Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Von Lesern empfohlene Bücher

Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich

Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael

Im Ententeich: Redaktionsblog
FAZ enteignet den Papst
Von Anja Seeliger, 02.04.2009, 17:23
"Enteignet die Enteigner" schallte es uns neulich aus den Zeitungen entgegen. Böse ist immer das Internet. Die Enteigner sind Schüler, die ein Musikstück downloaden. Oder Google. Oder auch der Perlentaucher. Oder ruft da jemand "Haltet den Dieb"? Zeitungen spielen sich gerne als Hüter des Urheberrechts auf, das vom Internet ausgehöhlt werde. Die eigentliche Enteignung der Urheber findet aber in Zeitungen statt. Nach der Sache mit dem Hürlimann-Zitat habe ich noch ein bisschen bei Genios recherchiert. Genios ist eine Online-Datenbank, gegründet von FAZ und Handelsblatt, die unter anderem ein zahlungspflichtiges Archiv für die deutsche und internationale Tages- und Wochenpresse anbietet. Hier werden Artikel aus den Archiven der FAZ, Süddeutschen, Zeit, taz, Guardian etc. gegen Entgelt zum Lesen angeboten.
Das Angebot enthält zum Beispiel die Artikel von Thomas Hürlimann (FAZ: 3,75 Euro), Alex Capus (Süddeutsche: 3,21 Euro) und Urs Widmer (FAZ: 3,75 Euro) über den ... mehr lesen
Kommentare
NYT kündigt Gehaltskürzung an
Von Anja Seeliger, 27.03.2009, 18:03

(Via Gawker.) Die New York Times hat ihren Mitarbeitern in einem Memo eine fünfprozentige Kürzung der Gehälter ab April angekündigt, berichtet Nicholas Carlson im Silicon Alley Insider. Außerdem müssen sie in diesem Jahr 10 Tage unbezahlten Urlaub nehmen (vorausgesetzt, die Times einigt sich mit den Gewerkschaften). Er hat auch das Memo von "Arthur" [Sulzberger] und "Janet" [Robinson] veröffentlicht. In einem zweiten Memo, das Gawker veröffentlicht hat, informieren "Scott, Bill, Martin & Andy" die Redaktion außerdem, dass 100 Angestellte auf der Verlagsseite der Times entlassen werden. Nach Ansicht von Carlson ist das bei weitem nicht genug: Die Times müsste ihre Redaktion um 30 Prozent reduzieren, um wenigstens eine Weile kostendeckend arbeiten zu können. Aber wie lange? Wenn man sich die finanzielle Entwicklung der NYT anguckt und die Entwicklung ihrer ... mehr lesen
Kommentare
Lest Eisenstein!
Von Anja Seeliger, 17.03.2009, 15:29
Wie fühlt sich Revolution an? Ich meine nicht den Vergleich zwischen dem Zustand davor und danach, sondern den Moment, wenn man mittendrin steckt? Chaotisch! Elisabeth Eisenstein hat das wunderbar beschrieben in ihrem 1979 erstmals erschienenen Buch "The Printing Press as an Agent of Change" (hier ein Auszug auf Deutsch) über die Erfindung des Buchdrucks. Clay Shirky hat in seinem Blog noch einmal darauf hingewiesen und Parallelen zur jetzigen Revolution gezogen:
"Während des dramatischen Übergangs zum Druck stellten sich Experimente erst im nachhinein als Wendepunkte heraus. Aldus Manutius, der venezianische Drucker und Verleger, erfand das kleinere Octav-Format und die Kursivschrift. Was wie eine kleine Neuerung aussah - nimm ein Buch und mach es kleiner - war rückblickend eine Schlüsselerfindung für die Demokratisierung des gedruckten Worts. Als Bücher immer billiger und tragbarer wurden und darum begehrenswerter, erweiterte sich der Markt für Verleger und erhöhte ... mehr lesen
Kommentare
Zeitungskrise und kein Ende
Von Anja Seeliger, 27.02.2009, 14:10
Droht den Zeitungen eine Knebelung durch Amazon wie die Musikindustrie sie durch Apple hinnehmen musste? Ausgelöst durch die Horrormeldungen über bankrotte Zeitungen kochte in den USA in den letzten zwei Monaten die Debatte um die Zukunft des Journalismus hoch. Den Anfang machte Joel Brinkley von der Stanford University, der vorschlug, die Zeitungskonzerne sollten sich zusammenschließen und alle für ihre Inhalte Geld verlangen. Hier die wesentlichen Argumente und Vorschläge in der Debatte (eine detailliertere Zusammenfassung mit Links zu allen Artikeln findet man bei Printed Matters):
1. Walter Isaacson plädierte im Time Magazine für Micropayment.
Dagegen spricht:
- Ich zahle nicht im voraus für einen Artikel, denn ich weiß erst nach dem Lesen, ob er mir etwas wert ist
- Ich richte nicht dutzende verschiedene Micropayment-Accounts ein, für all die Quellen, die ich benutze
- Micro ist nur die Kaufsumme für einen Artikel. ... mehr lesen
Kommentare
Warnung vor dem Artikel
Von Frauke Fentloh, 26.02.2009, 14:02
Ob im Archiv der FAZ wohl noch mit Karteikarte und Zettelkasten gearbeitet wird? Wert gelegt wird hier jedenfalls auf ursprüngliche Erzeugnisse aus Papier und Tinte: Wer im (digitalen) Archiv der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen alten Artikel lesen möchte und auch noch bereit ist hierfür zu bezahlen, hat noch lange nicht das Recht den Text auch auf seinem Rechner abzuspeichern. Gemäß der Geschäftsbedingungen darf der Nutzer den Artikel nämlich nur ausdrucken. Auf der Festplatte sichern hingegen ist verboten. (Gut also, dass sich das E-Book bisher als Rohrkrepierer erwiesen hat, es würde ja alles aus dem Ruder laufen!)
Ungemütlich kann es schließlich werden, wenn die Inhalte nicht nur zum privaten Vergnügen gekauft, sondern zur Weiterverbreitung etwa auf der eigenen Internetseite erstanden werden. Dann muss der Kunde gar fürchten, dass ihm nach Ablauf des Nutzungsrechts von der Zeitung beauftragte "Sachverständiger" auf die Pelle rücken, um zu kontrollieren, ... mehr lesen
Kommentare
Rettet den Journalismus, nicht die Presse
Von Anja Seeliger, 26.02.2009, 10:05
Der Journalist und Hochschullehrer Daniel Sinker ist nicht beeindruckt von den Vorschlägen zur Rettung des Journalismus, die er auf einer Konferenz in Chicago zu hören bekam. Vor allem, weil es dabei nicht um die Zukunft des Journalismus, sondern um die Zukunft des verlegerischen Establishments ging, schreibt er in der Huffington Post. Dieses Establishment will sich mit einem an iTunes angelehnten Modell für Zeitungsartikel retten. Sinker findet das zum Lachen: Denn wer hasst iTunes? Die großen Musiklabels! "iTunes bedroht die etablierte Ordnung: Es beweist, dass die Labels nicht so mächtig sind, wie sie behaupten. Noch bedrohlicher ist, dass es den Weg in eine Zukunft markiert, in der die großen Plattenfirmen immer unwichtiger werden. Deshalb erscheint es ziemlich albern, wenn die großen Zeitungen auf iTunes blicken: Sie steuern sehenden Auges in ihr Verderben."
Vielleicht. Aber im Augenblick ist die deutsche Presse vor allem wild entschlossen, die Fehler ... mehr lesen
Kommentare
Archiv
- Februar 2012
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
Archiv: Presseschauen
Für Ohrfeigen geboren
11.02.2012. In der FAZ erklärt Michail Schischkin, warum Gogol der verzweifeltste aller russischen Schriftsteller war. In der NZZ erklärt Jennifer Eagan das Konzept ihres Romans über die Aushöhlung der Musikindustrie. Der eigentliche Stukturwandel der Öffentlichkeit findet jetzt erst statt, meint Volker Gerhardt in der Welt. In der taz erklärt Bazon Brock, warum man als Humanist gegen den Tod sein muss. In der FR beklagt Timothy Snyder das politsche links-rechts-Schema in der Wahrnehmung des Holocaust. Mehr lesen
Ewig lockt das Buch
10.02.2012. Josef Joffe meint: "Die Print-Zeitung wird vergehen, das Buch bleibt bestehen" - Leonard Novy fordert eine neue Medienpolitik für neue Medien - Wolfgang Michal fragt: Ist ACTA Ansgar Hevelings Kriegserklärung? - Blutgrätsche gegen Medienpläne: Bundesliga-Pläne der Telekom in Gefahr - Schöner debattieren? Vocer und Diskurs@Deutschlandradio. Mehr lesen
Morbid-intimes Sentiment
07.02.2012. Der Economist und Himal schildern die unerfreuliche Lage Homsexueller in islamischen Ländern. Wired porträtiert die Pariser Untergrundbewegung Urban eXperiment. Dem Guardian läuft in Wien ein Proustscher Schauer über den Rücken. Caffe Europa betrachtet die verführerische Unordnung in Japan. In Russland können Linke, Rechte und sogar Liberale Nationalisten sein, notiert Nicu Popescu in Open Democracy. Sony untergräbt die langsame Liberalisierung der indischen Zensur, fürchtet Outlook India. Die NYRB fühlt mit kleinen mutlosen Italienern. Mehr lesen
Karikaturen und Cartoons
27.01.2012. Vorbild Belgien. Mehr lesen
Archiv: Bücher
Uangenehm plausibel
11.02.2012. FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012. In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012. Zum Glück erinnern sich die meisten Tiere nicht an das, was wir Menschen ihnen antun. Leseprobe Mehr lesen
Erde im Blut
17.01.2012. In Parker Bilals "Die dunklen Straßen von Kairo" kämpft Privatdetektiv Makana für Aufklärung und bringt damit Magnaten und Sittenwächter gegen sich auf. In "Der achte Zwerg" lässt Ross Thomas einen Nazijäger durch das Deutschland im Jahre Null jagen. Mehr lesen
Archiv: Magazin
Selbst ist der Autor
09.02.2012. Die entscheidenden Akteure im Buchmarkt sind die Leser und die Autoren. Sie können nun direkt zueinander finden. Eine Antwort auf Jürgen Neffe von Cora Stephan Mehr lesen
Selbst ist der Autor
08.02.2012. Die entscheidenden Akteure im Buchmarkt sind die Leser und die Autoren. Sie können nun direkt zueinander finden. Weitere Regulierungen braucht es nicht. Eine Antwort auf Jürgen Neffe Mehr lesen
Der Abschied vom Universum Buch
30.01.2012. Jürgen Neffe will einen anti-globalen Schutzwall um einen Markt ziehen, der sich bereits in völliger Auflösung befindet. Das wird nicht funktionieren. Trotzdem braucht der Wandel gute Rahmenbedingungen. Mehr lesen
FAZ und SZ gegen Perlentaucher: Das Urteil
01.11.2011. Nach fünf Jahren ist es jetzt amtlich: Der Perlentaucher darf 13 Abstracts zu FAZ- und SZ-Buchkritiken nicht mehr vertreiben, entschied heute das OLG Frankfurt. Mit ihren weitergehenden Anträgen sind die Zeitungen gescheitert. Mehr lesen





