Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Deutsche Literaturgeschichte, 19. Jahrhundert - Seite 1
Aktuelle Bücher zur deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts - mit Presseecho. Hier eine spezielle Liste mit aktuellen Schriftstellerbiografien zu deutschen Autoren des 19. Jahrhunderts.
Ziolkowski, Theodore: Heidelberger Romantik. Mythos und Symbol

C. Winter Universitätsverlag, Heidelberg 2009, ISBN 3825355764, Gebunden, 241 Seiten, 24,00 EUR
Im Gegensatz zum herrschenden Bild der Heidelberger Romantik, das um die Dichter Arnim, Brentano und Eichendorff kreist, stellt das Buch eine eher geistig orientierte Romantik vor, deren literarhistorische Bedeutung insbesondere in den zentralen Theoremen zum Begriff des Mythos und des Symbols in Geschichte und Religion besteht. Das Drama der Jahre ... mehr lesen
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Gamper, Michael: Elektropoetologie. Fiktionen der Elektrizität 1740-1870

Wallstein Verlag, Göttingen 2009, ISBN 3835305530, Gebunden, 332 Seiten, 29,90 EUR
Wie kaum ein anderes naturwissenschaftliches Phänomen faszinierte die Elektrizität die Menschen vom 18. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Aufsehenerregende Experimente machten mit Hilfe von komplexen Vorrichtungen und Instrumenten die Wirkungen einer unsichtbaren und flüchtigen Substanz anschaulich, eine widerspruchsfreie Erklärung ... mehr lesen
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Lehmann, Wilhelm: Wilhelm Lehmann: Gesammelte Werke in acht Bänden.

Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 3608958967, Gebunden, 4475 Seiten, 268,00 EUR
In Verbindung mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz und dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach a. N. hrsg. von Agathe Weigel-Lehmann, Hans D. Schäfer, Reinhard Tgahrt und Bernhard Zeller. Die Gesammelten Werke in acht Bänden enthalten: Band 1: Sämtliche Gedichte. Band 2: Romane I. Der Bilderstürmer. Die ... mehr lesen
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Schmidt, Jochen: Gangster, Opfer, Detektive. Eine Typengeschichte des Kriminalromans

kbv, Hillesheim 2009, ISBN 3940077690, Gebunden, 1127 Seiten, 43,90 EUR
Was Schmidt in "Gangster, Opfer, Detektive" vermittelt, geht weit über das Vermögen herkömmlicher Krimilexika hinaus. Von den "Hartgesottenen Amerikanern", denen er sich aus besonderer Vorliebe ausführlich widmet, über die "Snobs", die "Sadisten und Killer" bis hin zum "Mord auf weichen ... mehr lesen
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Decker, Kerstin: Mein Herz - niemandem. Das Leben der Else Lasker-Schüler

Propyläen Verlag, Berlin 2009, ISBN 3549073550, Gebunden, 473 Seiten, 22,90 EUR
Im Berlin der Jahrhundertwende schrieb Else Lasker-Schüler ihre ersten Gedichte, war in zweiter Ehe mit dem Schriftsteller und Avantgarde-Förderer Herwarth Walden verheiratet, zeitweise mit Benn liiert, mit Georg Trakl befreundet. Franz Marc malte ihr seinen berühmten "Turm der blauen Pferde". Sie war die Radikalste unter diesen ... mehr lesen
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Bollack, Jean: Ein Mensch zwischen zwei Welten. Der Philologe Jacob Bernays

Wallstein Verlag, Göttingen 2009, ISBN 3835304895, Gebunden, 156 Seiten, 24,00 EUR
Aus dem Französischen von Tim Trzaskalik. Jacob Bernays (1820-1881) war ein Fremder in der deutschen akademischen Welt des 19. Jahrhunderts. Als früh im Talmud und in den klassischen Sprachen ausgebildetes Kind eines Hamburger Rabbiners erschien er vor der Revolution von 1848 wie ein Meteor an der preußischen Universität Bonn. Er ... mehr lesen
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Hoffmeister, Barbara: S. Fischer, der Verleger . Eine Lebensbeschreibung

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3100320034, Gebunden, 494 Seiten, 22,95 EUR
"S.Fischer, Verlag" firmiert er seit 1886. Der deutschsprachige Jude aus Ungarn wird innerhalb weniger Jahre der gesuchteste deutsche Verleger der Moderne an der Wende zum 20. Jahrhundert. Sein Unternehmen macht Literaturgeschichte. Doch von seiner Person weiß man kaum mehr als die Lebensdaten: 1859 bis 1934. Wer war dieser geschickte ... mehr lesen
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Horstmann, Ulrich: Die Aufgabe der Literatur. oder: Wie Schriftsteller lernten, das Verstummen zzu überleben

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3596183618, Kartoniert, 271 Seiten, 12,95 EUR
Schriftsteller wollen immer schreiben, denkt man. Doch es gibt Ausnahmen: Dichter, die das Schreiben aufgegeben haben. Warum? Und wie kommen sie damit zurecht? Hölderlin z.B. verlor den Verstand, Philip Larkin verglich die Leere im Schädel mit der Glatze darauf und ging zur Tagesordnung über. Ulrich Horstmann hat sich die Strategien der ... mehr lesen
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Martus, Steffen: Die Brüder Grimm. Eine Biografie

Rowohlt Verlag, Berlin 2009, ISBN 3871345687, Gebunden, 608 Seiten, 26,90 EUR
Ihre Sammlung der Kinder- und Hausmärchen ist das weltweit meistgelesene deutsche Buch, als Gelehrte haben sie das Wissen über unsere Sprache und Geschichte revolutioniert und wie niemand vor ihnen haben sie "Brüderlichkeit" als Lebensform begriffen: Seit ihrer Kindheit lebten Jacob und Wilhelm Grimm meist unter einem Dach und ... mehr lesen
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Görner, Rüdiger: Schillers Apfel. Szenen, Gedanken und Bilder

Berlin University Press, Berlin 2009, ISBN 3940432679, Gebunden, 143 Seiten, 64,00 EUR
Friedrich Schiller: mit seinem hageren geplagten Körper, der Denker unter den Dichtern, denkmalsreif schon zu Lebzeiten. Schiller, der wortmächtige Anwalt der Sprache im Kulturprozess seiner Zeit. Er verstand sich auf atemvolles Herleiten von Gedanken, ging schreibend ihren Windungen nach und dichtend in seine Charaktere ein; aber er liebte ... mehr lesen
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Dieckmann, Friedrich: Freiheit ist nur in dem Reich der Träume. Schillers Jahrhundertwende

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3458174559, Gebunden, 464 Seiten, 34,00 EUR
Wie unter dem Vergrößerungsglas erschließt sich in Friedrich Dieckmanns Dokumentarerzählung ein Schriftstellerleben in den Bedrängnissen und den Anforderungen seiner Zeit. Schiller, der Briefschreiber, tritt neben den öffentlichen Autor, Begebenheiten naher und ferner Politik fallen ebenso in die Erzählung wie häusliche ... mehr lesen
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Müller-Seidel, Walter: Friedrich Schiller und die Politik. Nicht das Große, das Menschliche geschehe

C. H. Beck Verlag, München 2009, ISBN 3406572847, Gebunden, 401 Seiten, 29,90 EUR
Schillers Ästhetik ist von Anfang an politische Ästhetik. In allen seinen Dramen wird um Herrschaft und um Freiheit gerungen. Um diese These zu belegen, fasst Walter Müller-Seidel Schillers Dramen neu ins Auge und befragt sie im Hinblick auf Herrschaftsformen, Widerstandsrecht und Tyrannenmord. Während tyrannische Herrschaftsformen ... mehr lesen
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Hildebrandt, Dieter: Schillers erste Heldin. Das Leben der Christophine Reinwald, geb. Schiller

Carl Hanser Verlag, München 2009, ISBN 3446233326, Gebunden, 191 Seiten, 17,90 EUR
Als Schwester war sie Friedrich Schiller so nahe wie nur wenige Menschen. Heute imponiert uns Christophine Reinwald (1757-1847) als eine Frau, die ihr Leben selbst in die Hand genommen hat. Schiller nannte die ältere Schwester seine früheste Heldin. Ihr langes Leben war zunächst bestimmt von der Sorge um die jüngeren Geschwister ... mehr lesen
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Miller, Norbert: Die ungeheure Gewalt der Musik .

Carl Hanser Verlag, München 2009, ISBN 3446232990, Gebunden, 448 Seiten, 24,90 EUR
Mozart erschloss sich ihm spät, Beethoven blieb ihm fremd, Schubert nahm er nicht zur Kenntnis - und doch war Musik für Goethe eine das Leben bestimmende Macht. Die frühen Gedichte sind Lieder, die für Herder gesammelten Volkslieder aus dem Elsass versah er mit Melodien, und seine Sturm-und-Drang-Hymnen sang der Dichter Wind und ... mehr lesen
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Kunert, Günter: Das letzte Wort hat keiner. Über Schriftsteller und Schriftstellerei

Wallstein Verlag, Göttingen 2009, ISBN 3835305212, Gebunden, 176 Seiten, 18,90 EUR
"Warum schreiben", hat Kunert schon vor mehr als drei Jahrzehnten in einem berühmten Band gefragt, in dem er über Schriftsteller und Bücher geschrieben hat. Für ihn sind Schreiben und Lesen gleichermaßen lebensnotwendige Vorgänge, zwei Seiten einer Medaille. Er verknüpft das Nachdenken über sein eigenes ... mehr lesen
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Archiv: Bücherschauen
Vexierspielkünstler
20.03.2010: Die FAZ hat Denis Johnsons Thriller "Keine Bewegung!" gelesen und freut sich über das Gespür des Autors für kriminelle Loser. Die FR folgt der zehnjährigen Dora durch Jacques Roubauds Abenteuer und Geheimnis verheißenden "Verwilderten Park". Sehr anregend findet die NZZ Eric Hobsbawms Buch über "Globalisierung, Demokratie und Terrorismus". Die taz spürt einen Hauch von Erlösung in Don DeLillos Roman "Der Omega-Punkt". Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Richard Yates: Ruhestörung
22.03.2010: Der amerikanische Schriftsteller Richard Yates (1926-1992) erzählt in seinem 1975 erschienenen Roman "Ruhestörung" die Geschichte des beruflich erfolgreichen John Wilder, der nach einem Burn-out und Zwangsaufenthalt in der Psychiatrie seine Erlebnisse verfilmen will und in neue Zwänge gerät. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010: Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen
Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010: Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010: Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen
Bücher von Lesern empfohlen
Robert Burton: Die Anatomie der Schwermut
Aus dem Englischen und mit einem Essay von Ulrich Horstmann. Burtons Riesenwerk handelt von einem Leiden, das jeder ...
Mal Peet: Keeper
Aus dem Englischen von Eike Schönfeld. In einer Zeitungsredaktion sitzen sich zwei Männer gegenüber: ...



