Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Im Ententeich: Redaktionsblog

Hämmer im Schwall: Slavoj Zizeks Endlösung der Geschichte

Von Thierry Chervel, 25.06.2010, 10:06

Sein Buch "Auf verlorenem Posten" sei in der deutschen Ausgabe zensiert worden, sagt Slavoj Zizek heute in der taz. Er wurde aus Anlass der Kommunismuskonferenz interviewt, die ab heute in der Volksbühne ausgerichtet wird. Tatsächlich ist die englische Ausgabe des Buchs 200 Seiten dicker als die deutsche, in der ganze Kapitel fehlen - zum Beispiel das Kapitel über Heidegger. Auch der Satz "Hitler war nicht radikal genug", fehlt in der deutschen Ausgabe, erklärt Zizek in der taz, um gleich hinzuzufügen, was er damit eigentlich meinte, nämlich: "Hitler war nicht radikal genug" meint, dass Gandhi radikaler war." Denn Zizek ist "listig wie ein Wiesel", so seine Selbstauskunft in der taz. Man weiß nie, ob er meint, was er sagt oder ob er nur nicht sagt, was er meint.

Es gibt noch mehr Sätze, die in der englischen Ausgabe stehen und in der deutschen fehlen. Zum Beispiel dieser hier:

"Die einzige wahre Lösung der 'Judenfrage' ist die 'Endlösung' (ihre Vernichtung), denn die Juden ... sind das letzte Hindernis für die 'Endlösung' der Geschichte selber, für die Überwindung von Trennungen in einer allumfassenden Einheit und Flexibilität."

Auf englisch liest sich der Satz so:mehr lesen

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Stichwörter: Alain Badiou, Antisemitismus, Kommunismus, Slavoj Zizek

Christian Wulff und die Evangelikalen

Von Thierry Chervel, 16.06.2010, 11:06

Aktualisierung vom 20. Juli:

ProChrist hat seine Kuratoriumsseiten nochmals aktualisiert. Und siehe: Bundespräsident Christian Wulfff fehlt jetzt auf der Liste der Unterstützer der Organisation. Und auch auf der Kuratoriumsseite der ProChrist-Veranstaltung in Chemnitz 2009 steht nicht mehr "Christian Wulff, Bundespräsident", sondern wieder "Christian Wulff, Niedersächsischer Ministerpräsident".

Aktualisierung vom 8. Juli
:

ProChrist hat seine Kuratoriumsseite aktualisiert. Nun figuriert dort, neben vielen anderen Prominenten, auch "Christian Wulff, Bundespräsident".


Bild zum Artikel






Aktualisierung vom 23. Juni
:

Deutschlandradio Kultur
hat das Thema aufgegriffen. Die Theologin Kirsten Dietrich fordert im Gespräch mit Frank Meyer einen Austritt Christian Wulffs aus dem Kuratorium von prochrist.

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Christian Wulff sitzt im Kuratorium der evangelikalen Missionsbewegung Prochrist, berichtete neulich das Blog Esowatch. Seitdem wird auf humanistischen und Freidenkerforen angeregt diskutiert. Zum Beispiel bei wissenrockt.de. Presse und Fernsehen haben das Thema kaum aufgegriffen. Ist es wirklich so nebensächlich?

Prochrist, heißt es in einem sehr PR-mäßig klingenden Wikipedia-Artikel zur Organisation, "ist eine Großevangelisationsveranstaltung, die seit… mehr lesen

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Stichwörter: Evangelikale Christen, Wulff, Christian

Found Footage: Filigran und unaufgeregt schön.

Von Thomas Groh, 03.06.2010, 20:19

Dem vor wenigen Tagen seiner Krebserkrankung erlegenen Dennis Hopper (hier mehr) widmet der Filmkritiker Matt Zoller Seitz einen umfangreichen Videoessay. Abschied von einer Kinolegende:



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Das Musikvideo zu dem Stück "This Too Shall Pass" der Gruppe OK Go macht nicht nur extrem viel Spaß, es ist auch enorm beeindruckend: Diesem Wiki-Eintrag zufolge, waren über mehrere Monate hinweg über 40 Personen mit dem Austüfteln dieser gigantischen Goldberg-Maschine befasst. Man sehe und staune und freue sich nicht zuletzt:



(via io9)

Noch mehr Goldberg-Maschinen-Wahnwitz präsentierten vor einiger Zeit auch unsere Freunde und Nachbarn von Cargo.
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Als "filigran und unaufgeregt schön" wird das folgende (Musik-?)Video des Künstlers Jan Goldfuss beim "Kraftfuttermischwerk" bezeichnet. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen:

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Stichwörter: dennis hopper, found footage, horror, musikvideo

Archiv: Presseschauen

Das nenne ich totalitär

18.05.2013. In der Welt erklärt Beuys-Biograf Hans Peter Riegel Beuys Vorliebe für völkische Ideen auch mit der Nähe des Künstlers zu Rudolf Steiner. In Cannes verwandelt die taz nach der Vorstellung von Jia Zhangkes Film "A Touch of Sin" Papierfetzen in Waffen. Im New Yorker erinnert Alex Ross daran, dass Wagner nach Amerika auswandern wollte. Auch Palästinenser lieben Amerika, jedenfalls in Form von geschmuggelten Kentucky Fried Chicken, berichtet der Christian Science Monitor. In der NZZ staunt Nike Wagner, was ihr Urgroßvater alles im Kopf hatte. Die FAZ gratuliert dem Kookbooks Verlag zum Zehnten. Mehr lesen

Wortkorks

17.05.2013. Petra Sorge über die Erosion der investigativen Recherche - Wie wichtig sind Facebook & Co.: Journalisten ernüchtert von Social Media - Harmonie der Solisten: Marbach & Weimar & Wolfenbüttel kooperieren - Eco für Bildungsferne oder "Wer des Teufels Fell streichelt, muss durch die Hölle gehen": Patrick Bahners über die Dan-Brown-Debatte im Internet - Die Welt-Literatur auf einen Blick: Herbert Debes über Wolfgang Welts "Ich schrieb mich verrückt". Mehr lesen

Karikaturen und Cartoons

17.05.2013. Wie lautet das Gebot? Mehr lesen

1. Katzen trampeln nicht

14.05.2013. In New Republic findet es Margaret Atwood ganz einfach, die neuen Medien zu verstehen. Man kann sogar selbst Regeln für sie setzen, meint Roberto Saviano in La Republicca. Der New Yorker untersucht Vor- und Nachteile der Online-Universität. Der Believer erinnert an den Künstler Sadakichi Hartmann. Terrence Malick arbeitet mehr als man meint, versichert die Los Angeles Review of Books. Bloomberg Businessweek schaut unter die riesige Motorhaube von Netflix. Das New York Magazine porträtiert einen unglaublich souveränen Michael Douglas. Mehr lesen

Archiv: Bücher

Drogenverseuchte Faulenzer-Boheme

18.05.2013. Die FAZ weiß gar nicht, was sie zuerst empfehlen soll: Ned Beaumans genialischen Roman um einen Autor, der an Brecht und den Frauen scheitert. Oder Olga Martynovas traumhaft-grotesken Familienroman "Mörikes Schlüsselbein"? Oder das vorzügliche "Jahrbuch der Lyrik 2013"? Und dann gäb's da noch "Was Flauschiges" für die Kleinen. Die FR liest Bücher zum Wagner-Jahr. Die taz lernt bedenkenswertes über den Zustand der Sozialdemokratie. Und die SZ versinkt selig in den Briefen Samuel Becketts.
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Poesie der Straße

13.05.2013. Giancarlo de Cataldo "König von Rom" lehrt, niemals Gefälligkeiten von einem Camorraboss anzunehmen. Mike Nicol besingt in seinem "Killer Country" das Grau Südafrikas, das noch trister sein soll als das Grau Berlins. Mehr lesen

Dienstleistungswürfel

08.05.2013. William T. Vollmann setzt das Schostakowitsch-Prinzip in Literatur um. Alain Mabanckou führt uns ins Trois-Cents-Viertel Brazzavilles. Jochen Schmidt führt uns im Sommer 89 ins Ferienlager Schneckenmühle. David Gilmour sucht Italien, Kathrin Passig experimentiert mit neuen Technologien. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai.
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Frühjahrsbücher 2013

15.04.2013. In diesem Frühjahr dominieren autobiografisch grundierte Romane, Bücher über die Geburtstagskinder Jean Paul und Wagner, eine fette Derrida-Biografie und ein Band über Sexualität in der arabischen Welt. Reichlich Lektüre für die Sonnentage im Park, die jetzt hoffentlich anstehen. Mehr lesen

Archiv: Magazin

Monotheismus-Debatte im Perlentaucher

17.05.2013. Alle Artikel der von Jan Assmann angestoßenen Debatte zu Monotheismus und Gewalt im Perlentaucher, aktualisiert am 17. Mai. Mehr lesen

The Hebrew Bible is a problem set

02.05.2013. Some ways out of an unproductive circle in the debate about monotheism. By Marcia Pally
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Was Arno Widmann nicht sagen durfte

04.04.2013. Die Berliner Zeitung hat eine kritische Passage über den Verleger Alfred neven DuMont nachträglich unterdrückt. Aber was hat Widmann eigentlich gesagt?
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Vier kleine Riesen gegen Amazon

11.03.2013. Die Entwicklungen der letzten Monate haben nun gewissermaßen offiziell deutlich gemacht, dass nicht Google der eigentlich unheimliche Faktor für die Buchbranche ist. Mehr lesen