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zuletzt aktualisiert 02.09.2010, 14.19 Uhr

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Vorgeblättert

Götz Aly: Unser Kampf

10.02.2008. Vierter und letzter Teil des Vorabdrucks aus Götz Alys Buch über 1968 "Unser Kampf": Auf der Suche nach fehlender zwischenmenschlicher Wärme. Die 68er waren Kinder der 33er, die ihre schönsten Zeiten unter Hitler hatten und nach 1945 ihren Halt verloren.

Bild zum ArtikelGötz Aly: Unser Kampf
1968

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008
256 Seiten, gebunden, 19,90 Euro

Erscheint im Februar 2008

Bestellen bei buecher.de

Zur Leseprobe 1
: Eine Leiche Keller: Mao

Zur Leseprobe 2
: Die Gesellschaft der 68er

Zur Leseprobe 3: Die Flucht der 68er aus der deutschen Vergangenheit

Zur Leseprobe 4: Die 68er und ihre Eltern

Nachtrag vom 25. Februar: Überblick über die kontroversen Reaktionen der Kritik.

Mehr Informationen beim S. Fischer Verlag


Zum Buch: Die Achtundsechziger bekämpften den Staat und das Kapital, genannt "das herrschende System". Die Rebellen- und Gendarm-Spiele von 1968 tobten in den Puddingbergen des Wirtschaftswunderlandes. Die Angegriffenen reagierten konfus, aber weit vernünftiger, als die Legende behauptet. Anders als die gängige Veteranen-Literatur zum Thema 68 untersucht Götz Aly, wie die Gegenseite damals dachte. Er benutzt die Akten des Bundeskanzleramts, des Innenministeriums, des Verfassungsschutzes und die Nachlässe aus der Emigration zurückgekehrter Professoren wie Richard Löwenthal und Ernst Fraenkel. Er prüft, was Zeitgenossen wie Peter Wapnewski, Josef Ratzinger oder Joachim Fest zu der plötzlichen Unruhe in der Jugend zu sagen hatten. Er zeigt, was die damaligen Maoisten über die Verbrechen Mao Tse-tungs hätten wissen können und wie sie vor der geschichtlichen Last des Väterlands in die Verherrlichung ferner Guerilleros flohen. Gleichzeitig schreibt Aly aus eigener Erfahrung. Er gehörte selbst zu den Achtundsechzigern und findet heute: "Es ist schwer, den eigenen Töchtern und Söhnen zu erklären, was einen damals trieb."
Anhand der Quellen analysiert er die "Bewegung" von 1968 als speziell deutschen Spätausläufer des totalitären 20. Jahrhunderts und kommt zu dem Schluss: Die revoltierenden Kinder der Dreiunddreißiger-Generation waren ihren Eltern auf elende Weise ähnlich.

Bild zum ArtikelZum Autor: Götz Aly, geboren 1947 in Heidelberg, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München, studierte Geschichte und Politische Wissenschaften (Dr. rer. pol.) in Berlin. Er hat wichtige Veröffentlichungen zur Sozialpolitik und zur Geschichte des Nationalsozialismus vorgelegt. Er war Redakteur bei der "tageszeitung", bei der "Berliner Zeitung", war Gastprofessor am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main und arbeitet als freier Autor. 2002 wurde er mit dem Heinrich-Mann-Preis ausgezeichnet, 2003 mit dem Marion-Samuel-Preis.

Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. "Vordenker der Vernichtung" (1991, mit Susanne Heim); "'Endlösung'" (1995); "Die restlose Erfassung. Volkszählen, Identifizieren, Aussondern im Nationalsozialismus" (mit Karl Heinz Roth); "Das letzte Kapitel. Der Mord an den ungarischen Juden" (mit Christian Gerlach); "Rasse und Klasse. Nachforschungen zum deutschen Wesen"; "Im Tunnel. Das kurze Leben der Marion Samuel 1931 - 1943" (Leseprobe); "Hitlers Volksstaat. Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus" (Leseprobe); "Volkes Stimme. Skepsis und Führervertrauen im Nationalsozialismus"; "Fromms. Wie der jüdische Kondomfabrikant Julius F. unter die deutschen Räuber fiel" (mit Michael Sontheimer, Leseprobe).

Foto: Michael Schmitt

Zur Leseprobe

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Archiv: Vorgeblättert

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30.08.2010. Von 1939 bis 1964 führten Hannah Arendt und Gershom Scholem einen intensiven Briefwechsel, in dem sie sich über jüdische Geschichte und jüdisches Selbstverständnis auseinandersetzten. Lesen Sie hier Auszüge aus der Korrespondenz, in denen es um Walter Benjamins Tod und Hannah Arendts Bericht "Eichmann in Jerusalem" geht. Mehr lesen

Elisabeth Badinter: Der Konflikt

23.08.2010. Frauen sollten wieder zurück zu Heim und Herd. Diesmal nicht, um den Mann zu umsorgen, sondern das Kind. Unter dem Banner der Natürlichkeit werden die Ansprüche an die gute Mutter so in die Höhe geschraubt, dass Frauen ihre Freiheiten wieder zu verlieren drohen, fürchtet Elisabeth Badinter. Lesen Sie hier einen Auszug aus ihrem neuen Buch "Der Konflikt".
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19.08.2010. Die argentinische Journalistin Maria Sonia Cristoff bereist  Patagonien und berichtet von den Menschen, die es dorthin verschlagen hat, in diese gottverlassenen Landschaften am anderen Ende der Welt. Lesen Sie hier einen Auszug aus: "Patagonische Gespenster". Mehr lesen

Ngugi wa Thiong'o: Träume in Zeiten des Krieges

16.08.2010. "Ich hatte keine Farm in Afrika" könnte der erste Satz von Ngugi wa Thiong'os Buch lauten. Der kenianische Schriftsteller erzählt von seiner Kindheit in einer Bauernfamilie mit dreiundzwanzig Geschwistern, den Befreiungskämpfen der Mau-Mau und vom großen Glück, die Schule besuchen zu dürfen. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Träume in Zeiten des Krieges". Mehr lesen

Zora del Buono: Big Sue

12.08.2010. Zora del Buono erzählt in ihrem Roman "Big Sue" von der Suche eines Mannes nach seinen Wurzeln. Dabei trifft er unter anderem auf eine neugierige Journalistin, Geister in einer Villa, Alligatoren in den Sümpfen Georgias und gutgehütete Geheimnisse. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Big Sue". Mehr lesen

Cesarina Vighy: Mein letzter Sommer

09.08.2010. In ihrem Romandebüt erzählt die über 70-jährige Italienerin Cesarina Vighy von ihrem Leben in Venedig und Rom und zieht Bilanz angesichts einer unheilbaren Krankheit und von Fragen, die nie beantwortet werden. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Mein letzter Sommer". Mehr lesen

Regie: Ruth Berghaus. Geschichten aus der Produktion

05.08.2010. Irene Bazinger hat einen Band mit Erinnerungen an die große Regisseurin Ruth Berghaus zusammengestellt. In unseren Leseproben erzählt Hans Neuenfels, wie ihm Berghaus einen Antrag machte, Achim Freyer streitet sich über Kommunismus, und Jürgen Flimm erinnert sich an "Generalin Ruth". Mehr lesen

Francis Wyndham: Der andere Garten

02.08.2010. Die dreißigjähre Kay steht im Mittelpunkt dieser Geschichte aus dem England des Zweiten Weltkriegs. Erzählt wird sie von einem Jungen, der sich mit ihr anfreundet und in der Zeit erwachsen wird. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman "Der andere Garten" von Francis Wyndham.
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Romualdas Granauskas: Das Strudelloch

29.07.2010. Der litauische Schriftsteller Romualdas Granauskas erzählt in seinem Roman "Das Strudelloch" von Gaucys Jiuozapas, der alles richtig machen will und doch keine Chance hat, den gnadenlosen Verhältnissen seines Lebens zu entkommen. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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26.07.2010. In Argentinien verschwanden während der Militärdiktatur in den siebziger Jahren ungefähr 30.000 Menschen. Auch die Frau und Kampfgefährtin von Carlos, der sich auf die Suche nach ihr macht und auf die Täter von damals trifft. In "Wir haben uns geirrt" erzählt der argentinische Schriftsteller Martin Caparros vom Scheitern revolutionärer Ideale, von Schuld, Gewalt und Sühne. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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19.07.2010. Drei Männer erzählen in diesem epischen Roman über Ri Koran von ihrer Begegnung mit der asiatischen Schauspielerin, Sängerin, Politikerin und Journalistin. Anhand der Stationen ihres Lebens zeichnen sie ein Bild aus östlicher und westlicher Sicht der Dramen des 20. Jahrhunderts. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Die drei Leben der Ri Koran" des niederländischen Autors Ian Buruma.
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05.07.2010. "Die Angst des Leuchtturmwärters vor dem Leuchtturm" könnte der Titel dieses existenzialistischen Berichtes des Jean-Pierre Abraham sein, der in den sechziger Jahren auf Ar-Men, dem westlichsten Leuchtturm vor der bretonischen Küste, die Welt auslotet. Lesen Sie hier Auszüge aus "Der Leuchtturm". Mehr lesen

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28.06.2010. El Negro heißt der Protagonist dieses Krimis. Er scheitert nicht nur in der Liebe, sondern auch in seiner kriminellen Karriere, und nicht zuletzt an der Verstrickung der argentinischen Militärdiktatur Ende der siebziger Jahre mit dem Verbrechermilieu. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Und der Engel spielt dein Lied" des argentinischen Autors Raul Argemi. Mehr lesen

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