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Der Ammann Verlag hört auf
Von Thierry Chervel, 10.08.2009, 10:08
Der Ammann Verlag hört auf. In einer brieflich verschickten Pressemitteilung mit dem Datum vom 10. August informiert der Zürcher Verleger Egon Amman, dass sein Verlag seine "publizistische Arbeit" am 30. Juni nächsten Jahres einstellen will. "Für das Frühjahr 2010 bereite ich unser letztes Programm vor" heißt es in dem Schreiben. Als Grund für diesen Entschluss nennt Ammann "das fortgeschrittene Alter der Verleger" und "eine Marktsituation, die für die Literatur zunehmend schwieriger wird". Nach der Edition Urs Engeler kündigt mit Ammann der zweite wichtige Schweizer Verlag sein Ende an.
Blickt man auf das Programm des Verlags, so scheint der Verlust fast noch schwerer zu ertragen. Ammann hat unter der Leitung von Ralph Dutli eine mustergültige Ausgabe der Werke Ossip Mandelstams herausgebracht. Bei Ammann erschienen die viel gefeierten Übersetzungen der großen Romane von Dostojewski durch Swetlana Geier. Zu den weiteren internationalen Autoren des Verlags gehören Ismael Kadaré, Ralph Ellison, Georges-Arthur Goldschmidt und Abraham Sutzkever.
Der prominenteste deutschsprachige Autor des Verlags ist Thomas Hürlimann. Ammann hatte auch einige große Bestseller wie Thomas Hürlimanns "Fräulein Stark" und Eric-Emmanuel Schmitts "Monsieur Ibrahim".
Telefonisch erläutert der Pressesprecher des Verlags, Simon Rüttimann, zur Meldung, dass auch alle Mitarbeiter des Verlags und die Autoren den heutigen Brief gleichzeitig erhalten haben. Es seien Gespräche im Gange, um die Autoren bei anderen Verlagen unterzubringen. "Der Verlag ist das Lebenswerk von Egon Ammann und Marie-Luise Flammersfeld, das nunmehr abgeschlossen ist. Wir bereiten noch ein Frühjahrsprogramm 2010 vor. Wir werden noch in Frankfurt auf der Buchmesse sein, aber nicht mehr in Leipzig." Laut Rüttimann sind wohl auch Gespräche über eine Übernahme durch einen anderen Verlag geführt worden, aber eine Fortexistenz als Imprint eines anderen Verlages sei für Egon Ammann nicht denkbar gewesen. Ammann selbst war nicht zu sprechen. Er sei unterwegs, um mit Autoren zu sprechen.
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Archiv: Presseschauen
Wegfall von Arbeit
09.02.2012. Heute beginnt die Berlinale. In der FAZ zeigen drei deutsche Regisseure auf Leerstellen, aus denen Erzählung werden sollen. Die FR freut sich auf tolle Anti-Kulakenfilme in der Berlinale-Retro. Der Freitag warnt vor dem geplanten Research Works Act in Amerika, der den Zugang zu Wissenschaft erschweren könnte. In der NZZ schreibt Georg Klein über Frost. Die Zeit staunt über Peter Nadas: den Autor, der auf 1700 Seiten dieses verdammte europäische Ich erledigt. Alle gratulieren dem großen Gerhard Richter zum Achtzigsten. Mehr lesen
Lummerland
09.02.2012. Neue Nachrichten aus dem Wulff-Universum - IVW-Klickzahlen im Januar: Der Präsident pusht die Nachrichtenseiten - Semantische Suchmaschine: WolframAlpha startet mit neuer "Pro"-Version für zahlende User - ARD & Co. im Netz: Schreitet die digitale Revolution in Deutschland rückwärts voran? + E-Books - Der blinde Fleck der Prognostiker. Mehr lesen
Morbid-intimes Sentiment
07.02.2012. Der Economist und Himal schildern die unerfreuliche Lage Homsexueller in islamischen Ländern. Wired porträtiert die Pariser Untergrundbewegung Urban eXperiment. Dem Guardian läuft in Wien ein Proustscher Schauer über den Rücken. Caffe Europa betrachtet die verführerische Unordnung in Japan. In Russland können Linke, Rechte und sogar Liberale Nationalisten sein, notiert Nicu Popescu in Open Democracy. Sony untergräbt die langsame Liberalisierung der indischen Zensur, fürchtet Outlook India. Die NYRB fühlt mit kleinen mutlosen Italienern. Mehr lesen
Karikaturen und Cartoons
27.01.2012. Vorbild Belgien. Mehr lesen
Archiv: Bücher
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09.02.2012. Großes Ereignis: Peter Nadas' Jahrhundertroman "Parallelgeschichten" liegt vor und beendet damit das Sandkastenspiel der bürgerlichen Literatur. Die Zeit ist überwältigt. Auch Christian Krachts Roman "Imperium" über den Begründer eines Kokusnussreichs kommt bei ihr sehr gut an. Die FAZ liest Hanna Kralls Erinnerungen "Rosa Straußenfedern". Die NZZ lernt in Bernd Stieglers "Belichtete Augen" alles über die Wunder der Optografie. Mehr lesen
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Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012. Zum Glück erinnern sich die meisten Tiere nicht an das, was wir Menschen ihnen antun. Leseprobe Mehr lesen
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17.01.2012. In Parker Bilals "Die dunklen Straßen von Kairo" kämpft Privatdetektiv Makana für Aufklärung und bringt damit Magnaten und Sittenwächter gegen sich auf. In "Der achte Zwerg" lässt Ross Thomas einen Nazijäger durch das Deutschland im Jahre Null jagen. Mehr lesen
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