Bücher der Saison
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Außer Atem
Berlinale 7. Tag
Von Ekkehard Knörer, Anja Seeliger
15.02.2007. In Zhang Lus "Desert Dream" ist die mongolische Steppe sehr weit und leer, hin und wieder erklingen nordkoreanische Volkslieder. Zack Snyders Comic-Verfilmung "300" ist nicht der schlechteste Film der Welt - aber nahe dran. Olivier Meyrous besucht für "Celebration" das gespenstische Haus Saint Laurent. Eine Liste aller besprochenen Filme finden Sie hier.
Nordkoreanisch: Zhang Lus "Desert Dream" (Wettbewerb)
Es gibt im Grund nur zwei Sorten Filme. Bei der einen weiß man nie, wenn’s Handy klingelt, ob es im Kinosaal oder auf der Leinwand ist. Bei der anderen kann es nur am vergesslichen Kinobesucher liegen, denn droben auf der Leinwand ist nichts als Steppe in der inneren Mongolei. Das hatten wir schon, in "Tuyas Ehe", sah jedenfalls ähnlich aus fürs nicht eingeweihte Auge. (Hier eventuell mehr grün.) "Desert Dream" ist nun eine Steppengeschichte mit nordkoreanischer Komponente. In der Jurte in der Steppe lebt Hangai (Bat-ulzii) mit Frau und Tochter. Er pflanzt Baumschößlinge in den Sand, mehr aus Prinzip oder wahrscheinlicher noch aus symbolischen Gründen, denn ein Film über das Ausharren auf verlorenem Posten ist auch dies. (Fraglos ein roter Faden des diesjährigen Festivals, von den Thermopylen über den Libanon bis in die Mongolei. Hier aber, anders als bei den Thermopylen, kein großes Geschrei. Nur die eventuell poetisch gemeinte nordkoreanische Volksliedfolter.) Hangais Tochter ist krank, drum geht seine Frau mit ihr davon, in die Hauptstadt Ulan Bator.
Doch Hangai bleibt nicht lange allein. Über den Grenzfluss aus Nordkorea geflohen sind Choi Soon-hee (Seo Jung) und ihr Sohn Chang-ho (Shin Dong-ho); der Vater wurde bei der Flucht erschossen. Einfach so stehen eines Tages die beiden dann vor der Jurtentür. Natürlich verstehen die einen den anderen nicht und der eine nicht die anderen. Für uns aber wird freundlicherweise alles untertitelt. Eine vierte Figur, ein Soldat, kommt ins Spiel und in der Jurte und draußen kommt man einander näher, aber es dauert seine Zeit. Alles dauert hier seine Zeit. Bedächtig die Gesten, schweigsam die Figuren, weit und leer die Steppe. Gelegentlich geschieht Unerklärliches, einmal etwa geht Choi Soon-hee nachts ganz nackig hinaus in die Landschaft. Freilich kehrt sie, wie stets, wenn sie, was öfter geschieht, sich auf- und davonmacht, wieder zurück. Einmal taucht auch ein südkoreanisches Filmteam auf in der Steppe, weiß der Teufel, vielleicht ist es von Seiten des Filmemachers Selbstironie.
Immerhin hat "Desert Dream" eine auf die Dauer ziemlich lustige Kameramanier. Und zwar so: Es beginnt immer mit einer starren Einstellung auf ein oder zwei oder drei Figuren im Bild. Dann gehen die Figuren nach links davon (nie nach rechts, scheint mir, aber ich kann mich täuschen, ich bin eventuell gelegentlich eingenickt während es Films). Die Kamera verharrt auf dem nun menschenleer gewordenen Bild. Dann schwenkt sie langsam nach links, den aus dem Bild Verschwundenen hinterher. Manchmal, aber nicht immer, taucht dann was Überraschendes zusätzlich auf: oft eine weitere Figur. Es gibt aber, der Abwechslung halber, auch Einstellungen, aus denen die Figuren nach sehr schräg links unten aus dem Bild gehen. Da müsste die Kamera, um ihnen zu folgen, den Hals schon sehr jäh verrenken. Das tut sie aber nicht, bei diesen Einstellungen folgt nach dem kurzen Harren auf der Menschenleere verlässlich ein Schnitt.
Ok, "Desert Dream" ist kein böser Film, und ohne jeden Zweifel ist er vor allem gut gemeint. Die Jury der evangelischen oder katholischen Kirche wählt sowas sehr gerne zum Film des Monats. Es ist nicht ganz fair, sich über ihn lustig zu machen, aber in einem über weite Strecken bodenlosen Wettbewerb reißt der aufs Äußerste strapazierte Geduldsfaden des Kritikers irgendwann. Bei mir ist's in der mongolischen Steppe passiert. Kommen Sie mir einfach nicht zu nahe für den Rest des Festivals. Könnte sein, dass ich in spartanisches Kampfgeschrei oder nordkoreanische Volkslieder ausbreche. Aber ich kann nichts dafür. Echt. Kosslick ist schuld.
Ekkehard Knörer
"Hyazgar - Desert Dream". Regie: Zhang Lu. Mit Bat-ulzii, Seo Jung, Shin Dongho, Munkhjiin, Enkthuul, Bayasgalan, Nomin, Bakchul. Republik Korea 2006, 123 Minuten (Wettbewerb)
In slow motion: Olivier Meyrous "Celebration" (Panorama Dokumente)
Dieser Film ist der Wahnsinn. Das beginnt schon mit dem Regisseur, Olivier Meyrou. Nach der Vorführung erzählte er, wie das ganze Projekt zustande kam: Er wollte im Einverständnis mit dem Haus Saint Laurent einen Film machen, der die "Celebration" Saint Laurents zeigt - die Feiern eines Modemachers, der auf der ganzen Welt verehrt wird. Dieses anbiedernde Konzept war vollkommen verrückt, weil Meyrou sich nicht die Spur für Mode interessiert, nur für den "Mythos" und keinerlei Bezug zu dieser Welt hat. Meyrou, ein freundlich-harmloser Typ in Jeans und Kapuzensweatshirt, schildert der Presse schaudernd die Atmosphäre im Haus Saint Laurent: "Sobald man von der Straße ins Haus trat, schien sich die Welt in slow motion abzuspielen. Alle flüsterten, gingen auf Zehenspitzen vor diesem schwachen Yves Saint Laurent, der alle beherrschte." Die Etikette war Meyrou so fremd, dass er es nicht einmal gewagt hat, dem Mann eine Frage zu stellen. Statt dessen filmte er andere Journalisten, die Saint Laurent interviewten.
Verrückt war auch Pierre Berge, Saint Laurents Partner, der diesem Film zuerst zugestimmt hat.
Die Dreharbeiten begannen 1998 und zu dieser Zeit war Saint Laurent einfach nicht mehr präsentabel, physisch ein Wrack, psychisch völlig gaga. Einmal wartet ein Fernsehteam auf ihn. Die Journalistin macht sich Sorgen. Sie möchte mit ihm über seine "Emotionen" sprechen. Aber wird er überhaupt runterkommen? Riesenbohei, die Sprecherin von Saint Laurent steht unter einer solchen Anspannung, dass der Zuschauer sich krümmt. Die Angestellten flüstern mit aufgerissenen Augen, oben versucht Pierre Berge den Mann aus dem Zimmer zu locken. Und dann kommt er. Berge geht vor ihm, die Kamera ist hinter ihm. Mit gekrümmten Schultern und hängendem Kopf trabt er langsam hinter Berge den Gang entlang und die Treppe runter. Auf dem Absatz hängt ein riesiger Spiegel. Saint Laurent dreht den Kopf und macht in panischem Schrecken einen Satz zur Seite. Er muss an diesem Spiegel schon tausend mal vorbeigegangen sein!
Später sehen wir, wie ihn eine französische Journalistin interviewt. Er habe sich entschlossen, ganz neu anzufangen. "Ich habe beschlossen, meine Ängste wegzuwerfen." Schiebt die Oberlippe vor. "Ich habe beschlossen, mein Leben jetzt zu genießen, Freude an der Arbeit zu finden." Scheues Lächeln, wieder schiebt er die Oberlippe vor. Ein alter Mann, der wie eine schmollende Siebzehnjährige kokettiert. Das erschreckendste an diesem Film ist der Moment, in dem man begreift, dass nicht Berge oder irgendwelche geschäftstüchtigen Männer in Anzügen diese gespenstische Atmosphäre schaffen. Nicht sie verwandeln die Angestellten in Dienstboten und das kreative Genie Saint Laurent in ein Gespenst. Es ist Saint Laurent, der diese Atmosphäre schafft. Die Leute haben Angst vor ihm! Selbst Berge hat Angst vor ihm. Sein Mund zuckt schon fast genauso wie der von Saint Laurent.
Verständlich, dass Meyrou dies alles fremd blieb. Wem ginge das nicht so? Vorwerfen muss man ihm allerdings, dass er kein Interesse an Saint Laurents Metier hat. Die Kleider bleiben vollkommen im Hintergrund. Das degradiert alle, die daran arbeiten, die Näherinnen, Couturiers, sogar Loulou de la Falaise zu unterwürfigen Sklaven. Ihr Stolz bleibt unverständlich und skurril. Das muss auch Berge irgendwann begriffen haben. Er ließ die Aufführung des Films verbieten. In Frankreich darf er nicht gezeigt werden.
Anja Seeliger
"Celebration". Regie: Olivier Meyrou. Frankreich, 2006, 74 Minuten (Panorama Dokumente)
Eine Menge Spartiaten geh'n futsch: Zack Snyders "300" (Wettbewerb außer Konkurrenz)
Dieser Film ist im Grünen gedreht, und im Blauen. Das Land der Griechen mit dem Rechner suchend: Zack Snyder, der, dem Comic Frank Millers ("Sin City", "The Dark Knight Returns") folgend, die Schlacht bei den Thermopylen in Pixeln malt. Vor Hintergründen, von denen sie beim Dreh noch nichts ahnten, agieren Männer mit Muskeln und Schwertern und Schilden und deklamieren mit rollenden Augen Sätze, als stünden sie auf Kothurnen, dabei sind's nur Leichen von Persern, haufenweis.
Aus Stahl sind die Körper und aus hirnloser Grütze die Dialoge. Blut spritzt. Pfeilhagel fliegt. Frauenkörper, halbnackt, winden sich, Männerkörper, halbnackt, schlagen sich, grün und blau, und der Film schwitzt aus allen Poren Jungsfantasien. Wer natürlich die Cover billiger SciFi-Paperbacks für große Kunst halten sollte, wer in David Hamilton einen Poeten des weiblichen Körpers sieht, wer Farbfilter liebt, hinter denen die mühsam errechnete Berge, Schluchten, Ebenen Griechenlands mal gülden, mal blechern glänzen, wer das alberne Spucken großer Töne partout mit Poesie und Heldenmut verwechseln oder sich einfach nur mal mit faschistischem Camp oder campigem Faschismus amüsieren will, der wird gewiss vor dieser bleischweren Comic-Verfilmung wie Leonidas vor dem wundersam gepiercten König und Halbgott Xerxes in die Knie gehen. Der Rest der Welt tue dann, wie die Spartiaten tun, und werfe in Richtung dieses Machwerks Worte wie Speere in der freilich vergeblichen Hoffnung, ihm den Garaus zu machen.
Besucher der Pressevorführung, kommst Du nach Sparta, so verkündige dorten, du habest die Kritiker lachen, buhen und Reißaus nehmen gesehen. 300 Spartiaten geh'n futsch bei den Thermopylen, König Leonidas isst einen Apfel, Köpfe rollen, Kiefer malmen, der Antike, der englischen Sprache und der Schauspielkunst wird ein Leid's getan und du kannst sagen, du seist dabei gewesen.
Ekkehard Knörer
"300". Regie: Zack Snyder. Mit Gerard Buttler, Lena Headey, David Wenham, Dominic West. USA 2006, 117 Minuten (Wettbewerb außer Konkurrenz)
Eine Liste aller besprochenen Filme finden Sie hier.
Archiv: Außer Atem
Hier ist das Positive!
14.02.2009. Aktualisierung vom Samstagabend: Und was sollen wir sagen? Die Jury hat auf Ekkehard Knörer gehört: "La teta asustada" bekommt den Goldenen Bären! / Es gibt bei der diesjährigen Berlinale überhaupt nur einen einzigen plausiblen Kandidaten für den Goldenen Bären, nämlich "La teta asustada" von Claudia Llosa. Mehr lesen
Berlinale 8. Tag
13.02.2009. Baek Seung-Bins "Members of the Funeral" beerdigt Ich liebe Dich. "Deutschland 09" - ein gemischtes Vergnügen, nur nicht im Bordell. Dokumentiert das Leben in den Bergen Montanas aus der Perspektive eines Schafs: Lucien Castaing-Taylors "Sweet grass". Da sitzen dann Michel Piccoli, Bruno Ganz und Irene Jacob im Hotel herum, schwingen große Reden, blicken bedeutungsvoll in die Luft und sind plötzlich nichts anderes mehr als Altlasten des Autorenkinos einer vergangenen Zeit: Theo Angelopoulos' "The Dust of Time". Mehr lesen
Berlinale 7. Tag
12.02.2009. Claudia Llosas "Milk of Sorrow" sucht die Emanzipation in Lima. Cong Fengs Dokumentation "Dr. Ma..." über einen chinesischen Landarzt gehört zu den eindrücklichsten Filmen dieses Festivals. Der im Vorfeld der Berlinale umstrittene Film "Letters to the President" von Petr Lom ist kein Propagandafilm für Ahmadinedschad, sondern wirft einen unheimlichen Blick auf ein Pulverfass vor der Explosion. Und Hans-Christian Schmids "Die wundersame Welt der Waschkraft". Und Rudolf Thomes "Pink"! Mehr lesen
Berlinale 6. Tag
11.02.2009. Eine zirzensische Tour de Force unternimmt Sean Penn in Gus van Sants "Milk". A la tete de Mehmet zielt Isabelle Adjani in Jean-Paul Lilienfelds "La journee de la jupe". Ivy Hos "Claustrophobia" erzählt vom sang- und klanglosen Ende einer Liebe im Auto. Chen Kaiges "Forever Enthralled" porträtiert den Künstler als Leerstelle. Hinter den idyllischen Bildern von Ichii Masahides "Naked of Defenses" rumort Grausiges. Mehr lesen
Berlinale 5. Tag
10.02.2009. Im Dienste eines neuen Republikanismus: Thomas Heises Dokumentarfilm über 1989 "Material". Nüchtern in London: Rachid Boucharebs Wettbewerbsfilm "London River". Erzählt vom Erwachsenwerden in Istanbul: Reha Erdems "Hayat Var". Führt ungeduldige Streitgespräche mit ihrer Mutter: Rebecca Millers "Pippa Lee". Mehr lesen
Berlinale 4. Tag
09.02.2009. Maren Ades Wettbewerbsfilm "Alle Anderen" erkundet jede mögliche Gasse und Sackgasse zwischen Ironie und Postironie. Michael Glawoggers "Das Vaterspiel" schlägt Funken. Die "Geschichte des israelischen Kinos" von Raphael Nadjari ist mit dreieinhalb Stunden einfach zu kurz. Dominic Murphy feiert in "White Lightning" einen drogensüchtigen steppenden Psychopathen. Luc Moodyssons Film "Mammoth" findet's zu Hause doch am schönsten. Mehr lesen
Berlinale 3. Tag
08.02.2009. Macht es sich gemütlich in seiner Latte-Macchiato-Umgebung: Andrew Bujalskis "Beeswax". Ulli Lommels "Absolute Evil" ist ein Monstrum von einem film noir. Simone Bitton dokumentiert den Tod der amerikanischen Friedensaktivistin Rachel in Gaza. Tommy Lee Jones gesellt sich für ein Foto zu den Toten in Bertrand Taverniers "In the electric mist". Spanische Frauen legen jeden Macho aufs Kreuz, beweist Agustin Diaz Yanes in "Solo quiero caminar". Außerdem besprochen: Lars Jessens "Dorfpunks", Hans-Christian Schmids "Sturm", Sebastian Schippers "Mitte Ende August" und John Cooks "Schwitzkasten". Mehr lesen
Berlinale 2. Tag
07.02.2009. Informationspolitische Cleverness beweist Asghar Farhadi in seinem Wettbewerbsfilm "Darbareye Elly - About Elly". Radu Judes "The Happiest Girl in the World" klammert sich so fest an ihre Chance wie an ihre gehäkelte Handtasche. Verstreut symbolisch Samen: Mans Manssons "Mr. Governor". Francois Ozons "Ricky" fliegt, hebt aber nicht ab. Stephen Daldrys "Der Vorleser" scheitert an seiner obszönen Symbolik. Dante Lams "The Beast Stalker" ist feines Pulp-Entertainment über Menschen mit Narben. Richard Brouillettes Antiglobalisierungsfilm "L'Encerclement" prunkt mit gut gewählten Worten. Mehr lesen
Berlinale 1. Tag
06.02.2009. Sucht die Weisheit im Schoß junger Schulmädchen: Sono Sions "Love Exposure". Beweist ein Ethos des Blicks: Soda Kazuhiros Dokumentarfilm über eine psychiatrische Klinik in Japan. In Tom Tykwers Thriller "The International" lässt sich Clive Owen ordentlich was aufs Ohr hauen, der Shootout findet im Guggenheim statt: Das nennt man souveränes Genrehandwerk.
Mehr lesen
Weltkino
05.02.2009. Heute abend eröffnet Tom Tykwers Film "The International" die Berlinale. Dieter Kosslick hat in diesem Jahr eine völlig überdimensionierte Film-Völlerei entfessselt: Für jeden ist etwas dabei, aussuchen muss man allerdings selbst. Hier schon mal ein Blick auf die Filme im Wettbewerb. Mehr lesen
Schock-Strategie
05.02.2009. Koreanisches Kino, israelische Filmgeschichte, ein Besuch bei einem chinesischen Landarzt, Heiner Müller bei Theaterproben, eine Hommage an die Schwulenikone Joe Dallesandro und ungemachte Betten: Ein Blick auf die Filme in den Nebenreihen der Berlinale: Forum, Panorama und Generation. Mehr lesen
Berlinale 2008: Die Bären
16.02.2008. Der Goldene Bär ging an den brasilianischen Film "Tropa de Elite". Die Silbernen Bären als beste Schauspieler bekamen die Britin Sally Hawkins für ihre Rolle in Mike Leighs Film "Happy Go Lucky" und der Iraner Reza Naji für seine Rolle in Majid Majidis "Avaze Gonjeshk-ha - The Song of Sparrows" Mehr lesen
Versammlung des Lauen
16.02.2008. Nur ein wirklich origineller Autorenfilmer hat es in den Berlinale-Wettbewerb geschafft: "Nacht und Tag" zeigt den koreanischen Regisseur Hong Sangsoo (Foto) als einen der großen Eigensinnigen des Kinos. Ansonsten dominierte in diesem Jahr abgemagerter Wischi-Waschi-Realismus. Mehr lesen
Berlinale 8. Tag
15.02.2008. Gnadenloser Realismus der Laien: Lance Hammers "Ballast". Da freut man sich doch auf Elizabeth: Justin Chadwicks "The Other Boleyn Girl". Und untun druntur munkuln die Bässe: Dem einst so bedeutenden Regisseur Andrzej Wajda fehlen zum Katyn-Stoff heute die filmischen Mittel. Höllische Gemeinheit: Philippe Claudels "Il y a longtemps que je t'aime - I've Loved You So Long". Verhandelt einen Tempelberg an Komplexen: Amos Kolleks "Restless". Mehr lesen
Berlinale 7. Tag
14.02.2008. "Feuerherz" ist zugleich extrem umstritten und extrem bieder. Das Alter ist kälter als der Tod: Robert Guediguians "Lady Jane". Zeigt Problemlösungskompetenz in Los Angeles: Kelly Parkers "South Main". Nanni Moretti als heiliger Pietro der Piazza in: Antonello Grimaldis "Caos calmo - Quiet Chaos". Mehr lesen






