Bücherschau der Woche
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- Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Im Ententeich: Redaktionsblog
Wie tot ist das Web?
Von Anja Seeliger, 19.08.2010, 17:08
Die amerikanischen Medien haben in den letzten Jahren so viele Leichen aus den eigenen Reihen beerdigt, dass eine Zeitschrift jetzt den Spieß umdreht: "Das Web ist tot", titelt Wired und führt damit total in die Irre. Gemeint ist nämlich: Für die Medien ist das Web gestorben. Michael Wolff, als Vanity-Fair-Autor, Murdoch-Biograf und Gründer des Internetmagazins Newser mit reichlich eigener Erfahrung ausgestattet, nennt den Grund, den jeder kennt: Im offenen Web zählt nur Masse in der Größenordnung von Googlenutzern. Die Werbung scheißt nur auf den ganz großen Haufen, und nur dort summieren sich die Pfennige zu Milliarden. Den traditionellen Medien im Netz hat sie kaum etwas gebracht, während Google fett wurde. Nur Unternehmen, die sich aus dem von Google kontrollierten offenen Web absetzen konnten, waren erfolgreich: Facebook und Apple, die Paralleluniversen schufen. Alle anderen sind dem Untergang geweiht oder setzen auf Steve Jobs. (Wolffs Artikel ist der im roten Balken)
In einem zweiten Artikel (weißer Balken) versucht Wired-Chefredakteur Chris Anderson ("Free"!), dies dem Leser schmackhaft zu machen: Wir nutzen doch jetzt schon immer öfter geschlossene Systeme, schreibt er: Apps. Streamingdienste wie Pandora oder Netflix. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter. Mediendienste wie Itunes oder
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Archiv: Presseschauen
Warmes Hinschauen und kühles Nachdenken
20.06.2013. Die Zeit erklärt, warum die Abhörmethoden der NSA schlimmer als Orwell sind. in einem Chat des Guardian dementiert Google so gut es geht. Die NZZ lässt sich Tomas Venclovas Gedichte von diesem selbst erklären und findet sie seitdem noch besser. In der Welt ruft Zülfü Livaneli die protestierende türkische Jugend auf, sich politisch zu organisieren. Die FAZ gewinnt bei einer Filmretro das Vertrauen in die totgeglaubte materialästhetische Avantgarde zurück. Zum frühen Tod des "Sopranos"-Helden James Gandolfini bringen wir einige Videos. Mehr lesen
Das rockt, ganz zweifellos
19.06.2013. Umfrage: Immer weniger Leser vertrauen ihrer Zeitung - Prism und kein Ende: Wie der BND das Netz überwacht - Frondienste: Freischreiber kritisieren Die Zeit - Marc Böhler erzählt von seinen elf Jahren bei NZZ-Online - Semantische Technologien: Studie zu "Smart Content in Verlagen" - Wlan aus den Wolken: Google-Ballons in der Stratosphäre - Birds of New York: Hans Christoph Buchs Laudatio auf Teju Cole + Vom Jazzer zum Rocker: Bill Frisells neue CD "Big Sur". Mehr lesen
Köstliches Tabu
18.06.2013. Bloomberg besucht das nordkoreanische Kunststudio Mansudae. Ungarn zählt zu den unreligiösesten Ländern Europas, meldet Elet es Irodalom. Eurozine schmeckt eine kräftige Dosis Guy Debord in den Reden der heutigen russischen Opposition. Pitchfork lernt von Pussy Riot den größten Unterschied zwischen den USA und Russland. Granta erliegt den Verlockungen indischer Eis-Lollies. Der New Statesman feiert die Dichterin Charlotte Mew, die London Review den Fotografen Garry Winogrand, Hazlitt den Comickünstler Gengoroh Tagame und die New York Times den Maler James Turrell. Mehr lesen
Karikaturen und Cartoons
18.06.2013. Rettet die NSA das Klima? Mehr lesen
Archiv: Bücher
Gesamtkunstwerk mit ausfransenden Rändern
19.06.2013. Mit ihrer Studie über die Welteis-Theorie ist Christina Wessely eine Auseinandersetzung mit der Entstehung von Wissen und der Macht der Sprache gelungen, meint die NZZ. Die SZ lässt sich von Manuele Fiors psychoanalytischem Sci-Fi-Comic "Die Übertragung" verzaubern. In den Prosagedichten von Michael Donhauser hört die FAZ konzentrierte Sprachmusik. Und die taz freut sich über ein unverkrampftes Aufklärungsbuch von Antje Helms und Jan von Holleben. Mehr lesen
10 Ave Maria, 20 Vaterunser
13.06.2013. In Patricia Melos bösem Roman "Leichendieb" gelingt es einem kriminellen Charakter grandios, immer nur anderen Menschen das Leben zu versauen. Der Journalist Klester Cavalcanti erzählt in seiner Reportage "Der Pistoleiro" von einem brasilianischen Auftragsmörder, der 492 Menschen tötete und trotzdem hofft, in den Himmel zu kommen. Mehr lesen
Küsse und Bisse
03.06.2013. Zülfi Livaneli führt uns auf das Flüchtlingsschiff Struma, Ralph Dutli in das Paris des Malers Soutine, Yoram Kaniuk in die Palmach, Patrick Roth nach Hollywood, Hans-Peter Riegel ins Beuys-Land und Malte Herwig zu den Flakhelfern. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Juni. Mehr lesen
Eugen Ruge: Cabo de Gata
30.05.2013. Ein Mann lässt sein bisheriges Leben hinter sich, landet in einem öden andalusischem Fischerdorf - Cabo de Gata - und schließt Freundschaft mit einer Katze. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem neuen Roman von Eugen Ruge.
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Archiv: Magazin
Die Matrix und ihre Feinde
17.06.2013. Gott und die Götter: Wider die Entschärfung von Jan Assmanns These. Von Daniele Dell'Agli
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Die Matrix und ihre Feinde
17.06.2013. Erstaunlich, mit welchem Aufwand davon abgelenkt wird, dass die Unterscheidung zwischen dem einen wahren Gott und den vielen falschen Göttern uns noch nach 2000 Jahren ihre finstere Exekutivlogik unter Beweis stellt. Wider die Entschärfung von Jan Assmanns These. Mehr lesen
Club Med
21.05.2013. Marseille, Kulturhauptstadt 2013. Mit ihrem hohen Migrantenanteil ist die Mittelmeermetropole ein Vorreiter der Integration. Fünfzig Jahre später haben sich die Hoffnungen zerschlagen, die Segregation ist in vollem Gang. Die Vereinten Progressiven Territorien sichern ihre Sektorengrenzen mit aller Macht ... Eine Erzählung Mehr lesen
Was Arno Widmann nicht sagen durfte
04.04.2013. Die Berliner Zeitung hat eine kritische Passage über den Verleger Alfred neven DuMont nachträglich unterdrückt. Aber was hat Widmann eigentlich gesagt?
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