Aus dem Russischen von Michael Dewey. Die verzögerte internationale Entdeckung Michail M. Bachtins führte erst in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts auch in Deutschland zur Übersetzung seiner bekanntesten Studien. Während sich seine Begriffe - Karnevalismus, Polyphonie und vor allem Dialogizität - in der Literatur- und Kulturtheorie etablierten, wurde das Konzept des Chronotopos vergleichsweise wenig beachtet. Die Wiederauflage des vergriffenen Essays Formen der Zeit und des Chronotopos im Roman mit einem Nachwort, das Bachtins "Raumzeit" theoriegeschichtlich kontextualisiert, eröffnet zahlreiche Anschlußmöglichkeiten für die aktuelle Raumdebatte in den Geschichts-, Sozial- und Literaturwissenschaften.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…