Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Michail M. Bachtin

Michail Michailovich Bachtin wurde 1895 geboren und ist russischer Sprach- und Literaturtheoretiker und Philosoph. Nach dem 1918 in Petersburg abgeschlossenen Studium der Altphilologie entwickelte Bachtin in den Jahren der sowjetischen Kulturrevolution seine theoretischen Grundpositionen unter anderem zu Studien von Freud und zum Marxismus, die teilweise nicht unter seinem Namen erschienen. 1929 wurde er aus politischen Gründen verhaftet und nach Kasachstan verbannt. Lange Jahre durfte er nur in der Provinz leben, wo er als Bibliothekar, Lehrer, Dozent und Privatgelehrter die bis in die 50er Jahre andauernden stalinistischen Säuberungsaktionen überlebte, jedoch kaum Publikationsmöglichkeiten hatte. Erst Anfang der 60er Jahre wurde er politisch rehabilitiert. Danach wurde der akademische Außenseiter zum Modetheoretiker und Begründer einer neuen Literaturbetrachtung, der Dialogizität. Bachtin starb 1975.

Bücher von Michail M. Bachtin

Bachtin, Michail M.: Autor und Held in der ästhetischen Tätigkeit.

Cover: Autor und Held in der ästhetischen Tätigkeit

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3518294784, Paperback, 356 Seiten, 13,00 EUR

Aus dem Russischen von Hans-Günter Hilbert, Rainer Grübel, Alexander Haardt und Ulrich Schmid. Diese Frühschrift des fast schon klassischen russischen Kulturphilosophen Michail M. Bachtin, auf den so wichtige literaturtheoretische Konzepte wie Dialogizität, Polyphonie und Karnevalismus zurückgehen, ist der Schlüssel zu ... mehr lesen
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Bachtin, Michail M.: Chronotopos.

Cover: Chronotopos

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3518294792, Paperback, 242 Seiten, 10,00 EUR

Aus dem Russischen von Michael Dewey. Die verzögerte internationale Entdeckung Michail M. Bachtins führte erst in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts auch in Deutschland zur Übersetzung seiner bekanntesten Studien. Während sich seine Begriffe - Karnevalismus, Polyphonie und vor allem Dialogizität - in ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen