Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 16.06.2026, 14.10 Uhr
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Aus dem Archiv
  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
  • Götz Aly
  • Elke Schmitter
  • Angela Schader
  • Marie Luise Knott
  • Thierry Chervel
  • Benita Berthmann
  • Lukas Pazzini
  • Thekla Dannenberg
  • Lukas Foerster
  • Thomas Groh
  • Andre Glucksmann
  • Jürgen Habermas
  • Richard Herzinger
  • Necla Kelek
  • Georg Klein
  • Daniele Dell'Agli
  • Peter Truschner
  • Wolfgang Kraushaar
  • Matthias Küntzel
  • Eva Quistorp
  • Anja Seeliger
  • Martin Vogel
  • Arno Widmann
zum Archiv der Perlentaucher-Autoren.

Perlentaucher-Fakten

112578
Rezensionsnotizen
68112
Bücher
38442
Buchautoren

Bücherschauen

BÜCHERSCHAU DES TAGES

Welterschaffung aus dem Geist

16.06.2026. Die FAZ lobt Rachel Khongs temporeichen Roman über die Mitglieder einer in New York lebenden chinesischen Einwandererfamilie. Von Detlef Pollack lernt sie, was religiöse Fundamentalisten in aller Welt gemeinsam haben. Die NZZ schwebt in Gaito Gasdanows melancholischen Erzählungen zwischen Existenzialismus, Traum und Wirklichkeit. Die SZ rast mit Claire Kalands und Sandrine Kerions Graphic Novel durch die Geschichte des Krimis. Dlf schwärmt von Bruno Pellegrinos Essays über das Glück des Sammelns und Bewahrens.  Mehr...

BÜCHERBRIEF

Revolution in Gedanken

08.06.2026. Die Bücher in unserem neusten Bücherbrief machen Mut, Spaß und klären auf: Heike Geißler schickt eine Kohlhaas-Wiedergängerin durch die Lande, um die Alltagstauglichkeit von Rebellion zu testen. Julia Webers feministische Hexe verzaubert uns in Rotkehlchen. Raha Nik-Andisch erzählt in Echtzeit vom Leben in Teheran. Stephen Greenblatt leuchtet mit Christopher Marlowe die Schattenseiten der Renaissance aus. Dies alles und mehr in unseren besten Büchern des Monats Juni.  Mehr...

BÜCHERBRIEF

Nacktheit der Verhältnisse

11.05.2026. Im Mai haben wir für Sie überwiegend ermunternde Lektüre zusammengestellt: David Vajda führt uns an der Seite einer exzentrischen Bohème-Familie von Berlin über die Provence nach Hollywood, Dana Grigorcea erzählt eine zarte Liebesgeschichte in der bukolischen Sommeridylle der rumänischen Karpaten, Judith Schalansky erschafft aus Marmor etwas fein Ziseliertes und Craig Brown sammelt die kuriosesten Anekdoten aus dem Leben der Queen. Ernste Töne schlagen Nicholas Potter an, der die autoritäre Linke aufs Korn nimmt, und Christoph Peters, der auf Entzug geht. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr...

LITERATURBEILAGEN

Literaturbeilagen

13.04.2026. Wir haben alle Kritiken der Zeitungen aus den Beilagen im Frühjahr 2026 ausgewertet. Sämtliche Notizen, sortiert nach Zeitungen oder Rubriken, finden Sie hier. Mehr...

BÜCHER DER SAISON

Der Bücherherbst 2025

16.11.2025. Unter den deutschen Roman scheint in diesem Jahr kein "Zauberberg" und keine "Atemschaukel". Immerhin: Der meistbesprochene Roman über das Gastland Philippinen war Karl-Heinz Otts "Die Heilung von Luzon". Und mit Thomas Pynchons "Schattenmann" und Andras Viskys "Die Aussiedlung" sind zwei veritable Brocken erschienen, die die Kritiker in die Knie gehen ließen. Auch bei Sach- und Politischen Büchern findet sich jede Menge anregender Stoff. Hier also unsere Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher im Herbst 2025. Mehr...

BÜCHERSCHAU DER WOCHE

Neue Bücher in der Bücherschau der Woche

Stöbern Sie nach neuen Büchern in der Bücherschau der Woche, sortiert nach Zeitungsbesprechungen, Ländern oder Genre. Filtern Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten Woche nach Themen und Interessen. Mehr...

Vorworte

VORWORTE

Diese Königin will keine Untertanen

18.05.2026. Dichter und Philosophen haben mit der Idee gerungen. Nun soll uns ausgerechnet ein Dienstmädchen vorleben, was Freiheit ist? Vorsicht, geschätzte Leserschaft: Catherine Guérards "Renata Wasweißich" tut das auf ungewohnte, zugleich bescheidene und ziemlich radikale Art - und zeigt nicht zuletzt auf, wie sich einem das eigene Denken dabei in den Weg stellen kann. Von Angela Schader. Mehr...

VORWORTE

Im Anfang war - das Zuhören

06.04.2026. Politik heute? Purer Nervenverschleiß. Fruchtlose Debatten, verhärtete Fronten, Konflikte, die zum Flächenbrand auszuufern drohen. Wie damit umgehen? Die indische Schriftstellerin Devika Rege hat den Versuch gewagt - und legt ein Erstlingswerk von ungewöhnlicher Reife vor. Von Angela Schader. Mehr...

VORWORTE

"Wenn ich ernst sein könnte, dann wäre ich ernst"

12.03.2026. Die Themen, die sein Werk umkreist, sind gewichtig genug. Libanons traumatische Geschichte; Homosexualität und Aids-Epidemie; Flüchtlingskrise; Figuren, die vom Leben an den Rand gedrängt werden. Rabih Alameddine geht diese Stoffe couragiert und eigenwillig, mit Ironie und Witz an, riskiert dabei auch mal einen Misston. Doch sein jüngster, in den USA mit dem National Book Award gekrönter Roman ist zum Triumph geraten. Von Angela Schader. Mehr...

Wo wir nicht sind

WO WIR NICHT SIND

Lust auf Veränderung?

09.06.2026. Kuba liegt erschöpft am Boden. Die privilegierten Enkel der Revolution bringen ihre Reichtümer in Sicherheit, die normalen Menschen können selbst von Eintopf mit Schweinsfüßen nur noch träumen. In Leonardo Paduras jüngstem Roman "Anständige Leute" liegt noch Hoffnung in der Luft, und doch zeichnet er das treffende Porträt eines ausgelaugten Landes, das Hoffnung nicht mehr aus sich selbst heraus schöpfen kann. Von Thekla Dannenberg. Mehr...

WO WIR NICHT SIND

Als müsste die ganze Welt ersticken

17.04.2026. Tete Loeper erzählt in ihren Erinnerungen "Shut Up and Hide!" vom Genozid an den Tutsi, dem sie als damals Vierjährige nur knapp entkam. Dabei behält sie die Perspektive des Kindes, dessen Leben auf das Grausamste auf den Kopf gestellt wird, das unvorstellbare Gräueltaten erlebt - und immer genau hinsieht, auch wenn es nicht alles versteht. Von Benita Berthmann. Mehr...

WO WIR NICHT SIND

Am Ende der Nacht

16.03.2026. Der französisch-marokkanische Autor Abdellah Taïa erzählt in seinem Roman "Die Bastion der Tränen" von einer schwulen Jugend in der marokkanischen Küstenstadt Salé, voller Liebe zu seinen sechs Schwestern und Lust am Skandal. Dabei durchlebt er alle Facetten der Transgression, von der befreienden Rebellion bis zum blanken Verbrechen. Von Thekla Dannenberg. Mehr...

Vorgeblättert

VORGEBLÄTTERT

20 Jahre Zeitschrift für Ideengeschichte

11.05.2026. Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird zwanzig Jahre alt! In einigen Tagen erscheint das Jubiläumsheft zum Thema "Türhüter". Es spürt der Autorität und den Mythen einer Grenzfigur nach, die auch beim Zeitschriftenmachen eine Rolle spielt, von Apostel Petrus an der Himmelspforte über das Vorzimmer im Kanzleramt bis in die Clubkultur. Wir freuen uns den Beitrag von Ralph Bollmann vorabdrucken zu dürfen: "Frau Baumann - Über den Zugang zur Kanzlerin". Mehr...

VORGEBLÄTTERT

Susanne Heim: Die Abschottung der Welt

09.02.2026. Viele Juden versuchten in den 1930er Jahren verzweifelt, sich aus Nazi-Deutschland ins Ausland zu retten. Doch Aufnahme zu finden, wurde immer schwieriger. Auch auf der internationalen Konferenz von Evian 1938 konnten sich die teilnehmenden Staaten nicht auf Aufnahmekontingente einigen. Nach Kriegsbeginn flohen vor allem polnische Juden Richtung Osten in die Sowjetunion und später in den Iran, wo Margot Kupfer und ihr Mann landeten, nachdem sie erst ins sowjetische Jakutien deportiert worden waren. Eine Leseprobe aus Susanne Heims Buch "Die Abschottung der Welt".  Mehr...

VORGEBLÄTTERT

Götz Aly: Wie konnte das geschehen?

11.08.2025. "Wie konnte das geschehen?" ist eine Kinderfrage und zugleich die ambitionierteste Frage, die man im Blick auf die Nazizeit stellen kann. Wir werden in den nächsten Tagen einige kurze Abschnitte aus Götz Alys Buch gleichen Titels vorveröffentlichen. Es ist seine Summe, 700 Seiten dick. Und es wird Debatten auslösen. Mehr...

VORGEBLÄTTERT

Lee Yaron: Israel, 7. Oktober. Protokoll eines Anschlags

30.08.2024. Am 7. Oktober 2023 startet die Hamas einen Großangriff auf Israel. Lee Yaron rekonstruiert den Tag der Katastrophe und zeichnet Porträts der ermordeten Frauen, Männer und Kinder, um die Erinnerung an sie zu bewahren. Wir bringen das kurze Kapitel über Moshe Ridler, der den Holocaust überlebte, der in Israel die Polizei mit aufbaute und seinen Lebensabend im Kibbuz Holit verbrachte. Am 7. Oktober 2023 wurde er zusammen mit seinem Pfleger Petro Bushkov aus Moldau von den Terroristen der Hamas ermordet. Mehr...

Fotolot

FOTOLOT

Das reale Blut

10.06.2026. Gibt es eine Refeudalisierung in der Kunst? Anschließend an meine Kolumne zu Martin Warnkes Geschichte der "Hofkünstler"stellt sich die Frage, wie Macht und Kunst sich heute organisieren. Nehmen wir die "Rebellin" Florentina Holzinger, die den größten Hype auf der Biennale Venedig erzeugte - vertreten wird sie aber von einer jener Galerien, die die heute so typische Mischung aus VIP-Lounge und markenorientiertem Fertigungsbetrieb betreibt. Das heißt nicht, dass einige ihrer Arbeiten nicht großartig sind. Von Peter Truschner. Mehr...

FOTOLOT

Vom Feudalismus zum Neofeudalismus

26.05.2026. Kunsthandel. Kulturattaché. Stipendien. Kunstakademien. Künstlerhäuser. Mobilität. Kein Exklusivrecht auf ein Werk. Größtmögliche künstlerische Autonomie bei der Produktion. Man reibt sich verblüfft die Augen und muss sich nach der Neulektüre von Martin Warnkes neu edierten Buch über Hofkünstler eingestehen, dass die eine oder andere Überzeugung in Bezug auf die europäische Kunstgeschichte revidiert werden muss. Von Peter Truschner. Mehr...

FOTOLOT

Blick für die Komposition

20.04.2026. Kriegsfotografie zeigt oft entsetzliche Szenen. Noch unbehaglicher ist der irgendwie schreckliche, ästhetische Reiz, der von ihr ausgehen kann. Besonders bei einem Meister wie James Nachtwey, dessen Fotografien derzeit in der Berliner Fotografiska zu sehen sind. Von Peter Truschner. Mehr...

FOTOLOT

Vor allem bin ich Realist

27.03.2026. Bereits im Bild "Zwei Mädchen am Ufer der Seine" (1856/57) schien es den männlichen Kritikern beruhigender, in ihnen (völlig abwegig) zwei Prostituierte auf Kundenfang zu sehen als zwei junge Frauen, die sich die Zeit so vertreiben, wie es ihnen gerade passt. Diese Gelassenheit ist auch ein Markenzeichen des legendären Bildes "Der Ursprung der Welt" (1866), das bei gespreizten Beinen eine Vulva zeigt, ohne dabei ins Pornografische abzugleiten. Es ist kein Zufall, dass neben den Akten Bilder einer unverbauten, nicht eingehegten Natur im Vordergrund stehen. Im Wiener Leopold Museum ist derzeit eine große Courbet-Retrospektive zu sehen.  Mehr...

FOTOLOT

Kleine Brötchen

10.03.2026. Wie schafft man es als neuer Fotograf, wahrgenommen zu werden? Der Betrieb wirkt derart abgeriegelt, dass kaum noch Eingänge zu finden sind. Gerade mal alle paar Jahre schafft es ein Talent, all die bürokratischen Hürden, die kunstfernen Richtlinien bei der Förderung, die bescheidenden Verhältnisse an den (Fach-)Hochschulen, bei denen es meist nur zu einer soliden Grundausbildung reicht, zu überstehen und sichtbar zu bleiben. Von Peter Truschner. Mehr...

FOTOLOT

Wie eine Krone aus lebenden Tieren

18.02.2026. Graciela Iturbide, eine der bedeutendsten Fotgrafinnen Mexikos, siedelt ihre Fotografie bewusst an Schnittstellen an: von indigener und hispanischer Kultur, von Arm und Reich, von urbanen und ruralen Räumen, von Mann und Frau, von Leben und Tod. Sie fotografiert Zapoteken, tote Kinder, sich selbst, Vögel, Kakteen. Ihre Retrospektive im C/O Berlin ist ein Muss für alle Freunde der Fotografie.   Von Peter Truschner. Mehr...

FOTOLOT

Immer noch vermintes Gelände

30.01.2026. Noch ist Jahresanfang und genug Zeit für einen Ausblick auf kommende Ausstellungen: Südafrikanische FotografInnen stehen im Fokus. Die Berliner Galerie Stallmann zeigt (jetzt schon) die Fotografin Victoria Pidust. Und Pierre Huyghe durchstößt im Berghain die nach unten offene Banalitätsskala. Von Peter Truschner. Mehr...

FOTOLOT

Auf ihrem Bauch ein Floh

07.01.2026. Gerade kann man in Paris einige spektakuläre Retrospektiven sehen: zu Gerhard Richter, Jacques Louis David, John Singer Sargent oder Magdalena Abakanowicz. Eine der schönsten - und seltensten - ist die Ausstellung von Werken Georges de La Tours im Musée Jacquemart André. 350 Jahre lang war der Barockmaler vergessen, bis er als Meister von Licht und Schatten wiederentdeckt wurde. Von Peter Truschner. Mehr...

FOTOLOT

Degradation und Neuerfindung

23.12.2025. Lisette Model, ihre Schülerin Diane Arbus, Harry Gruyaert und Thomas Hoepker. Zwischen den Jahren sind einige schöne Fotoausstellungen zu besichtigen und einige neue Fotobücher zu durchblättern. Einige Empfehlungen von Von Peter Truschner. Mehr...

FOTOLOT

So gut wie unmögliche Privatheit

10.12.2025. Der Fotograf und Foto-Archäologe Arthur Bondar hat eine großartige Fotografin wiederentdeckt: Olga Ignatovich. Sie fotografierte im Zweiten Weltkrieg, auch bei der Befreiung von Auschwitz. Aber ihre Fotos sind anders als die bekannten Zeugnisse. Noch hat das Archiv keinen festen Platz gefunden, muss Bondar es in Koffern und Schachteln von einem Ort zum anderen transportieren - glücklich die Stiftung oder Institution, die die Gelegenheit einmal beim Schopf packt, und sie ihrem Bestand einverleibt. Vorerst bleibt ein großartiges Buch. Von Peter Truschner. Mehr...

Tagtigall

TAGTIGALL

Von Wörtern und Flocken

20.12.2025. Gedichte leben in einer Stille für sich. Hier als letzter Tagtigallen-Flug des Jahres drei Bände - von Etel Adnan, Sonja vom Brocke und Theresa Luserke - die sich in solche Stille hinein begeben. Von Marie Luise Knott. Mehr...

TAGTIGALL

Glückspendender Vogelschiss

15.09.2025. Ihre Poetik sei eine Art Hausbesetzung, schreibt Fran Lock in ihrem Manifest einer Arbeiter.innenklassenpoetik, und Zheng Xiaoqiong, die dichtend das Wanderarbeiterinnenleben erkundet, sagt: "Ich spreche diese stachligen, geölten (...) mit Schrauben festgezogene Sprachen." Beiden geht es um einen Widerstand, den Widerstand der Dichtung gegen die Vereinnahmung der Sprache in der sich zunehmend globalisierenden Welt. Von Marie Luise Knott. Mehr...

TAGTIGALL

Der Trick ist ...

10.07.2025. Die österreichische Autorin Verena Stauffer schreibt Lyrik und Prosa. Ihr vierter Gedichtband "Kiki Beach", der im Juni auf der österreichischen Bestenliste stand, ist von virtuellen Welten und Wünschen durchtränkt und  beleuchtet mit der Sprache unmittelbar Glanz und Elend der Liebessehnsucht im 21. Jahrhundert. Von Marie Luise Knott. Mehr...
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  • Zeit-Sachbuch-Bestenliste 06/2026

Archiv: Presseschauen

Mallarmés geistige Bomben

16.06.2026.Wenn Staatsverbrecher straflos bleiben, führt das zu moralischer Lähmung, erkennt in Osteuropa der Autor Sergej Lebedew am Beispiel von Russland. Der Guardian erklärt, warum Mexikos beliebte linke Präsidentin Claudia Sheinbaum äußerst militärfreundlich ist. In Elet es Irodalom setzt László Végel auf die revolutionäre Kraft der Bücher. In der Yale Review möchten Millenials lieber das explizite Unoriginelle und Unaufregende umarmen. Der Kriegsfotograf Shyam Tekwani erzählt in New Lines von einer Aufnahme, die ihn nie mehr losließ. In der Paris Review sucht Karl Ove Knausgard nach Authentizität in der Kunst.

Metaphysische Achterbahnfahrt

16.06.2026.Schreibt KI vielleicht doch die bessere Fiktion, weil sie so schön hochstapelt, fragt sich der Freitag. Der Guardian nimmt in London ein göttliches Blutbad mit Anish Kapoor. Der Dlf schickt den klassischen Kunstkritiker in den Ruhestand. Derweil begrüßt Backstage Classical eine neue Generation junger kühner Dirigentinnen. Und die FAZ trägt das Fußballtrikot fortan auch im Büro und bei der Gala.

Im Sog der Geschichte

16.06.2026.Trumps "Deal" mit dem Iran ist eine Katastrophe, und zwar für Trump, Israel, den Iran und Europa, resümieren die Zeitungen. Wenn Nabobs versagen, bauen sie sich Denkmäler, schreibt Tina Brown in ihrem Blog mit Blick auf Trump und, äh, Obamas Mausoleum der begrabenen Hoffnungen. Was an Israel gehasst wird, ist seine Komplexität, lernt Welt-Autor Marko Martin bei der "Gay Pride" in Tel Aviv. Die Tech-Konzerne sind schrecklich, aber KI hat Punkaspekte, freut sich Douglas Rushkoff in der NZZ. KI, na und? Ghostwriter gab's schon immer, stellt Gustav Seibt in der SZ fest.

Transversale Reisen durch die Welt der Romane

09.04.2024.Verlagsporträts: Literarische Diverse Gespräch mit der Verlegerin Yasemin Altınay & ein solidarischer Kleinverlag für Kinder- und Jugendbuchautoren: Lieferbar  - Buchkritiken zu B. Travens "Totenschiff" & Wolfgang Schäubles "Erinnerungen"  - Deutschlandfunk-Hörfunk-Tipps: Europäische Jazz-Vielfalt & Hörspiel "Schnitte" von Rolf Dieter Brinkmann ...

Loops und Klänge

06.06.2014.Das New York Magazine feiert den Schlock. Das Zeit Magazin besucht Edward Snowdens Anwälte. Alexander Kluge plaudert über den Tag, an dem Hitler Selbstmord beging. Und die Vogue interviewt den Kriegsfotografen Peter van Agtmael.

Archiv: Magazin

Das rot-braune Phänomen

11.06.2026.Die republikanische Linke in Frankreich ist einst im Zeichen der Dreyfus-Affäre als ein anti-antisemitisches Lager entstanden.  Der Antisemit war der politische Gegner. Das hat sich verschoben. Ein großer Teil der Linken legt eine Judophobie an den Tag, die nicht einfach ein moralischer Fehler ist, sondern den Verlust des Bezugspunkts bedeutet, der ihrer Geschichte einen Sinn gab. Das führt zu einer Annäherung der Linken an den Faschismus, die die israelische Linke mit aller Kraft bekämpfen muss.

Liebe, Rache, Algorithmus

05.06.2026.Microdramen erreichten in China vergangenes Jahr bereits knapp 700 Millionen Nutzer, auch in Nordamerika und Europa werden sie bereits produziert: Vulgäre Seifenopern fürs Smartphone, billig produziert - von Klick zu Klick geht es von einer grobschlächtigen Szene zur nächsten. Der gut situierten Großstädterin gefällt's: Die nächste Stufe der Industrialisierung des Erzählens ist erreicht.

Kampf und Kommunikation

01.06.2026.In seiner Droysen-Lecture setzte Andreas Wirsching Geschichtswissenschaft und Gegenwart in Beziehung und nahm dabei drei große Vorgänger unter die Lupe: Thomas Macaulay, Jules Michelet und Heinrich von Treitschke. An dieser Stelle wurde mir die Vorgeschichte meines "Gefühls für Geschichte" schlagartig erhellt, und ich fragte mich, wie einst als Kind: Was hat das mit meinem letzten Weihnachtsgeschenk, dem schimmernden Nicky mit Feinrippbund zu tun?

Lebensumstände, Unsicherheit, Sinnfragen etc.

12.05.2026.Einsamkeit ist keine Erkrankung, lehrte Prof. Dr. Mazda Adli, aber ein Modus, der Erkrankungen ermöglicht. Schuld ist der Kapitalismus. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, musste man sich einen Weg durch enorme Schneisen und Flächen bahnen und entkräftet auf einer puppenrosa Riesenmöblierung Platz nehmen. Aber die Neurowissenschaften boten Trost: Unser Hirn ist plastisch und lebenslänglich zu Veränderung bereit.

Im Haifischbecken der Aufmerksamkeitsökonomie

06.05.2026.Reels sind merkwürdige Hybride, ein Bastard aus den Eigenschaften der oralen Kultur und der Schrift- und Druckkultur. Einerseits bedienen sie sich in der Rede oft rhetorischer Mittel, die man bereits seit der Antike kennt. Andererseits sind sie aufgezeichnet und damit fixiert - wiederholt rezipierbar wie ein Text. Einübung in die "tertiäre Oralität", am Beispiel der steuerpolitischen Kommunikation von Zohran Mamdani.

BuchLink: Aktuelle Leseproben. In Kooperation mit den Verlagen (Info)

Sebastian M. Spitra. Kolonialismus und Recht - Eine Globalgeschichte. Campus Verlag, Frankfurt am Main, 2026.Sebastian M. Spitra: Kolonialismus und Recht
Rechtsordnungen stehen heute unter Druck. Die globalen Krisen der Gegenwart bilden schwerwiegende Herausforderungen für eine normenbasierte Ordnung der Welt mit einer langen…
Hans Pleschinski. Bildnis eines Unsichtbaren - Roman. C.H. Beck Verlag, München, 2026.Hans Pleschinski: Bildnis eines Unsichtbaren
Neuausgabe. Mit einem Nachwort von Anja Kampmann. Roman einer großen Liebe in Zeiten der sexuellen Befreiung Silvester 1999 in Paris. Die siebziger und achtziger Jahre in…
Olivia Laing. Crudo - Roman. btb, München, 2026.Olivia Laing: Crudo
Aus dem Englischen von Thomas Mohr. Die Schriftstellerin Kathy verbringt den Sommer in der Toskana, in einem Hotel für Superreiche. Neben dem Schwimmen im Pool und den rauschenden…
Ciara Greene / Gillian Murphy. Das fühlende Gedächtnis - Wie unser Gehirn Erinnerungen überschreibt - und warum das lebenswichtig ist. C.H. Beck Verlag, München, 2026.Ciara Greene, Gillian Murphy: Das fühlende Gedächtnis
Aus dem Englischen von Jürgen Neubauer. Vergessen macht glücklicher: Wie unser Gedächtnis wirklich funktioniert. Unter Gedächtnis verstehen wir für gewöhnlich die Erlebnisse…

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