Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 04.06.2012, 11.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Im Ententeich: Redaktionsblog

Zitieren Sie nicht die FAZ!

Von Anja Seeliger, 01.04.2009, 07:04

Vor einer Woche haben wir einen Artikel Thomas Hürlimanns aus der FAZ zitiert, so wie wir ja im Grunde seit bald zehn Jahren in unserer Feuilletonrundschau Artikel zitieren und Links auf sie setzen, auch aus der FAZ.

Aber nun haben wir einen Brief der FAZ bekommen, wonach wir Urheberrechte verletzt hätten. Für das "Bereitstellen" des Hürlimann-Artikels im Perlentaucher und bei Spiegel Online stellt uns die FAZ insgesamt 590 Euro in Rechnung. Wobei wir wie gesagt nur zitiert und verlinkt haben.

Hier der Brief (zum Vergrößern bitte aufs Bild klicken):

Bild zum Artikel

Wir haben das Hürlimann-Zitat erst mal gestrichen - aber für interessierte Blogger, die gern sicher gehen möchten, dass sie keinen ähnlichen Brief von der FAZ bekommen, hier die Information: das Zitat ging von "Nur an der Urne hat unser Staat etwas Hehres" bis zu "Mit Mundgeruch. Widerlich." Insgesamt 1.102 von 16.424 Zeichen. Blogger sollten sich künftig sehr genau überlegen, wieviel Zeichen FAZ sie zitieren.

Ob wir die 590 Euro zahlen müssen, wissen wir noch nicht. Wenn ja, dann wollen wir aber gern sicherstellen, dass Thomas Hürlimann seinen Anteil von der Summe erhält. Die FAZ spricht ja nicht nur für sich, sondern auch für Hürlimann. Denn in dem Brief spricht sie von Verletzung der Urheberrechte. Die FAZ hat keine Urheberrechte an Hürlimanns Artikel. Wird Hürlimann einen fairen Anteil der 590 Euro bekommen? Weiß er Bescheid?

Wir haben ihn gestern per Mail gefragt und warten noch auf Antwort.

Kommentare

zurück zum Blog

Drucken | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Presseschauen

Zähnefletschend, von zarten Lyrismen durchbrochen

04.06.2012. Die NZZ verliebt sich in ein paar Schuhe, die nicht von dieser Welt sind und darum in London ausgestellt werden. Der Schweizer Monat interviewt Götz Aly, der gestern den Börne-Preis erhielt und von den Zeitungen (manchmal leicht säuerlich) gewürdigt wird. Gegen defätistische Töne aus der SZ verteidigt Springer-Lobbyist Christoph Keese in seinem Blog weiter die Forderung nach einem Leistungsschutzrecht für Zeitungen. In der FAZ am Sonntag attackieren Ilija Trojanow und Juli Zeh sehr scharf die Autoren des Urheber-Aufrufs. Der Tagesspiegel torkelt trunken aus den Darbietungen des Berliner Klavierfestivals. Mehr lesen

Pack die Perücken ein, Opa!

04.06.2012. Günter Wallraff: Verkleidungskünstler und Volksaufklärer - Die neue GEZ: Service statt Schnüffelei - TV-Reichweitenmessung: Neue Medien, neue Quoten - EM: Rainer Moritz über das Fußballgeschäft des Buchhandels - Minus: Netzwerk Recherche spürt Skandalfolgen - Hintergründe zum Chefredakteurs-Wechsel bei der Berliner Zeitung und FR + Teuer: NZZ online + "Kein Wirrwarr, nirgends!": Zum 50. Todestag von Vita Sackville-West. Mehr lesen

Karikaturen und Cartoons

01.06.2012. Heute: Altbekanntes und Betroffenheit
Mehr lesen

Na bravo, wirklich vorbildlich

29.05.2012. Im New Yorker erzählt Colson Whitehead, was B-Pictures ihn über die Kunst lehrten. In El Pais Semanal möchte der Philosoph Javier Gomá Lanzón nach einem Gin Tonic gern auch mal nicht vorbildlich sein. In Eurozine erklärt Michael Ignatieff, warum Empathie nicht verwaltet werden kann. La Regle du Jeu feiert Jonathan Littells Notizen aus dem syrischen Homs. Wired studiert den Cyberwar am Beispiel Libyen. Mehr lesen

Archiv: Bücher

Fertig eingeschlichen

02.06.2012. In der FAZ kann Herta Müller sich nicht sattlesen an Georges-Arthur Goldschmidts präziser Sprache: Wer schreibt heute noch so ein Deutsch? (Leseprobe zu Goldschmidts "Ein Wiederkommen")  Sehr empfohlen wird auch Arno Camenischs Geschichte über die letzte Runde in der Dorfkneipe Helvezia in Graubünden: "Ustrinkata". Die FR begeistert sich für Magdy El Shafees Kairo-Comic "Metro", der zeigt, warum es einen arabischen Frühling geben musste. Die NZZ reist mit Saul Bellow noch einmal durch das verkorkste 20. Jahrhundert. Und die SZ lässt sich von Margit Knapp die Geschichte des Erfinders Samuel Finley Morse erzählen. Mehr lesen

Das ist also Reichtum

14.05.2012. Oliver Harris holt mit "London Killing" den englischen Krimi zurück in die Metropole und lässt seinen Detective Belsey sehr riskant, aber vornehm gegen die City zocken. Giancarlo de Cataldo und Mimmo Rafele decken in "Zeit der Wut" den Plan zur Abschaffung Italiens auf. Mehr lesen

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012. Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Nerv für klare Worte

07.05.2012. Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Magazin

Texte teilen

21.05.2012. Den Begriff "Geistiges Eigentum" halte ich für tendenziös und wenig fruchtbar. Meine Fragen sind andere, mich interessieren weniger meine Befürchtungen als die Hoffnungen und Freuden, die sich mit dem Netz für mich verknüpfen. Über das Schreiben im digitalen Zeitalter. Mehr lesen

Auf den Kopf gestellter Zauberlehrling

17.04.2012. Wie konnte es geschehen, dass eine so abstrakte wie randständige Materie wie das Urheberrecht solch massive politische Wirkung entfaltet, mit Hebeln, die von den Rändern bis ins ideologische Zentrum der Gesellschaft einhaken? Ein Plädoyer für pragmatische Lösungen Mehr lesen

Medienticker und Teletaucher

31.03.2012. Medienticker und Teletaucher fallen wegen Krankheit mindestens noch bis zum 23. April aus. Mehr lesen

Mundtot gemacht

21.03.2012. Mit der Pressefreiheit ist es in der Türkei nicht gut bestellt. Journalisten werden verhaftet und auf der Grundlage schwammiger Gesetze angeklagt. Es wird immer schwieriger, kritisch über die Regierung Erdogan zu berichten. Mehr lesen