Vorgeblättert

Ernst Piper: Nacht über Europa.

25.11.2013. In einer Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs beschreibt Ernst Piper, wie auch Schriftsteller und Künstler in einem anarchistisch antibürgerlichen Aufbegehren den Ausbruch des Krieges herbeisehnten. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Nacht über Europa".
Ernst Piper: Nacht über Europa. Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs

Propyläen, Berlin 2013
592 Seiten, gebunden, € 26,99

Erscheint am 2. Dezember 2013

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Klappentext
: Am 1. August 1914 begann ein Krieg, der nicht nur das Antlitz Europas, sondern der Welt veränderte. Das Zeitalter der Extreme, des Gemetzels brach an. Der europäische Kosmopolitismus starb auf den Schlachtfeldern. Dieser erste totale Krieg schonte nichts und niemanden, alle Bürger der beteiligten Staaten, auch Künstler, Wissenschaftler und Intellektuelle, wurden zu Kombattanten. Der Historiker Ernst Piper hat sich intensiv mit den kulturgeschichtlichen Aspekten des Ersten Weltkriegs befasst und entfaltet ein großes geistiges Panorama dieser Zeit. Piper beschreibt die geistige Mobilmachung der Nationen, die Entwicklung des totalen Krieges, die Spaltung der Arbeiterbewegung, die Not der jüdischen Minderheiten und das unheilvolle Fortwirken des Krieges in Deutschland nach der Niederlage von 1918. Eindringlich zeigt er, wie sich das Kriegsgeschehen in Debatten, Literatur und Bildmedien spiegelt. Er stellt die politischen, geistigen und künstlerischen Akteure als Seismographen der tiefgreifenden Veränderungen vor, die die Welt erschütterten.

Zum Autor: Ernst Piper, geboren 1952 in München, hat Geschichte, Philosophie und Germanistik studiert. Er war viele Jahre als Verleger tätig und lebt heute mit seiner Familie in Berlin. Piper ist promovierter Historiker und Privatdozent an der Universität Potsdam. Er hat zahlreiche Aufsätze und Bücher veröffentlicht, darunter als Habilitation die Biografie "Alfred Rosenberg. Hitlers Chefideologe" und die "Kurze Geschichte des Nationalsozialismus".


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