Aus dem Russischen von Michael Dewey. Die verzögerte internationale Entdeckung Michail M. Bachtins führte erst in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts auch in Deutschland zur Übersetzung seiner bekanntesten Studien. Während sich seine Begriffe - Karnevalismus, Polyphonie und vor allem Dialogizität - in der Literatur- und Kulturtheorie etablierten, wurde das Konzept des Chronotopos vergleichsweise wenig beachtet. Die Wiederauflage des vergriffenen Essays Formen der Zeit und des Chronotopos im Roman mit einem Nachwort, das Bachtins "Raumzeit" theoriegeschichtlich kontextualisiert, eröffnet zahlreiche Anschlußmöglichkeiten für die aktuelle Raumdebatte in den Geschichts-, Sozial- und Literaturwissenschaften.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…