die von Ludger Heidbrink und Harald Welzer in der Einleitung eingefordert werden, nur "Sonntagsreden", gepaart mit Larmoyanz gelesen, wie er streng urteilt. Optimistische Einschätzungen der geisteswissenschaftlichen Arbeit hat Groebner kaum gefunden und findet es seltsam, dass sich die meisten der Beiträger vor Veränderungen regelrecht zu fürchten scheinen. Immerhin aber haben ihn einige Aufsätze wie der von Petra Gehrig zu Erfahrungen mit Wissenschaftsdatenbanken oder Michael Nauens Ausführungen über den "Selbsthass" der Geisteswissenschaftler dann doch gefallen.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.03.2007

Nicht immer einverstanden ist Stephan Schalk mit diesem Band zur Lage der Geistes- und Kulturwissenschaften. In der offensiven Haltung der Herausgeber Ludger Heidbrink und Harald Welzer, die ein "Ende der Bescheidenheit" fordern, sieht er eher eine Flucht als einen Angriff. Auch das Plädoyer, die Geistes- und Kulturwissenschaften sollten sich in Sachen "Gesellschaftsorientierung" gesellschaftlich nützlich machen, hält er für fragwürdig. Zu seiner Freude bietet der Band aber auch Stimmen, die sich nicht den "großsprecherischen Parolen" der Herausgeber beugen, wie der Beitrag über Niklas Luhmann. Insgesamt vermitteln die zahlreichen "akademischen Häppchen" bei Schalk allerdings einmal mehr den Eindruck, die Kulturwissenschaften seien zwar reich an Ansichtserklärungen, Programmatiken und Antragsskizzen, aber arm an großen Studien und Monografien. Statt des "Endes der Bescheidenheit" votiert Schalk erst mal für eine gewisse Disziplinierung der Kulturwissenschaften, haben sie in einen Augen doch "allzu lange zügellos" dem "Abseitigen und Spekulativen" gefrönt.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren